20.06.2013 13:29
Bewerten
(9)

UPDATE : Finanzministerium sieht allmähliche Konjunkturerholung im 2. Quartal

   -- Ministerium: Schwächephase der Industrie könnte überwunden sein

   -- Steuereinnahmen steigen im Mai um mehr als fünf Prozent

   -- Schäuble sieht nur begrenzte Spielräume

   (NEU: Schäuble, Hintergrund)

   Von Andreas Kißler

   BERLIN--Das Bundesfinanzministerium (BMF) erwartet angesichts der jüngsten Wirtschaftsdaten eine allmähliche Konjunkturerholung im zweiten Quartal. "Die deutsche Wirtschaft ist insgesamt gut in das zweite Quartal gestartet", erklärte das Ministerium in seinem aktuellen Monatsbericht für Juni. "Dies spricht zusammen mit der Stimmungsverbesserung in den Unternehmen für eine allmähliche Erholung nach der wirtschaftlichen Schwächephase im Winterhalbjahr 2012/2013." Die temporäre Schwächephase in der deutschen Industrie könnte "allmählich überwunden sein".

   Die Entwicklung der Steuereinnahmen weist unterdessen weiter aufwärts und stützt die Erwartung eines Konjunkturaufschwungs. Die gesamtstaatlichen Steuereinnahmen kletterten nach den Statistiken des Finanzministeriums ohne reine Gemeindesteuern im Mai 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,4 Prozent. Hierzu hätten besonders die Ländersteuern beigetragen. Der Bund verbuchte einen Zuwachs um 3,1 Prozent. Das gesamte Steueraufkommen für den Zeitraum Januar bis Mai übertraf das Vorjahresniveau um 3,2 Prozent, das des Bundes um 1,4 Prozent.

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) warnte allerdings vor einer Überinterpretation dieser aktuellen Zahlen. "Sie können aus den monatlichen Steuereinnahmen wenig ableiten", gab er bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin zu bedenken. "Die gehen mal ein bisschen rauf und mal ein bisschen runter, das sagt aber für die Gesamtentwicklung relativ wenig aus."

   Insgesamt bestünden "nur begrenzte Spielräume" und zusätzliche Belastungen aus der Flutkatastrophe sei zu schultern, die erhebliche Mittel erfordere. "Mit diesen Monatszahlen kann ich nicht so furchtbar viel Belastbares anfangen", folgerte Schäuble.

   In der vergangenen Woche hatte bereits das Bundeswirtschaftsministerium Grund für Wachstumsoptimismus gesehen und ein Anziehen der deutschen Konjunktur im weiteren Jahresverlauf vorhergesagt. "Insgesamt zeigt sich das Bild einer allmählich in Gang kommenden konjunkturellen Erholung", hatte das Ministerium von Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) erklärt.

   Die Bundesregierung hat Ende April ihre Wachstumsprognose für 2013 leicht erhöht. Sie rechnet mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,5 Prozent in diesem Jahr und von 1,6 Prozent im nächsten Jahr. Rösler rechnet damit, dass das deutsche Wachstum in diesem und im nächsten Jahr von der Binnenwirtschaft getragen wird.

   Auch bei einem Wiederanziehen der Konjunktur dürfte sich nach der Erwartung des Finanzministeriums aber das gemäßigte Preisklima fortsetzen. Zwar werde für den weiteren Jahresverlauf in den meisten Prognosen eine allmählich zunehmende Dynamik der Weltwirtschaft erwartet. "Im Zusammenspiel der Nachfrage- und Angebotsverhältnisse in Deutschland ist gleichwohl damit zu rechnen, dass in Deutschland die Preisniveauentwicklung ruhig bleibt", betonte das Ministerium.

   Kontakt zum Autor: andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   June 20, 2013 06:59 ET (10:59 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 59 AM EDT 06-20-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- Dow Jones endet im Plus -- Analyse belastet HeidelDruck-Aktie -- Deutscher Bank drohen wohl 60 Millionen Dollar Verlust -- RWE, Nestlé, Facebook im Fokus

LANXESS will an Neuordnung der Chemie auch durch Zukäufe teilnehmen. Lufthansa erreichen höchsten Stand seit Mitte Juni 2014. EZB fühlt sich wohl missverstanden bei Draghi-Äußerungen. Geschäfte mit Sojabohnen beflügeln Monsanto. Buffett kritisiert Entwurf für Obamacare-Umbau. Hella-Aktie unter Druck. Bundesbank-Vorstand Dombret sieht Immobilienboom in Deutschland mit Sorge.

Top-Rankings

Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
KW 25: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 25: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diese Unternehmen investiert Amazon
Welche Unternehmen profitieren von Jeff Bezos?
Diese Millionenbeträge verdienten die Sport-Stars in 2017
Diese Profis konnten ihren Kontostand 2017 deutlich verbessern
Die bestbezahlten Promis
Wer verdient am meisten?
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Qualitätsstandards
Diese Länder haben den höchsten Qualitätsstandard
mehr Top Rankings

Umfrage

Von wem lassen Sie sich bei Entscheidungen über Ihre Geldanlage beraten?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
CommerzbankCBK100
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Nordex AGA0D655
VapianoA0WMNK
Schaeffler AGSHA015
Amazon906866
EVOTEC AG566480
Deutsche Telekom AG555750
Heidelberger Druckmaschinen AG731400
Lufthansa AG823212