19.12.2012 09:28
Bewerten
 (0)

UBS: Verwaltungsrat genehmigt Libor-Vergleiche mit US- und britischen Behörden

Zürich (www.aktiencheck.de) - Die schweizerische Großbank UBS AG gab am Mittwoch bekannt, dass ihr Verwaltungsrat mit dem US-Justizministerium (DoJ) und der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Vergleiche genehmigt hat.

Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, stehen diese Vergleiche im Zusammenhang mit ihren Untersuchungen zu den Referenzzinssätzen. Die vorgeschlagene Einigung mit der CFTC muss von dieser noch bewilligt werden. Im Hinblick auf die Untersuchungen der britischen Financial Services Authority (FSA) kam ebenfalls eine Einigung zustande. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) wird ihrerseits eine Verfügung erlassen und damit das offizielle Verfahren im Zusammenhang mit UBS beenden.

Den Angaben zufolge wird UBS eine Zahlung von ca. 1,4 Mrd. Schweizer Franken (CHF) an Geldstrafen und Gewinnherausgaben leisten. UBS wird eine Geldbuße von 160 Mio. GBP an die FSA bezahlen und 59 Mio. CHF an die FINMA entrichten, was einer Herausgabe des schätzungsweise erzielten Gewinns entspricht. Daneben hat der UBS-Verwaltungsrat eine Zahlung von Geldbußen im Gesamtbetrag von 1,2 Mrd. CHF an das DoJ und die CFTC genehmigt. Separate Ankündigungen dieser beiden Behörden werden im späteren Tagesverlauf erwartet. Diese Gelder werden gemäß einem definierten Zeitplan ausbezahlt.

In den Vergleichen wurden u.a. folgende Verhaltensweisen aufgeführt: Bestimmte Mitarbeiter von UBS waren an dem Versuch beteiligt, die Eingaben für bestimmte Referenzzinssätze zugunsten von Handelspositionen zu manipulieren; gewisse Mitarbeiter der Bank haben mit Angestellten anderer Banken und Cash-Brokern konspirative Absprachen getroffen, um bestimmte Referenzzinssätze zugunsten ihrer Handelspositionen zu beeinflussen; gewisse Mitarbeiter haben den für das Einreichen von Libor-Daten zuständigen UBS-Stellen unangemessene Anweisungen erteilt, teilweise motiviert durch den Wunsch, eine unfaire und negative Markt- und Medieneinschätzung während der Finanzkrise zu vermeiden.

Auf der Grundlage der Geschäftstätigkeit bis zum Datum dieser Bekanntmachung rechnet UBS für das vierte Quartal mit einem den Aktionären zurechenbaren Reinverlust in Höhe von ca. 2,0 bis 2,5 Mrd. CHF. Gründe dafür sind in erster Linie: Rückstellungen für Rechtsfälle und regulatorische Angelegenheiten (einschließlich der Libor-Vergleiche und Klagen im Zusammenhang mit dem Verkauf von RMBS und anderer Belange) von ca. 2,1 Mrd. CHF; Restrukturierungskosten von ca. 0,5 Mrd. CHF und Verlust von ca. 0,4 Mrd. CHF aus der Neubewertung eigener Verbindlichkeiten, die als finanzielle Verpflichtungen zum Fair Value bilanziert sind. Auf bereinigter Basis erwartet UBS einen Vorsteuergewinn in Höhe von 2,5 bis 3,0 Mrd. CHF für 2012. Da das Quartal noch nicht abgeschlossen ist, sind die erwähnten Schätzungen Schwankungen unterworfen, bedingt durch Marktbewegungen (inklusive solche mit Bezug zu eigenen Verbindlichkeiten) und andere Faktoren, und sind im Hinblick auf Nachtsteuerbetrachtung abhängig von Steuerberechnungen.

Die Aktie von UBS notiert derzeit bei 15,16 Schweizer Franken (-0,59 Prozent). (19.12.2012/ac/n/a)

Nachrichten zu UBS AG (N)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu UBS AG (N)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
15.01.2015UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
13.01.2015UBS overweightMorgan Stanley
13.01.2015UBS buyDeutsche Bank AG
12.01.2015UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.01.2015UBS NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
15.01.2015UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
13.01.2015UBS overweightMorgan Stanley
13.01.2015UBS buyDeutsche Bank AG
12.01.2015UBS buySociété Générale Group S.A. (SG)
07.01.2015UBS overweightBarclays Capital
08.01.2015UBS NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
05.11.2014UBS NeutralCredit Suisse Group
16.10.2014UBS HaltenIndependent Research GmbH
29.09.2014UBS HoldCommerzbank AG
15.09.2014UBS Equal weightBarclays Capital
05.11.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
29.07.2014UBS VerkaufenBankhaus Lampe KG
26.08.2013UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
21.08.2013UBS verkaufenBankhaus Lampe KG
05.02.2013UBS verkaufenKepler Equities, Inc.
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für UBS AG (N) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow fester -- Deutsche Bank-Aktie mit neuem Allzeittief -- TV-Duell mit Schlagabtausch Trump-Clinton -- Commerzbank: 9.000 Stellen und Dividende in Gefahr -- Twitter im Fokus

Erste Bilder aufgetaucht: Google bringt neue Smartphones auf den Markt. American Express-Aktie steigt: Anleger erhalten mehr Dividende. Lufthansa-Aktie verliert: Aufsichtsrat entscheidet wohl zu Air-Berlin-Deal. EZB und Chinas Notenbank verlängern Währungsswap um drei Jahre.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Lohnt sich die Rente
Jetzt durchklicken
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Kanzlerin Merkel will der Deutschen Bank im Streit mit der US-Justiz nicht helfen. Was halten Sie von dieser Einstellung?