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02.02.2012 15:59

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UPDATE: China erwägt stärkeres Engagement in EFSF und ESM


   (NEU: Weitere Aussagen Wens, Hintergrund)

   PEKING (Dow Jones)--China hat seine Bereitschaft signalisiert, sich bei der Krisenbewältigung in Europa finanziell stärker zu engagieren. Premierminister Wen Jiabao sagte anlässlich eines Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), China erwäge ein stärkeres Engagement über die Rettungsinstrumente EFSF und ESM, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Die Bemerkung von Wen ist die bislang stärkste öffentliche Andeutung eines chinesischen Regierungsvertreters, dass China seine Investments in die Rettungsfonds aufstocken könnte. Das exportstarke Schwellenland verfügt mit rund 3 Billionen US-Dollar über die weltweit größten Devisenreserven.

   Das Staatsfernsehen zitierte Wen indessen mit der Aussage, Europas eigene Anstrengungen seien die Grundlage und der Schlüssel zur Lösung der Staatsschuldenkrise. China habe Vertrauen in die europäische Wirtschaft sowie den Euro und unterstütze die Bemühungen zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung, sagte Wen. China unterstütze zudem den Internationalen Währungsfonds (IWF) und andere Institutionen, die mit der Lösung der Krise befasst seien.

   China hat sehr früh EFSF-Anleihen gekauft, um seine hauptsächlich in US-Dollar angelegten Devisenreserven zu diversifizieren. Der genaue Umfang des Engagements ist aber nie veröffentlicht worden. Schätzungen zufolge hält die Volksrepublik bereits europäische Staatsanleihen im Wert von mehr als 500 Milliarden Dollar. Als die Europäer im Oktober 2011 eine Hebelung des EFSF anstrebten, um die finanzielle Feuerkraft des Vehikels zu erhöhen, hatten sich die Chinesen zunächst sehr zögerlich gezeigt. Zu dieser Zeit präferierte Chinas Führung, die zusätzliche Unterstützung für Europa über Kanäle wie den IWF zu leisten.

   Der langfristig angelegte Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) soll eine Kapazität von rund 500 Milliarden Euro haben, während die temporäre Europäische Finanzstabilitätsfazilität noch Finanzmittel von etwa 250 Milliarden Euro übrig hat. Einige Analysten hatten spekuliert, dass China von Europa für weitere Hilfen Zugeständisse auf dem Feld der Politik oder des Handels fordern könnte. Bislang gibt es allerdings keine Anzeichen dafür.

Büro Peking, bearbeitet von Andreas Plecko, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 - 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com

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   February 02, 2012 09:28 ET (14:28 GMT)

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