26.04.2013 11:10
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UBS kooperiert bei Hypothekenpapieren mit der Deutschen Bank

   Von Al Yoon

   Die Schweizer Großbank UBS und die Deutsche Bank gehen bei der Verbriefung von Immobilienkrediten künftig zum Teil gemeinsame Wege. Die UBS stellt gerade ihr mit Gewerbehypotheken besichertes Anleihengeschäft (CMBS) auf neue Füße und kann einen neuen Partner gut gebrauchen. Bereits im Juni wollen beide Unternehmen bei einer entsprechenden Transaktion kooperieren.

   Die neue Zusammenarbeit ergibt sich, nachdem sich die britische Bank Barclays bei CMBS-Deals von der UBS trennte. Typischerweise tun sich bei solchen Geschäften mehrere Kreditinstitute zusammen, um schnell die bei Verbriefungen oft übliche Summe von mehr als 1 Milliarde US-Dollar zusammenzubringen. UBS schloss sich für einen solchen Deal zuletzt im August 2011 mit der Deutschen Bank zusammen.

   Die UBS hat noch immer den Weggang ihres CMBS-Chefs, Kenneth Cohen, zu verkraften. Der Banker wechselte zur Bank of America. Nach ihm verließen weitere Mitarbeiter das Team. Die neue Mannschaft bei der UBS leiten David Nass und David McNamara. Das Team wächst und gedeiht, obwohl das größte Schweizer Geldhaus sein Investmentbanking eigentlich herunterfahren will. Die CMBS-Sparte soll jetzt sogar ausgebaut werden, sagte Nass. Der Schritt überrascht. Im Oktober hatte die Geschäftsbank einen massiven Stellenabbau im Anleihengeschäft angekündigt.

   Das Geschäft verlaufe mehr und mehr in den üblichen Bahnen, sagte Nass optimistisch. "Wir sind auf absolut gutem Wege, wieder wie früher unter die Top Fünf bei Kreditverbriefungen zu gelangen." Mit CMBS-Geschäften werden rund ein Viertel aller US-Gewerbeimmobilien finanziert. Die Sparte erlebt gerade ein erstaunliches Comeback. Während der Finanzkrise waren diese Geschäfte heftig in die Kritik geraten und ließen kräftig Federn.

   Jetzt locken die niedrigen Zinsen viele Schuldner an. Investoren greifen bei den CMBS wieder vermehrt zu, da hier noch vergleichsweise üppige Renditen zu erzielen sind. Deswegen nimmt auch die Auflage solcher Papiere deutlich zu.

   Angesichts des volumenstärksten Januars in der Geschichte dieses Markts setzen Analysten derzeit ihre Prognosen herauf. Das Emissionsvolumen könnte 2013 auf 80 Milliarden Dollar emporschießen nach gerade einmal 48 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Ein Großinvestor rechnet sogar mit einer Anleihenausgabe von annähernd 100 Milliarden Dollar.

   Mitmischen will künftig wohl auch wieder die Credit Suisse. Das Geldhaus baue ein Team mit Händlern auf, die sich mit diesen Wertpapieren beschäftigen sollen, hatten Informanten im Februar berichtet. 2011 hatte sie den Bereich wegen mauer Geschäfte dichtgemacht.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/axw/bam

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   April 26, 2013 05:05 ET (09:05 GMT)

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