08.02.2013 22:54
Bewerten
(0)

UPDATE: MÄRKTE USA/Schneesturm hält Wall Street dank guter Daten nicht auf

(NEU: US-Rentenmarkttabelle)

Von Florian Faust Überraschend gute Handelsdaten aus China und ein unerwartet niedriges Handelsbilanzdefizit in den USA haben zum Wochenschluss die Wall Street gestützt. Die Nachrichten hievten den Dow-Jones-Index temporär wieder über die Schlüsselmarke von 14.000 Punkten. Obwohl für den Nordosten der USA ein extremer Schneesturm vorausgesagt war, lief der Handel laut Börsenbetreiber NYSE reibungslos. Die Sorge über ein Schneechaos trieb aber die Aktie des Stromgeneratorherstellers Generac Holdings auf Allzeithoch, der Kurs zog um 1,9 Prozent an.

   Von einem solchen war der Dow-Jones-Index noch über 200 Punkte entfernt. Er stieg um 0,4 Prozent auf 13.993 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,6 Prozent zu und der Nasdaq-Composite rückte um 0,9 Prozent vor. Das Umsatzvolumen reduzierte sich wegen der Unwetterwarnung auf 0,58 (Donnerstag: 0,66) Milliarden Aktien - einige Händler waren zu Hause geblieben. 2.035 (1.295) Kursgewinner trafen auf 979 (1.727) -verlierer, unverändert schlossen 125 (122) Titel. "Nach den höchsten Januaraufschlägen seit vielen Jahren hatten viele Anleger mit einem Rücksetzer gerechnet, aber der Markt präsentiert sich noch immer recht stark", merkte Marktstratege Robert Pavlik von Banyan Partners an.

   Einen wichtigen Grund dafür stellten die US-Handelsdaten: "Die Handelsbilanz liefert Raum für eine Aufwärtsrevision der BIP-Daten zum vierten Quartal. Die Dollarabwertung macht die Vereinigten Staaten auf den Exportmärkten wettbewerbsfähiger", sagte Chefvolkswirt Kent Engelke von Capitol Securities. Der Rückgang des Handelsbilanzdefizits war der stärkste seit rund vier Jahren. Die Daten dokumentierten die neue Stärke der USA auf den globalen Energiemärkten. Denn das Handelsbilanzdefizit war zum Jahresende vor allem wegen schwacher Ölimporte um ein Fünftel gesunken und damit weitaus deutlicher als vorhergesagt.

   Frohe Kunde erreichte den Aktienmarkt zudem aus China, wo der Exportmotor trotz der flauen Weltkonjunktur auf Hochtouren läuft. Im Januar erreichte der Zuwachs der Ausfuhren das höchste Niveau seit April 2011 und strafte damit deutlich schwächere Prognosen Lügen. Auch die chinesischen Importe zogen signifikant an.

   Auch am US-Rentenmarkt zeigten die Konjunkturdaten lange Zeit Wirkung. Die Spekulation über eine Aufwärtsrevision des BIP im Schlussquartal 2012 belastete die US-Staatsanleihen, die sich jedoch im späten Geschäft erholten. Die Rendite zehnjähriger Treasurys fiel auf 1,95 Prozent. Am Devisenmarkt sank der Euro wieder deutlicher unter die Marke von 1,34 Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostete im späten US-Handel 1,3365 Dollar.

   Die China-Daten beflügelten derweil den Ölpreis: "Der Haupttreiber ist die Spekulation auf eine steigende Nachfrage aus China", sagte Ölanalyst Gene McGillian von Tradition Energy. Der Höhenflug der europäischen Referenzsorte Brent setzte sich fort, der Preis für die globaler gehandelte Ölsorte stieg um 1,4 Prozent bzw 1,66 Dollar auf das Neunmonatshoch von 118,90 Dollar. Belastet vom steigenden Dollar drehte der Preis für US-Leichtöl der Sorte WTI ins Minus und verbilligte sich um 0,1 Prozent oder 0,11 Dollar auf 95,72 Dollar. Beim Gold preisten Anleger weitere Lockerungen der globalen Geldpolitik aus, die Feinunze sank auf 1.669 Dollar nach zuletzt 1.671 Dollar.

   Am Aktienmarkt liefen die Titel aus dem Technologiesektor besonders gut: Die Anteilsscheine von Hewlett-Packard (+2,6 Prozent), Microsoft (+1,1 Prozent) und IBM (+1,0 Prozent) gehörten zu den größten Dow-Gewinnern. Die Apple-Aktie legte um 1,4 Prozent zu, der Technologieriese will den Vorschlag des Hedgefondsmanagers David Einhorn über die Einführung einer Vorzugsaktie prüfen. Die Papiere des Halbleiterkonzerns Microchip Technology schossen nach einer angehobenen Unternehmensprognose um 7,2 Prozent nach oben.

   Aktien der Ratingagentur Moody's standen dagegen unter Druck und verloren 7,7 Prozent. Viertquartalsumsatz und Ausblick waren gut ausgefallen. Allerdings ging die Sorge um, Moody's könnte das Schicksal von Wettbewerber Standard & Poor's teilen und ebenfalls mit einer US-Klage wegen zweifelhafter Bonitätsnoten konfrontiert werden. Der Kurs von McDonald's stieg um 0,3 Prozent, obwohl die Schnellrestaurantkette für Januar einen Umsatzrückgang gemeldet hatte. Das US-Geschäft lief aber besser als erwartet. Aktien von LinkedIn schnellten um 21,3 Prozent nach oben. Quartalszahlen und Ausblick des sozialen Netzwerks waren überraschend gut ausgefallen. Besser als erwartet hatte auch AOL abgeschnitten, die Aktie zog um 7,4 Prozent an. Nach einem enttäuschenden Studienergebnis zu einem Hoffnungsträger brachen die Anteilsscheine von EnteroMedics um 55,6 Prozent ein.

=== INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.992,97 0,35 48,92 S&P-500 1.517,93 0,57 8,54 Nasdaq-Comp. 3.193,87 0,91 28,74 Nasdaq-100 2.775,56 1,06 29,06

DEVISEN zuletzt '+/- % Fr, 8.36 Uhr Do, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3365 -0,16% 1,3387 1,3389 EUR/JPY 123,9496 -0,30% 124,3252 124,9001 EUR/CHF 1,2260 -0,18% 1,2283 1,2283 USD/JPY 92,7220 -0,18% 92,8885 93,2880 GBP/USD 1,5798 0,45% 1,5726 1,5688

Kupon Fälligkeit Kurs Veränderung Rendite Veränderung 1/4% 2-jähr. 99 31/32 unv. 0.254% unv. 3/8% 3-jähr. 99 30/32 unv. 0.378% unv. 7/8% 5-jähr. 100 07/32 - 1/32 0.832% +0,7 BP 1 3/8% 7-jähr. 100 08/32 - 1/32 1.337% +0,7 BP 1 5/8% 10-jähr. 97 02/32 - 1/32 1.955% +0,5 BP 2 3/4% 30-jähr. 91 31/32 - 3/32 3.168% +0,6 BP === Kontakt zum Autor: florian.faust@dowjones.com DJG/DJN/flf (END) Dow Jones Newswires

   February 08, 2013 16:23 ET (21:23 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 04 23 PM EST 02-08-13

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die Top 5 der Medizin- und Pharmakonzerne mit großen Wachstumschancen!

Aktien aus dem Medizin- und Pharmabereich gehören neben den hochtechnologischen Konzernen wohl zu den schwierigsten Wertpapieren, die man an der Börse spielen kann. Die meisten Unternehmen, die auf diesem Feld unterwegs sind, bleiben über Jahre hin unprofitabel. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin fünf Aktien vor, bei denen große Wachstumschancen lauern könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX geht mit Verlusten ins Wochenende -- US-Börsen wenig verändert -- adidas verdoppelt Gewinnprognose -- Linde bestätigt Jahresziel -- Intel, Credit Suisse, BNP Paribas im Fokus

US-Wirtschaft wächst im 2. Quartal in etwa wie erwartet. ExxonMobil kann Gewinn fast verdoppeln. Inflation in Japan stabilisiert sich auf niedrigem Niveau weiter. Siltronic steigert Gewinn deutlich - Erhöhte Prognose bekräftigt. Santander verdient wie erwartet deutlich mehr. Nemetschek bleibt beim Ergebnisausblick vorsichtig.

Top-Rankings

KW 30: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Bizarre Steuereinnahmen
Das sind die bizarrsten Steuereinnahmen der Welt
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

E-Autos: Kein Zwang zum Tesla-Kauf
Diese Tesla-Konkurrenten sind auf dem Vormarsch und billiger als der Model 3
So schnitten die DAX-Werte im ersten Halbjahr 2017 ab
Tops und Flops
BlackRock Beteiligungen
In diese Unternehmen investiert der Fondsgigant
Die reichsten Länder der EU
Das sind die reichsten Länder der EU
Jobs mit Zukunft und hohem Gehalt
Hier wird man auch künftig noch gut bezahlt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt mit finanzen.net-Account verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Amazon906866
Deutsche Bank AG514000
adidas AGA1EWWW
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
Porsche Holding SE VzPAH003
BMW AG519000
BASFBASF11
TeslaA1CX3T
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
Allianz840400
E.ON SEENAG99
Facebook Inc.A1JWVX