--Gerresheimer gibt verhaltene Prognose ab
--Zahlen im vierten Quartal unter Markterwartung
--Dividende soll um 0,10 Euro auf 0,60 Euro steigen
(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Analystenstimmen)
Von Heide Oberhauser-Aslan
DOW JONES NEWSWIRES
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Bei dem Düsseldorfer Verpackungsspezialisten Gerresheimer wird es im laufenden Jahr wohl keine großen Wachstumssprünge geben. Vor allem die unsichere Marktentwicklung im Geschäft mit Kunden aus der Kosmetikindustrie hat den Konzern vorsichtig gemacht. Das starke Umsatzwachstum mit Kosmetikprodukten aus dem Vorjahr sei in diesem Jahr nicht zu erreichen, erklärte das Unternehmen am Mittwoch. Gerresheimer liefert Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff hauptsächlich an die Pharma- und Healthcare-Industrie.
Im laufenden Geschäftsjahr soll die bereinigte operative Gewinnmarge mit rund 19,5 Prozent unter Vorjahr liegen. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum wird mit 5 Prozent bis 6 Prozent ebenfalls schwächer als im Vorjahr eingeschätzt.
Mit der verhaltenen Prognose schickte der Konzern die Aktie am Mittwoch auf Talfahrt. Das Papier lag gegen 10 Uhr mit 8,3 Prozent im Minus und notierte bei 33,56 Euro. Die Aktie war damit der schwächste Wert im MDAX.
Der Konzern konnte im Geschäftsjahr 2010/11 per Ende November Umsatz und Ergebnis zwar steigern, die Zahlen blieben aber unter den Analystenprognosen. Der Umsatz legte um 6,8 Prozent auf 1,095 Milliarden Euro zu. Zum Anstieg beigetragen habe vor allem das Kerngeschäft mit pharmazeutischen Primärverpackungen aus Glas und Kunststoff, hieß es. Das bereinigte EBITDA kletterte im gleichen Zeitraum um 6,3 Prozent auf 217 Millionen Euro, die Marge erreicht damit 19,9 Prozent. Nach Steuern und Anteilen verdiente der Konzern mit 54,4 Millionen Euro noch 16,5 Prozent mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Dividende soll um 0,10 Euro auf 0,60 Euro steigen.
Im laufenden Jahr will das Unternehmen vor allem mit Produkten zur sicheren und einfachen Verabreichung von Medikamenten wachsen. Gerresheimer rechnet dabei mit einem anhaltend guten Geschäft mit pharmazeutischen Primärverpackungen wie Ampullen und Fläschchen. Ein Großteil des geplanten Investitionsvolumens von 100 Millionen Euro soll in den Ausbau des Geschäfts mit Produkten fließen, mit deren Hilfe sich Patienten selbst Medikamente verabreichen können. Auch Zukäufe stehen bei Gerresheimer weiter auf der Agenda und das Geschäft in Schwellenländern will der Konzern weiter ausbauen.
Analysten zeigten sich neben dem schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen vor allem enttäuscht von der EBITDA-Margen-Prognose. Sie habe unter den Markterwartungen gelegen hieß es.
-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires
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February 08, 2012 04:03 ET (09:03 GMT)
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