01.03.2012 14:01
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UPDATE: Allianz Deutschland will 2012 beim Gewinn wieder zulegen

   --Allianz Deutschland erwartet für 2012 spürbare Verbesserung beim Ergebnis

   --Umsätze sollen leicht sinken, aber bis 2014 um 500 Millionen Euro zulegen

   --Vorjahresgewinn deutlich eingebrochen

(Neu: Prognose, weitere Details)

Von Jörn Rehren Dow Jones NEWSWIRES UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Die Allianz Deutschland AG erwartet nach einem kräftigen Gewinneinbruch 2011 für das laufende Jahr eine spürbare Verbesserung beim Ergebnis. Die Umsätze der größten Tochter der Allianz SE sollen zwar leicht sinken, aber mit der Perspektive bis 2014 um 500 Millionen Euro steigen.

   Im vergangenen Jahr musste die Allianz Deutschland einen massiven Gewinneinbruch hinnehmen und erreichte damit nicht die im vergangenen August ohnehin gesenkte Prognose. Das operative Ergebnis ging um gut 18 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zurück, während damals noch das Vorjahresniveau angepeilt wurde. Der Nettogewinn brach ähnlich wie bei der Muttergesellschaft noch stärker, nämlich um fast die Hälfte auf 716 Millionen Euro ein. Die Umsätze gingen nur leicht zurück.

   "2011 war ein schwieriges Jahr", konstatierte der Vorstandsvorsitzende Markus Rieß auf der Jahrespressekonferenz in Unterföhring. Dennoch spricht er von einer neuen Wachstumsdynamik über fast alle Geschäftsbereiche hinweg. In der Sachversicherung sieht er eine "Trendwende", weil erstmals der langjährige Rückgang bei den Prämieneinnahmen gestoppt worden sei. "Das zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind", gab sich der Deutschland-Chef zuversichtlich.

   Grund für die schwachen Ergebniszahlen waren unter anderem hohe Schäden in der Sachversicherung. Vor allem extreme Unwetter in Deutschland im August und September belasteten mit jeweils dreistelligen Millionenbeträgen. Dass sich diese überdurchschnittliche Belastung wieder normalisiert, ist auch die Voraussetzung für die für 2012 erwartete Gewinnsteigerung. Die Schadenaufwendungen müssten sich dabei im Jahresvergleich um rund 200 Millionen Euro fast halbieren.

   Aber auch im wichtigen Kraftfahrzeugsegment hatte die Allianz Deutschland mit einer starken Schadenbelastung zu kämpfen, was sich in einer ungewöhnlich hohen Schaden-Kosten-Quote von 112 Prozent widerspiegelt. Bei Werten über 100 Prozent kann der Versicherer mit seinen Einnahmen nicht die anfallenden Schäden und Kosten decken. Die Allianz glaubt aber, hier mit den bereits um einen hohen einstelligen Prozentsatz erhöhten Tarifen sowie dem modular aufgebauten Konzept MeinAuto die Wende zu schaffen.

   Der Bereich Lebensversicherung hatte erneut mit dem stark zurückgehenden - allerdings auch wenig profitablen - Geschäft mit Einmalbeiträgen zu kämpfen und verdiente unter dem Strich gut zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Gewinn der Krankenversicherung schmolz um 17 Prozent. Die Beitragseinnahmen haben sich zwar stabilisiert, aber der Marktanteil der Münchener und auch die Zahl der Vollversicherten sinken kontinuierlich.

   Im Bankgeschäft lief es ebenfalls nicht rund. Hier drückten erhöhte Rücklagen für faule Kredite sowie eine Abschreibung auf den Firmenwert der Tochter Oldenburgische Landesbank (OLB) und bescherten dem Bereich mit 151 Millionen Euro einen deutlich höheren Verlust als im Vorjahr.

-Von Jörn Rehren, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 115, joern.rehren@dowjones.com DJG/reh/mgo (END) Dow Jones Newswires

   March 01, 2012 07:31 ET (12:31 GMT)

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