--Leerstandsquote auf 3,3 Prozent reduziert
--Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung steigt nach Zukauf und durch Mietsteigerungen
--Konzernergebnis deutlich unter Vorjahr
--2011 hatte Verkauf von Kabelnetz Konzernergebnis positiv beeinflusst
(Ergänzt weitere Hintergründe)
Von Alexandra Edinger
Dow Jones NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Gesteigerte Erträge bei Vermietung und Verpachtung sowie eine gesunkene Leerstandsquote haben bei GSW Immobilien für einen guten Start ins neue Jahr gesorgt. Zwar sank das Konzernergebnis des Immobilienkonzerns fast um drei Viertel. Allerdings war ein im Januar 2011 abgeschlossener Verkauf hier ein maßgeblicher positiver Einflussfaktor gewesen. Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte GSW.
Im ersten Quartal 2012 reduzierte das Immobilienunternehmen die Leerstandsquote um 0,4 Prozentpunkte auf 3,3 Prozent. Die Funds from Operations ohne Vertriebsergebnis (FFO I), die Kennzahl für den operativen Cashflow, kletterte um über ein Zehntel auf 15 Millionen Euro.
Zudem konnte das Ergebnis aus Vermietung und Verpachtung um knapp 5 Millionen auf 39,7 Millionen Euro gesteigert werden. Wesentlicher Einflussfaktor für diese Steigerung waren der Erwerb eines Immobilienportfolios mit mehr als 4.800 Einheiten im vierten Quartal 2011. Außerdem kann GSW hier von Mietsteigerungen profitieren.
Dagegen sank das operative Ergebnis (EBIT) im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal 2011 von 48,3 auf 31,7 Millionen Euro. Allerdings hatte GSW im ersten Quartal 2011 aus dem Verkauf des Kabelnetzes der Berlin Mediahaus GmbH einen Sondereffekt von 25,4 Millionen Euro verbucht. Wird dieser Effekt herausgerechnet, dann ergibt sich ein Anstieg des EBIT um 8,8 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Steigerung begründet das Unternehmen mit höheren Vermietungs- und Vertriebsergebnissen sowie dem Rückgang der Verwaltungskosten.
Die beschriebenen Sondereffekte wirken sich auch auf das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Immobilienbewertung (EBITDA) aus. Bereinigt ergibt sich hier ein Anstieg um 4,5 Millionen auf 33,3 Millionen Euro. Das Konzernergebnis ging in den ersten drei Monaten 2012 auf 8,7 Millionen Euro zurück. Auch in diesem Fall war das Ergebnis aus dem ersten Quartal 2011 mit 33,2 Millionen Euro maßgeblich positiv vom Verkauf des Kabelnetzes beeinflusst worden. Bereinigt um diesen Sondereffekt verzeichnete das Konzernergebnis im ersten Quartal einen Anstieg um 0,9 Millionen Euro.
Im Gesamtjahr 2012 will der Vorstand weiterhin beim FFO I ein Ergebnis von 59 bis 63 Millionen Euro erzielen. Zudem ist GSW auf der Suche nach weiteren Objekten, die gekauft werden können. Dazu hatte das Unternehmen Ende April und Anfang Mai mit einer Kapitalerhöhung rund 190 Millionen Euro eingesammelt.
Ein Händler hält Aufschläge bei GSW nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen für möglich. Die Zahlen bewegten sich im Rahmen der Erwartungen, der Ausblick sei bestätigt worden. Angesichts eines Abschlags von 15 Prozent auf den Net Asset Value (NAV) sieht der Teilnehmer aber durchaus Potenzial nach oben für das Papier. Im Conference Call könnte sich GSW zu möglichen Akquisitionszielen äußern.
In Medien wird derzeit spekuliert, dass GSW an Baubecon, der Immobilientochter der Großbank Barclays, Interesse haben könnte. Hier stehen rund 21.000 Einheiten zum Verkauf.
-Von Alexandra Edinger, Dow Jones Newswires,
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May 21, 2012 02:57 ET (06:57 GMT)
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