DAX8.305-0,6%  Dow15.3030,1%  Euro1,29400,0% 
ESt502.764-0,5%  Nas3.4590,0%  Öl102,60,0% 
TDax958,0-0,3%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.387-0,3% 

06.02.2013 21:58

Senden

UPDATE: Dt. Bank suspendiert weitere Händler wegen Zinsmanipulation

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


   --Deutsche Bank suspendiert fünf weitere Händler

   --Zwei Händler waren bereits im Zinsskandal entlassen worden

(NEU: Weitere Details und Hintergründe)

Von Madeleine Nissen Die Deutsche Bank kommt bei ihren internen Untersuchungen im Skandal um die Manipulation der Zinssätze Euribor und Libor voran. Nachdem bislang zwei Händler im Zusammenhang mit Libor-Manipulationen suspendiert worden sind, wurden nun fünf weitere Mitarbeiter freigestellt. Das sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person zu Wall Street Journal Deutschland. Diese waren im Geldhandel auch für die Festsetzung des Euribor zuständig und auf niedrigen bis mittleren Hierarchiestufen angesiedelt, wie die Person sagte.

   Die Deutsche Bank verwies auf die bisherige Stellungnahme, wonach sie Mitarbeiter mit einem unangemessenen Verhalten" suspendiert oder entlassen hat. Die Führung der Bank wusste nichts von den Verfehlungen, hatte Aufsichtsratschef Paul Achleitner betont.

   Die Aufsichtsbehörden in Deutschland, Großbritannien und den USA ermitteln mit Hochdruck, inwieweit Bankenmitarbeiter tatsächlich die Zinsen manipuliert haben. Auf den Euribor und Libor basieren Finanztransaktionen in Billionenhöhe. Bei den Ermittlungen gerät der Euribor zunehmend in den Fokus. Die Untersuchungen laufen in Deutschland seit Sommer vergangenen Jahres. Nachdem sich die RBS an diesem Mittwoch auf eine Strafzahlung von 613 Millionen US-Dollar geeinigt hat, wird als nächstes ein Ergebnis bei der Deutschen Bank erwartet.

   Bei der RBS waren wohl 21 Mitarbeiter involviert. Der Chef des RBS-Investmentbanking, John Hourican, wird als Konsequenz seinen Hut nehmen. Die RBS hob hervor, dass Hourican an der mutmaßlichen Zinsmanipulation nicht beteiligt war. Bei der Deutschen Bank fallen die Verfehlungen unter den damaligen Bereich des jetzigen Co-Vorstandschefs Anshu Jain: das Investmentbanking.

   Die schweizerische Großbank UBS hatte in dem Zusammenhang bereits 1,4 Milliarden Franken zahlen müssen, um sich freizukaufen. Die britische Bank Barclays war mit der Zahlung von rund 450 Millionen US-Dollar deutlich glimpflicher davongekommen.

   Offiziell gibt es kaum Aussagen der Bank zu den Manipulationen. Sowohl bei der Pressekonferenz Ende Januar als auch bei der Anhörung vor dem Ausschuss des Bundestages waren die Aussagen des zuständigen Vorstands, Stephan Leithner, äußerst knapp. Das ist verständlich: Jede Aussage kann gegen die Bank verwendet werden. Auch wenn sie sich mit den Behörden auf Strafzahlungen einigt, ist das noch lange nicht das Ende vom Lied. Vor allem in den USA scharen klagefreudige Investoren, die sich durch die Manipulationen geschädigt sehen, schon mit den Füßen.

   In Deutschland sorgte eine Klage von Metzler Investment bereits im Herbst 2011 für Schlagzeilen. Das Investmenthaus hatte sich einer Sammelklage mit anderen Kapitalanlagegesellschaften angeschlossen, die sich gegen mehr als zwanzig Institute in den USA richtet. Zu den beklagten Instituten gehört auch die Deutsche Bank. Der Fall läuft noch.

   Indes versucht die Deutsche Bank wenigstens an anderer Stelle Geld zu sparen. Sie will im Libor-Skandal Bonuszahlungen in Millionenhöhe so lange einfrieren, bis Klarheit herrscht. So hat die Bank einen der verdächtigen Händler nicht nur entlassen, sondern auch Bonuszahlungen an ihn von 40 Millionen Euro auf Eis gelegt. Das sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

   Eine Gruppe um den Händler Christian Bittar war bei der Deutschen Bank nach Angaben eines Insiders für Geschäfte zuständig, die sich auf wichtige Zinssätze wie Libor oder Euribor bezogen. Bittar soll auch versucht haben, sich mit Händlern anderer Banken zusammenzutun, um diese Zinssätze zu beeinflussen.

   Händler wie er wurden prozentual an den Gewinnen beteiligt, die sie der Bank einbringen. Die Entlohnung wurde üblicherweise zeitlich gestreckt: Der Bonus bestand aus einem Baranteil und Aktienanteilen, die über drei Jahre ausbezahlt wurden. Die Deutsche Bank schloss den Bereich des Eigenhandels, in dem Bittar arbeitete, Ende 2008. Er war einer von zwei Händlern, die 2011 schon in Verbindung mit den versuchten Manipulationen entlassen wurden.

   Zu dem Artikel hat Laura Stevens beigetragen.

Kontakt zum Autor: Madeleine.Nissen@dowjones.com DJG/flf (END) Dow Jones Newswires

   February 06, 2013 15:28 ET (20:28 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 28 PM EST 02-06-13

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Deutsche Bank AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leicht im Plus -- ifo-Geschäftsklima hellt unerwartet auf -- Eurogruppenchef erwägt neuen Schuldenschnitt für Athen -- EADS, VW, Continental im Fokus
Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit. Gerresheimer hält sich bei Übernahmen zurück. Douglas-Aktionäre bekommen höhere Barabfindung. US-Neuaufträge für langlebige Güter steigen. SAP baut Vorstand gründlich um. Börsenaufsicht untersucht Ausverkauf bei Bankia. Patentschutz für Viagra läuft aus. » mehr
21.05.13
Dirk Müller: „Von einer Aktienblase sind wir meilenweit entfernt“ (finanzen.net)
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
30.04.13
Apple emittiert erste Anleihe seit 17 Jahren (finanzen.net)
05.05.13
Updates zu Siemens, VW, Infineon, Qiagen und Telekom (dpa-afx)
30.04.13
Kapitalerhöhung im Eiltempo - Börse bejubelt Deutsche Bank (dpa-afx)
11.05.13
Die neue Macht im DAX (finanzen.net)
16.05.13
Updates zu Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler und Deutsche Bank (dpa-afx)
28.04.13
Updates zu Aixtron, BASF, Daimler, Deutsche Bank und Eon (dpa-afx)
DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leicht im Plus -- ifo-Geschäftsklima hellt unerwartet auf -- Eurogruppenchef erwägt neuen Schuldenschnitt für Athen -- EADS, VW, Continental im Fokus
Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit. Gerresheimer hält sich bei Übernahmen zurück. Douglas-Aktionäre bekommen höhere Barabfindung. US-Neuaufträge für langlebige Güter steigen. SAP baut Vorstand gründlich um. Börsenaufsicht untersucht Ausverkauf bei Bankia. Patentschutz für Viagra läuft aus. » mehr
21.05.13
Dirk Müller: „Von einer Aktienblase sind wir meilenweit entfernt“ (finanzen.net)
14.05.13
Commerzbank verschleudert neue Aktien (Dow Jones)
30.04.13
Apple emittiert erste Anleihe seit 17 Jahren (finanzen.net)
05.05.13
Updates zu Siemens, VW, Infineon, Qiagen und Telekom (dpa-afx)
30.04.13
Kapitalerhöhung im Eiltempo - Börse bejubelt Deutsche Bank (dpa-afx)
11.05.13
Die neue Macht im DAX (finanzen.net)
16.05.13
Updates zu Allianz, Bayer, Commerzbank, Daimler und Deutsche Bank (dpa-afx)
28.04.13
Updates zu Aixtron, BASF, Daimler, Deutsche Bank und Eon (dpa-afx)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
21.05.13Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
16.05.13Deutsche Bank kaufenExane-BNP Paribas SA
06.05.13Deutsche Bank kaufenWarburg Research
03.05.13Deutsche Bank kaufenCommerzbank AG
02.05.13Deutsche Bank kaufenBarclays Capital
21.05.13Deutsche Bank kaufenIndependent Research GmbH
16.05.13Deutsche Bank kaufenExane-BNP Paribas SA
06.05.13Deutsche Bank kaufenWarburg Research
03.05.13Deutsche Bank kaufenCommerzbank AG
02.05.13Deutsche Bank kaufenBarclays Capital
02.05.13Deutsche Bank haltenUBS AG
30.04.13Deutsche Bank haltenMorgan Stanley
30.04.13Deutsche Bank haltenUBS AG
30.04.13Deutsche Bank haltenCredit Suisse Group
30.04.13Deutsche Bank haltenNomura
30.04.13Deutsche Bank verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
12.04.13Deutsche Bank verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
01.03.13Deutsche Bank verkaufenGoldman Sachs Group Inc.
19.02.13Deutsche Bank verkaufenCredit Suisse Group
04.02.13Deutsche Bank verkaufenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Bank AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

Deutsche Bank AG35,14
-2,39%
Deutsche Bank Jahreschart

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen