DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neu IR-DatenAnleihen
handeln

04.05.2010 15:51

Senden

UPDATE: Abschluss von Nabucco-Lieferverträgen verschiebt sich

Gazprom (Spons ADRs) zu myNews hinzufügen Was ist das?


(NEU: Weitere Aussagen Judisch, Hintergrund) Von Martin Rapp

   Dow Jones NEWSWIRES

DÜSSELDORF (Dow Jones)--Der Energiekonzern RWE ist von der Realisierung der Nabucco-Erdgaspipeline weiter überzeugt. Allerdings ist die Frage der Lieferverträge weiter ungeklärt. Ein Abschluss bis zum ursprünglich geplanten Termin Ende Juni sei unwahrscheinlich, sagte Stefan Judisch, der bei der Essener RWE AG für den Strom- und Gashandel zuständig ist, am Dienstag während einer Telefonkonferenz für Journalisten.

   Judisch kündigte Vereinbarungen mit Lieferländern wie Turkmenistan und Aserbaidschan für die "kommenden Monate" an. Diese Zeitangabe stehe unter dem Vorbehalt der notwendigen politischen Entscheidungen, schränkte der Manager ein. So fordere etwa Turkmenistan von Transitländern und der Bundesrepublik noch völkerrechtlich verbindliche Zusagen, erklärte Judisch.

   Mit der Verzögerung bei den Lieferverträgen engt sich der zeitliche Spielraum für die endgültige Bauentscheidung ein. Diese ist für Ende dieses Jahres vorgesehen und RWE hält diese Planung weiter aufrecht. Ursprünglich sollte auch diese Entscheidung im ersten Halbjahr 2010 fallen.

   Nabucco ist ein Gemeinschaftsprojekt der Unternehmen Botas (Türkei), Bulgarian Energy (Bulgarien), MOL (Ungarn), OMV (Österreich), RWE und Transgas (Rumänien). Jeder Partner hält ein Sechstel der Anteile. Die aktuelle Planung sieht den Baubeginn für nächstes Jahr vor und die Fertigstellung für 2014. Ab dann soll Erdgas vornehmlich aus der kaspischen Region aber auch aus dem Nahen Osten über die Türkei nach Europa fließen und damit Europas Abhängigkeit von russischen Lieferungen eingedämmt werden.

   Die Kosten für das Projekt werden auf rund 8 Mrd EUR geschätzt. Judisch sagte, momentan werde alles durchgerechnet, eine Änderung des Investitionsrahmens sei möglich. Dabei erwarte er jedoch keine Verteuerung. "Die Kosten werden eher sinken als steigen", sagte er.

   Von verschiedenen Seiten werden, nicht zuletzt im Zuge der krisenbedingt schwächeren Gasnachfrage, Zweifel geäußert, ob das Projekt wirtschaftlich betrieben werden kann. Judisch sagte dazu, er rechne damit, dass sich das momentane Gasüberangebot mit der weiter steigenden Nachfrage und der anhaltenden Abnahme der innereuropäischen Förderung im Laufe des kommenden Jahres auflösen werde.

   Ein weiterer Grund für die Skepsis von Beobachtern ist das gleichzeitig vom russischen Gaskonzern Gazprom vorangetriebene Projekt "South Stream". Diese Röhre soll mit jährlich 63 Mrd Kubikmetern mehr als doppelt so viel Gas durchleiten wie Nabucco. RWE sieht sich mit den eigenen Plänen nicht in Konkurrenz und wirbt bei den Lieferländern unter anderem mit dem günstigeren Transport.

   Auch South Stream hat sich die Versorgungssicherheit Westeuropas auf die Fahnen geschrieben, allerdings aus russischer Perspektive. Dabei geht es um die Durchleitung von Erdgas durch das Schwarze Meer unter Umgehung der Ukraine, um den dort durch politische Differenzen gefährdeten Gastransit zu sichern.

   An dem Gazprom-Projekt ist auch der italienische Öl- und Erdgaskonzern Eni beteiligt. Seit gut einem halben Jahr wird zudem der Einstieg der französischen Stromkonzerns Electricite de France (EDF) diskutiert. Beim Bekanntwerden dieser Pläne hatten auch RWE und OMV offensiv für die Beteiligung eines französischen Konzerns bei Nabucco geworben.

   OMV wiederum hat erst am vorvergangenen Wochenende ein Abkommen zum Bau des österreichischen Teils von South Stream geschlossen. Diese Entscheidung habe keinen Einfluss auf Nabucco, sagte Judisch. Er habe keinen Grund an der Aussage von OMV zu zweifeln, dass dieses Projekt Priorität genieße.

Webseite: www.nabucco-pipeline.com

- Von Martin Rapp, Dow Jones Newswires; +49 (0) 211 13 87 214; martin.rapp@dowjones.com

DJG/mmr/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   May 04, 2010 09:18 ET (13:18 GMT)

   Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.- - 09 18 AM EDT 05-04-10

Kommentare zu diesem Artikel

Berta schrieb:
11.05.2010 09:29:30

Jetzt wird so ein Tamtam um diese Nabucco-Pipeline veranstaltet und dann kriegen die keien Lieferverträge. Das wär doch witzig

 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Gazprom (Spons. ADRs) zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
25.05.12Gazprom (Spons ADRs) buyUBS AG
30.04.12Gazprom (Spons ADRs) buySociété Générale Group S.A. (SG)
13.04.12Gazprom (Spons ADRs) overweightAlfa Bank
30.03.12Gazprom (Spons ADRs) overweightAlfa Bank
19.03.12Gazprom (Spons ADRs) overweightAlfa Bank
25.05.12Gazprom (Spons ADRs) buyUBS AG
30.04.12Gazprom (Spons ADRs) buySociété Générale Group S.A. (SG)
13.04.12Gazprom (Spons ADRs) overweightAlfa Bank
30.03.12Gazprom (Spons ADRs) overweightAlfa Bank
19.03.12Gazprom (Spons ADRs) overweightAlfa Bank
20.02.12Gazprom (Spons ADRs) neutralCredit Suisse Group
13.01.12Gazprom (Spons ADRs) equal-weightMorgan Stanley
01.12.11Gazprom (Spons ADRs) neutralCredit Suisse Group
24.11.11Gazprom (Spons ADRs) equal-weightMorgan Stanley
15.04.10Gazprom neutralUBS AG
27.05.10Gazprom "sell"ING
19.05.09Gazprom underweightAlfa Bank
06.04.09Gazprom underweightAlfa Bank
22.07.08Gazprom underweightJP Morgan Chase & Co.
09.02.06Gazprom neues KurszielCitigroup
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Gazprom (Spons. ADRs) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen