29.10.2012 11:16
Bewerten
 (0)

UBS will bis zu 10.000 Stellen streichen

UBS-Aktie haussiert
Die Schweizer Großbank UBS steht Kreisen zufolge vor einem massiven Stellenabbau.
Beim Umbau der UBS sollen bis 2015 voraussichtlich rund 10.000 Stellen gestrichen werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg und zahlreiche weitere Medien am Wochenende. Die UBS hat derzeit 63.000 Beschäftigte. Der Stellenabbau ist die Folge eines geplanten tiefgreifenden Umbaus im Investmentbanking, das drastisch verkleinert werden solle. Vor allem das Handelsgeschäft dürfte vom Stellenabbau betroffen sein.

    Die neue Strategie solle an diesem Dienstag verkündet werden. An diesem Tag legt UBS auch Quartalszahlen vor. UBS-Chef Sergio Ermotti und sein Verwaltungsratspräsident Axel Weber, der früher an der Spitze der Bundesbank stand, bauen die Bank seit einiger Zeit um.

   Wesentliche Teile des Investmentbanking sollen abgespalten und abgewickelt werden, berichtete der "Spiegel". Dabei gehe es um Vermögenswerte von mehr als 100 Milliarden Franken. Betroffen seien der Anleihen- und Derivatehandel, die nach neuen Vorschriften besonders viel Kapital binden. Die UBS wolle sich künftig im Investmentbanking auf die Vermögensverwaltung und das Geschäft mit Privatkunden konzentrieren. Deutschland ist laut Magazin von dem Stellenabbau kaum betroffen, besonders viele Jobs sollten dagegen in London, New York und in der Schweiz wegfallen.

  Erst Mitte Oktober hieß es in einem Zeitungsbericht, um die Kosten weiter zu senken, könnten bei der UBS bis zu 2000 der zuletzt noch 8.200 IT-Stellen wegfallen. Dies hatte die Schweizer Zeitung "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf interne Dokumente berichtet. In dem Bericht war zudem darüber spekuliert, dass Ermotti nicht nur in der Informationstechnologie weiter sparen wolle, sondern die Kosten auch in anderen Sparten weiter gedrückt werden sollen.

   Seit Anfang 2008 war die Zahl der UBS-Angestellten bereits um rund 20.000 auf zuletzt etwas mehr als 63.000 gesunken. Die Bank ist einer der größten Verlierer der Bankenszene in der Finanzkrise und befindet sich seitdem in rauem Fahrwasser. In den Jahren 2007 und 2008 häufte sie Verluste von rund 28 Milliarden Franken an und musste deshalb im Gegensatz zur Credit Suisse Group vom schweizerischen Staat vor dem Kollaps gerettet werden. Viermal musste die UBS ihr Kapital erhöhen. Hinzu kam ein Steuerstreit mit den USA, der das Image der Bank beschädigte.

    UBS-Chef Ermotti hatte angekündigt, den Stellenabbau seines Vorgängers Oswald Grübel forcieren zu wollen. Vor allem im Investmentbanking sollten mehr Stellen wegfallen, als noch von Grübel geplant. Dieser hatte im Sommer 2011 angekündigt, die Kosten bis 2013 um zwei Milliarden Franken senken zu wollen. Damals war von 3.500 Stellen die Rede - Ermotti legte dann im Herbst noch einmal 400 Stellen im Investmentbanking drauf./hoe/DP/enl

ZÜRICH/LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Simon Zenger / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Nachrichten zu UBS AG (N)

  • Relevant3
  • Alle3
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu UBS AG (N)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
29.10.2014UBS buyDeutsche Bank AG
29.10.2014UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
29.10.2014UBS overweightMorgan Stanley
28.10.2014UBS Strong BuyS&P Capital IQ
16.10.2014UBS HaltenIndependent Research GmbH
29.10.2014UBS buyDeutsche Bank AG
29.10.2014UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
29.10.2014UBS overweightMorgan Stanley
28.10.2014UBS Strong BuyS&P Capital IQ
14.10.2014UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
16.10.2014UBS HaltenIndependent Research GmbH
29.09.2014UBS HoldCommerzbank AG
15.09.2014UBS Equal weightBarclays Capital
30.07.2014UBS HaltenIndependent Research GmbH
29.07.2014UBS HoldKelper Cheuvreux
29.07.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
26.08.2013UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
21.08.2013UBS verkaufenBankhaus Lampe KG
05.02.2013UBS verkaufenKepler Equities, Inc.
28.12.2012UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für UBS AG (N) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

Heute im Fokus

DAX auf Höhenflug -- Dow auf Rekordkurs -- Goldpreis fällt auf Vierjahrestief -- Airbag-Defekt bei Audi -- BoJ lockert Geldpolitik -- Citigroup, Lanxess, Starbucks, Groupon, LinkedIn im Fokus

E.ON und RWE müssen Klagen gegen Atommüll-Lagerung zurücknehmen. Großbritannien zahlt Weltkriegsanleihe zurück. Chevron trotzt Ölpreisrückgang. Exxon macht mehr Gewinn. Panasonic hebt Prognose an. Russische Notenbank stemmt sich mit Zinserhöhung gegen Rubel-Verfall. Daimler beteiligt sich an Motorradbauer MV Augusta.
In welchen europäischen Ländern ist das Preisniveau besonders hoch?

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Sparkurs der Bundesregierung infrage gestellt. Denken Sie auch, dass der Staat mehr investieren sollte?