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Von Rüdiger Schoß
Dow Jones NEWSWIRES
BONN (Dow Jones)--Nach hohen Abschreibungen ist die IVG Immobilien AG im ersten Quartal in den roten Zahlen geblieben. Unter dem Strich schnitt der MDAX geführte Immobilienkonzern damit jedoch besser als vom Markt erwartet ab. Eine genaue Prognose traute sich das Unternehmen am Donnerstag in Bonn trotzdem nicht zu: Das Ergebnis werde "entscheidend" von der weiteren Umsetzung des Verkaufsprogramms und der Wertentwicklung der Immobilien abhängen, hieß es lediglich.
Für einen aussagekräftigen Ausblick auf das Gesamtjahr sei es noch zu früh, teilte der Vorstand mit. Im Vordergrund stehe die weitere Stabilisierung der IVG und die Verbesserung der Kostenstruktur. Das Ergebnis werde jedoch "entscheidend" von der weiteren Umsetzung des Verkaufsprogramms und der Wertentwicklung der Immobilien abhängen. Bis zum Jahresende will sich IVG von Immobilien für 900 Mio EUR trennen.
Bis Ende März trennte sich IVG von drei Immobilien im Wert von 140 Mio EUR. Zur weiteren Abwendung der existenzbedrohenden Liquiditätsknappheit hatte der Vorstand im März einen Konsortialkredit über 1,3 Mrd EUR ausgehandelt. Der Abschluss der erforderlichen Kredit- und Sicherheitsdokumentation stehe kurz bevor, hieß es.
"Mit der Prolongation der Finanzierung haben wir im März einen wichtigen Schritt getan. Nun kommt es drauf an, unser ambitioniertes Programm für 2009 sauber abzuarbeiten", sagte Vorstandssprecher Gerhard Niesslein.
Wie der im MDAX geführte Immobilienkonzern am Donnerstag in Bonn weiter mitteilte, summierten sich Marktwertänderungen bei Projekten und Immobilien im Auftaktquartal zu einer Belastung von rund 70 Mio EUR und sorgten unter dem Strich für 44,8 Mio EUR Konzernverlust. Im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern noch 12,1 Mio EUR verdient.
Im vergangenen Jahr war IVG wegen Bewertungsänderungen bei den noch in der Entwicklung befindlichen Projekten (215,1 Mio EUR) und negativen Marktwertänderungen des Investmentportfolios (671,2 Mio EUR) mit minus 452 Mio EUR deutlich in die Verlustzone geraten. Im ersten Quartal entfielen bei den Abschreibungen 33,7 Mio EUR auf Immobilien des Geschäftsbereichs Investment. Nächstgrößere Position waren mit 18,6 Mio EUR Wertveränderungen bei Finanzderivaten.
Mit 0,46 (VJ: +0,03) EUR unverwässertem Verlust je Aktie schloss der Konzern jedoch weniger schwach als erwartet ab. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit 0,52 EUR Verlust gerechnet. Der verwässerte Verlust je Aktie betrug 0,40 EUR nach 0,05 EUR Gewinn je Aktie im Jahr zuvor.
Der Umsatz der IVG Immobilien sank im ersten Quartal auf 123,2 (171,5) Mio EUR und blieb damit unterhalb der von Analysten erwarteten 139 Mio EUR. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen sackte auf 16,9 (102,1) Mio EUR. Analysten hatten im Durchschnitt mit lediglich 14 Mio EUR gerechnet. Der Net Asset Value (NAV) sank gegenüber dem vierten Quartal auf 12,11 von 12,70 EUR. Zwölf Monate zuvor hatte er noch mehr als das Doppelte betragen.
Zum Jahresauftakt hat die IVG damit besser abgeschlossen, als von Lampe-Analyst Frank Neumann erwartet. Operativ habe sich der Konzern trotz Finanzmarktkrise positiv entwickelt. Sowohl die Mieteinnahmen wie auch die Fondserlöse seien gestiegen, sagte Neumann Dow Jones Newswires. Erwartungsgemäß habe die IVG jedoch auf der anderen Seite weitere Abschreibungen auf das Immobilienportfolio vornehmen müssen. Neumann empfiehlt, die Aktie zu Halten. Sein Kursziel lautet 7 EUR.
Webseite: http://www.ivg.de
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May 07, 2009 03:06 ET (07:06 GMT)
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