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Von Frances Palgrave
Dow Jones NEWSWIRES
METZINGEN (Dow Jones)--Der Modekonzern Hugo Boss hat im ersten Quartal 2009 infolge der Wirtschaftskrise leichte Rückgänge beim Ergebnis und Umsatz verbucht. Die anhaltende Finanzkrise habe die Verbraucher verunsichert und den weltweiten Markt für Luxus- und Premiumgüter belastet, erläuterte der MDAX-Konzern am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalsbilanz. Durch die frühzeitig angestoßene strategische Neuausrichtung habe sich die globale Finanzkrise aber vergleichsweise moderat auf das Unternehmen ausgewirkt.
Im ersten Quartal 2009 sank das Konzernergebnis um 2% auf 64 Mio EUR. Das EBIT reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresquartal um 3% auf 92 Mio EUR. Bereinigt um Sondereffekte verringerte sich das EBIT um 8% auf 98 Mio EUR. Die Sondereffekte in Höhe von 6 Mio EUR führte das Unternehmen dabei im Wesentlichen auf die Umsetzung der 2008 beschlossenen Neuausrichtung des Konzerns zurück.
Analysten hatten im Vorfeld im Schnitt ein EBIT von 97 Mio EUR und ein gegenüber dem Vorjahreswert unverändertes Ergebnis nach Steuern und Anteilen Dritter von 65 Mio EUR erwartet.
Der Umsatz verringerte sich den weiteren Angaben zufolge um 5% auf 484 Mio EUR. Die Konsensprognose von Analysten hatte auf einen Umsatz von 488 Mio EUR gelautet.
Auf dem europäischen Markt verzeichnete der Konzern dabei einen Umsatzrückgang auf 348 (Vj 375) Mio EUR. Auf dem amerikanischen Kontinent stieg der Umsatz hingegen um knapp 4% auf 79 Mio EUR, wozu das in Mittel- und Südamerika ausgebaute Netzwerk direkt betriebener Einzelhandelsgeschäfte beitrug. Der Umsatz im Lizenzgeschäft mit Accessoires brach hingegen um 18% ein.
Der Vorstandsvorsitzende Claus-Dietrich Lahrs sagte, durch die zügige Umsetzung der Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung habe sich Hugo Boss rasch an die veränderten Marktbedingungen anpassen können. Damit könne der Konzern sein Wachstumspotenzial langfristig absichern.
Hugo Boss hat 2008 ein Programm aufgelegt, dass den Konzern verschlanken soll. Dadurch sollen die Prozesse in der Produktion, der Beschaffung und der Logistik vereinfacht werden. Das eigene Einzelhandelsgeschäft soll vorangetrieben und die Marken klarer voneinander abgetrennt werden.
Hugo Boss habe in den ersten drei Monaten 2009 seine weltweite Präsenz ausgebaut, heißt es in dem Geschäftsbericht dazu. In den kommenden Monaten sollen die konzerneigenen Einzelhandelsaktivitäten weiter forciert werden.
Für 2009 rechnet der Modekonzern nach wie vor noch mit einem Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr, während die bereinigte operative Ergebnismarge zulegen soll. "Das Jahr 2009 wird angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage ein sehr schwieriges Jahr", heißt es dazu in dem am Donnerstag veröffentlichten Quartalsbericht. Doch soll sich die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen bereits 2009 positiv auf die Kostenstruktur und das Ergebnis auswirken.
Mit einer Verbesserung der konjunkturellen Lage rechnet das Management erst ab 2010. Dies werde sich auch positiv auf die Geschäftsentwicklung auswirken. 2010 erwartet Hugo Boss eine Fortsetzung des profitablen Wachstums.
Der Kurs der im MDAX notierten Titel stieg bis gegen 12.28 Uhr um 1,3% auf 15,27 EUR.
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April 30, 2009 06:57 ET (10:57 GMT)
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