14.11.2011 09:05
Bewerten
(0)

UPDATE: Hochtief korrigiert Prognosen - Airport-Verkauf zieht sich

   --Verkauf der Flughafenbeteiligungen möglicherweise erst 2012

   --Verlust im laufenden Jahr möglich

   --Hochtief für 2012 vorsichtiger

   (Durchgehend neu)

Von Natali Schwab DOW JONES NEWSWIRES ESSEN (Dow Jones)--Der Verkauf der Flughafensparte des Baukonzerns HOCHTIEF verzögert sich. Der Konzern korrigierte daher am Montag seine Prognosen für 2011 und hält nun im laufenden Jahr rote Zahlen für möglich. Im dritten Quartal schrieb der Konzern zwar wieder einen Gewinn, der jedoch nicht ausreicht, um die im ersten Halbjahr aufgelaufenen Verluste auszugleichen.

   Dabei bekommt Hochtief das zunehmend schwieriger werdende konjunkturelle Umfeld zu spüren: Das Unternehmen nahm daher auch von der Prognose für das kommende Jahr Abstand.

   Die makroökonomische Situation habe dazu geführt, dass der Verkauf der Flughafenbeteiligungen womöglich nicht mehr im laufenden Jahr stattfinde, erklärte das Essener Unternehmen. Hochtief stehe aber weiter in "intensiven Verhandlungen" und sei zuversichtlich, die Transaktion in "naher Zukunft" abzuschließen. Dem Vernehmen nach verhandelt Hochtief mit dem französischen Baukonzen Vinci sowie der chinesischen HNA über den Verkauf.

   Erfolgt der Verkauf der Flughafensparte nicht mehr im laufenden Jahr, geht Hochtief von einem Konzernverlust von etwa 100 Mio EUR aus. Das operative Ergebnis EBITA sieht der Konzern bei plus 100 Mio EUR.

   Würde der Verkauf von Hochtief Airport dagegen noch in diesem Jahr gelingen, ändert sich die bisherige Prognose von Hochtief nicht. Der Konzern erwartet dann weiterhin ein Vorsteuerergebnis von über der Hälfte des Vorjahreswerts von 757 Mio EUR sowie einen Konzerngewinn über Vorjahresniveau von 288 Mio EUR.

   Unberührt bleibt die Prognose von einer derzeit laufenden Neubewertung von Risiken für Straßenprojekte in Griechenland und Chile, für die Hochtief möglicherweise weitere Vorsorgemaßnahmen treffen muss. In dem hochverschuldeten Griechenland etwa betreibt Hochtief über ein Konsortium zwei Mautstraßen, deren Erlöse hinter den Erwartungen zurückbleiben, da viele Griechen die Maut nicht zahlen.

   In den ersten neun Monaten musste Hochtief einen Konzernverlust von knapp 53 Mio EUR hinnehmen, nachdem das Unternehmen im Vorjahr noch einen Gewinn von rund 143 Mio EUR erzielt hatte. Zwar schrieb Hochtief im dritten Quartal mit rund 99 Mio EUR wieder schwarze Zahlen, den Verlust aus dem ersten Halbjahr, der durch Probleme bei der australischen Tochter Leighton angefallen war, konnte der Konzern damit jedoch nicht ausgleichen. Die Zahlen lagen dabei unter den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Analysten.

   Das operative Ergebnis EBITA stieg im dritten Quartal auf 372 (Vorjahr: 147) Mio EUR. Leighton trug dabei wieder stark zum Gewinn bei, dabei profitierte der Konzern vom Verkauf dreier Eisenerzprojekte durch Leighton.

   Der Auftragseingang blieb zum 30. September mit rund 16 Mrd EUR um knapp 17% hinter dem Vorjahreswert zurück: Die Verschiebung von Großprojekten des Bereichs Asia Pacific in das vierte Quartal, Verzögerungen bei großen Projekten in Deutschland und im Mittleren Osten sowie negative Währungseffekte im Bereich Americas waren der Grund dafür. Der Auftragsbestand betrug 44,5 Mrd EUR, 8% mehr als im Vorjahr und sorgt für eine rechnerische Auslastung von 22 Monaten.

   Aufgrund der Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung korrigierte Hochtief, die mittlerweile mehrheitlich zum spanischen Baukonzern ACS gehört, auch die Prognose für 2012. Der Konzern erwartet nun für das Geschäftsjahr 2012 ein Vorsteuerergebnis und einen Konzerngewinn, die deutlich über dem Ergebnis 2010 liegen werden. Darin würden die geplanten Sondereffekte aus dem Verkauf der Beteiligung an aurelis Real Estate und alle Ergebniseffekte, die sich aus dem Verkauf der Flughäfen in 2012 ergäben, enthalten sein.

   Bislang hatte Hochtief - abhängig vom Verkauf von aurelis - ein Vorsteuerergebnis von etwa 1 Mrd EUR und einen Konzerngewinn von etwa 500 Mio EUR erwartet. Der Vorsteuergewinn hatte 2010 nur 757 Mio EUR erreicht.

   Am Ausblick für 2013 hält der Konzern fest: Hochtief erwartet dann ein Vorsteuerergebnis von mehr als 1 Mrd EUR sowie einen Konzerngewinn von etwa 450 Mio EUR rein aus dem operativen Geschäft.

-Von Natali Schwab, Dow Jones Newswires, +49 69 29725119, natali.schwab@dowjones.com DJG/nas/jhe (END) Dow Jones Newswires

   November 14, 2011 02:35 ET (07:35 GMT)

   Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 35 AM EST 11-14-11

Nachrichten zu HOCHTIEF AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu HOCHTIEF AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
13.04.2017HOCHTIEF ReduceCommerzbank AG
10.04.2017HOCHTIEF HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
07.04.2017HOCHTIEF HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.03.2017HOCHTIEF ReduceKepler Cheuvreux
13.03.2017HOCHTIEF SellDeutsche Bank AG
28.07.2016HOCHTIEF buyS&P Capital IQ
11.03.2016HOCHTIEF kaufenBankhaus Lampe KG
01.03.2016HOCHTIEF buySociété Générale Group S.A. (SG)
29.02.2016HOCHTIEF kaufenBankhaus Lampe KG
26.02.2016HOCHTIEF kaufenDZ-Bank AG
10.04.2017HOCHTIEF HaltenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
07.04.2017HOCHTIEF HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
06.03.2017HOCHTIEF HoldHSBC
01.03.2017HOCHTIEF HaltenIndependent Research GmbH
01.03.2017HOCHTIEF HoldS&P Capital IQ
13.04.2017HOCHTIEF ReduceCommerzbank AG
30.03.2017HOCHTIEF ReduceKepler Cheuvreux
13.03.2017HOCHTIEF SellDeutsche Bank AG
02.03.2017HOCHTIEF VerkaufenDZ BANK
02.03.2017HOCHTIEF ReduceCommerzbank AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für HOCHTIEF AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins lange Wochenende -- S&P bestätigt Deutschlands Top-Bonität -- Gotham City plant weitere Berichte zu AURELIUS -- Air Berlin, Deutsche Bank, Alphabet, Amazon im Fokus

VW muss laut CEO Müller wegen Herausforderungen auch profitabel sein. Chevron schreibt wieder schwarze Zahlen. SolarWorld verringert Verluste. US-Wirtschaft startet schwächer als erwartet ins Jahr. Apple arbeitet offenbar an digitalem Geld-Transfer und Prepaid-Kreditkarte.

Top-Rankings

KW 17: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 17: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Metropolen der Superreichen
In diesen Städten leben die meisten Milliardäre
Utopische Summen
Die teuersten Fußballtransfers der Saison 2016/17
Verdienst der DAX-Chefs
Das verdienten die DAX-Bosse 2016
Das Vermögen dieser Milliardäre ist seit der Trump-Wahl am stärksten gewachsen
Wer profitierte am stärksten?
Das sind die exotischsten Börsenplätze der Welt
Klein aber oho?
mehr Top Rankings

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BASFBASF11
Daimler AG710000
BayerBAY001
BMW AG519000
Scout24 AGA12DM8
Allianz840400
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
adidas AGA1EWWW
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
Airbus SE (ex EADS)938914