18.02.2013 16:58
Bewerten
 (0)

UPDATE: Draghi bekräftigt EZB-Haltung zu Euro-Wechselkurs

   --Draghi: Wechselkurs ist kein Politikziel

   --Draghi: Realer effektiver Wechselkurs nahe am langfristigen Durchschnitt

   (NEU: Details aus der Anhörung des EZB-Präsidenten)

   Von Hans Bentzien

   EZB-Präsident Mario Draghi hat nach dem G-20-Treffen am Wochenende die Haltung der Europäischen Zentralbank zum Euro-Wechselkurs bekräftigt. Bei seiner vierteljährlichen Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlament sagte Draghi, der Wechselkurs sei kein Ziel der Geldpolitik, er sei aber wichtig für Wachstum und Preisstabilität.

   Draghi machte deutlich, dass er den Euro derzeit nicht für überbewertet hält. "Der reale effektive Wechselkurs des Euro entspricht im großen und ganzen dem langfristigen Durchschnitt", sagte er. Der oberste Währungshüter betonte, dass der jüngste Anstieg des Euro-Wechselkurses das Risiko beinhaltet, dass die Inflation im Euroraum niedriger ausfällt als derzeit von der Zentralbank erwartet.

   Ein stärkerer Euro sorgt dafür, dass Unternehmen Produkte günstiger importieren können. Die EZB wird den Einfluss des Euro auf die Inflation laut Draghi im Rahmen der im März anstehenden Prognosen prüfen.

   Nach Draghis Worten rechnet die EZB derzeit damit, dass die Inflation demnächst unter die Marke von 2 Prozent fällt, wo sie im Januar stand. Die EZB ist auf die Bewahrung mittelfristiger Preisstabilität verpflichtet, die sich bei einer Inflation von knapp 2 Prozent gewährleistet sieht.

   Die Finanzminister und Notenbankgouverneure der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) haben sich am Wochenende darauf geeinigt, ihre Geldpolitik alleine an wirtschaftlichen Erfordernissen zu gestalten und nicht, um den Wechselkurs der Landeswährung zu drücken. Draghi sagte in der Anhörung, den G-20 sei es vor allem darum gegangen, eine größere verbale Disziplin zu erreichen. Die Verwendung des Begriffs Währungskrieg sei eine Übertreibung.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   February 18, 2013 10:28 ET (15:28 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 28 AM EST 02-18-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt fast 3 Prozent fester -- Dow auf Höhenflug -- Deutsche Bank vor Postbank-Verkauf? -- Daimler-Partner BYD verliert 50-Prozent -- United Internet, QSC im Fokus

Milliardendeal zwischen BASF und Gazprom geplatzt. Ölpreise geraten erneut unter Druck. IPO: Samsungs De-facto-Holding mit erfolgreichem Börsengang. sieht im kommenden Jahr deutliches Wachstum. Uralkali weitet Produktion aus. Zynga hofft auf Bugs Bunny & Co. EZB veröffentlicht Sitzungsprotokolle nach vier Wochen.

Themen in diesem Artikel

Wer hat die USA von Platz 1 verdrängt?

schaften der Welt

europa

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

So viel erhalten die Deutschen

Aktien-Profiteure der Cannabis-Legalisierung in den USA

Mit welchen Techniken sparen Weltkonzerne Steuern?

Welche sind die reichsten Amerikaner unter 40 Jahren?

Wenn Zukunft Gegenwart wird

mehr Top Rankings

Umfrage

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich mit Haut und Haar für das Freihandelsabkommen mit den USA stark machen. Was halten Sie von TTIP?