2012 sei beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sonderposten (EBITDA) mit einem Anstieg im oberen einstelligen Prozentbereich zu rechnen, teilte der Dax-Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Bisher war nur eine leichte Verbesserung in Aussicht gestellt worden. Dies galt auch für das bereinigte Ergebnis je Aktie, für das nun eine Steigerung um etwa 10 Prozent erwartet wird. Der Umsatz dürfte sich 2012 bereinigt um vier bis fünf Prozent auf 39 bis 40 Milliarden Euro erhöhen. Bisher hatte
Bayer ein Plus von rund drei Prozent angepeilt.
Im zweiten Quartal steigerte der Konzern dank eines kräftigen Wachstums im Agrochemiegeschäft (Cropscience) und einer robusten Entwicklung im Gesundheitsgeschäft (Healthcare) den Umsatz um zehn Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Das EBITDA vor Sonderposten legte im Jahresvergleich um 6,7 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro zu. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) schlugen allerdings hohe Sonderbelastungen etwa für Rechtsfälle und Umbaumaßnahmen zu Buche, so dass dieses um 41 Prozent auf 750 Millionen Euro sank. Der Gewinn ging aufgrund der Sondereinflüsse von insgesamt 800 Millionen Euro um 34 Prozent auf 494 Millionen Euro zurück. Bis auf den Gewinn übertrafen die Leverkusener die Erwartungen von Analysten.
LEVERKUSEN (dpa-AFX)
So haben sich die DAX-Konzerne im zweiten Quartal/ersten Halbjahr 2012 geschlagen
Platz 30: Merck
Der Pharma- und Chemiekonzern Merck hat im zweiten Quartal wegen Millionenbelastungen aus seinem bis 2014 laufenden Sparprogramm erneut rote Zahlen geschrieben. Von April bis Juni fiel ein Verlust von 60,5 Millionen Euro an. Analysten hatten mit einem deutlich geringeren Minus gerechnet.