DAX8.197-0,4%  Dow15.112-1,4%  Euro1,3258-0,3% 
ESt502.684-0,6%  Nas3.443-1,1%  Öl105,2-0,5% 
TDax958,4-0,1%  Nikkei13.102-1,1%  Gold1.347-0,3% 

11.07.2012 08:16

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UPDATE: MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-


-1 of 2- 11 Jul 2012 05:45:00 UTC  DJ UPDATE: MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
=== (NEU: Weitere Unternehmensnachrichten) +++++ SPRUCH +++++

   "Die Zeit ist kein Geld. Aber den einen nimmt das Geld die Zeit und den anderen die Zeit das Geld." (Ron Kritzfeld)

   +++++ TAGESTHEMA +++++

   Das Bundesverfassungsgericht hat sein Urteil über die Eilanträge zu ESM-Vertrag und Fiskalpakt auf unbestimmte Zeit verschoben. Damit endeten die elfstündigen Beratungen ohne das von der Bundesregierung erwünschte Ergebnis. Die Richter wollen die Verfassungsmäßigkeit der Verträge intensiv prüfen, was womöglich noch Wochen oder sogar Monate dauern kann. Die Einrichtung des ständigen Euro-Rettungsfonds ESM verschiebt sich damit erheblich, weil Deutschland als größter Nettozahler in der Verantwortung steht und ohne seinen Beitrag der Fonds nicht lebensfähig ist. Nach dem Willen der Kläger sollte das Verfassungsgericht dem Bundespräsidenten vorerst untersagen, die Gesetze zum ESM und zum Fiskalpakt zu unterzeichnen.

   +++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

   07:00 DE/Gerresheimer AG, Ergebnis 2Q

   07:00 DE/Fraport AG, Verkehrszahlen Juni

   07:15 CN/Deutsche Post AG, PK zur Strategie der Sparte DHL in

   China und der Region Asien-Pazifik

   Im Tagesverlauf:

   - LU/ArcelorMittal SA, Vorstellung eines neuen Sparprogramms

   DIVIDENDENABSCHLAG

Eifelhöhen-Klinik: 0,15 EUR +++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++ - DE 08:00 Destatis, Verbraucherpreise Juni (endgültig) PROGNOSE: -0,1% gg Vm/+1,7% gg Vj vorläufig: -0,1% gg Vm/+1,7% gg Vj zuvor: -0,2% gg Vm/+1,9% gg Vj - US 14:30 Handelsbilanz Mai PROGNOSE: -48,70 Mrd USD zuvor: -50,06 Mrd USD

16:00 Lagerbestände und Umsätze im Großhandel Mai Lagerbestände PROGNOSE: +0,4% gg Vm zuvor: +0,6% gg Vm

20:00 Offenmarktausschuss der Notenbank (FOMC), Protokoll der Sitzung vom 19./20. Juni

+++++ AUSBLICK EUROPÄISCHE ANLEIHE-AUKTIONEN +++++ 11.00 CH/Auktion von 1,25-prozentigen Anleihen mit Laufzeit Juni 2024 Auktion von 1,25-prozentigen Anleihen mit Laufzeit Juni 2037

11.30 DE/Auktion 1,75-prozentiger Bundesanleihe mit Laufzeit Juli 2022 im Volumen von 5 Mrd EUR

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++ INDEX zuletzt +/- % DAX 6.438,33 +0,79% DAX-Future 6.410,00 +0,02% XDAX 6.405,45 +0,02% MDAX 10.565,23 +1,36% TecDAX 760,16 +0,96% Euro-Stoxx-50 2.241,85 +0,63% Stoxx-50 2.426,17 +0,51% Dow-Jones 12.653,12 -0,65% S&P-500-Index 1.341,47 -0,81% Nasdaq-Comp. 2.902,33 -1,00% EUREX zuletzt +/- Ticks Bund-Future 144,20% +23

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

   EUROPA

   Ein Kurswechsel an den Aktienmärkten ist nicht auszumachen. Auch am Mittwoch wird die angespannte Lage erhalten bleiben. Das Bundesverfassungsgericht hat sein Urteil über die Eilanträge zu ESM und Fiskalpakt auf unbestimmte Zeit verschoben und fördert damit die Ungewissheit. Die Schuldenkrise sorgt für anhaltende negative Schlagzeilen. Der IWF sieht düstere Zeiten für Italien. Nach den Berechnungen des IWF werden die Schulden 2013 ihren Scheitelpunkt erreichen. In fünf Jahren dürften sie aber immer noch sehr hoch liegen. Italiens Ministerpräsident Mario Monti schließt indes nicht aus, dass sein Land Hilfen benötigen könnte. Am Abend wird das Fed-Protokoll veröffentlicht. Marktteilnehmer werden auf Hinweise auf eine dritte Runde quantitativer Lockerungen suchen.

   Gute Konjunkturdaten haben am Dienstag die Bären an den Aktienmärkten auf dem falschen Fuß erwischt. Im Schlussgeschäft kamen die Kurse allerdings etwas vom Tageshoch zurück, weil die Euro-Krise die Märkte wieder einholte. Dass die Aktienkurse stiegen, lag an einem Stimmungsumschwung nach überraschend guten Daten zur Industrieproduktion aus Italien und Großbritannien. An der Spitze der Gewinner lagen Automobilaktien mit einem Plus von 1,6 Prozent. Der Index der Technologie-Aktien gewann ebenfalls 1,6 Prozent. Intel steigt mit 4 Milliarden bei ASML ein. ASML-Aktien schossen um knapp 9 Prozent in die Höhe. Infineon stiegen um 2,5 Prozent.

   DAX/MDAX/TECDAX

   Auf der Gewinnerseite ganz oben standen erneut ThyssenKrupp, die ihre Erholung mit einem Plus von 3,9 Prozent fortsetzten. Das Anlegermagazin Barron's sieht Perspektiven für eine Kursverdopplung. VW-Vorzüge gewannen 1,8 Prozent, nachdem der Pkw-Bereich das Absatzwachstum im Juni noch einmal beschleunigt hat. Infineon erholten sich um 2,5 Prozent. Händler verwiesen auf das Umfeld fester Technologie-Aktien, gestützt durch die Übernahmen eines ASML-Anteils durch Intel. Auf der anderen Seite verloren Deutsche Bank 1,2 Prozent. "Der Libor-Skandal hängt dem Kurs nach", so ein Händler. Linde fielen um 0,9 Prozent, weil der Konzern die Übernahme von Lincare teilweise mit einer Kapitalerhöhung finanziert.

   XETRA-NACHBÖRSE/XDAX (22 UHR): 6.405 (XETRA-Schluss: 6.438) Punkte

   Von einem insgesamt recht ruhigen nachbörslichen Handel sprach ein Händler am Dienstagabend. Der Markt sei mit der schwachen Entwicklung an Wall Street nach unten gelaufen. Die Umsätze waren durchschnittlich, ergänzte der Teilnehmer. Meldungen zu Unternehmen habe es keine gegeben. Linde erholten sich leicht von den Abgaben des Tages und wurden mit einem Plus von 0,3 Prozent getaxt.

   USA / WALL STREET

   Aussagen von Italiens Ministerpräsident Mario Monti und Sorgen bezüglich der anstehenden Berichtssaison haben die Kurse an Wall Street nachgeben lassen. Monti wollte eine Inanspruchnahme von ESM-Hilfen durch das hochverschuldete Land nicht vollständig ausschließen. Damit kehrte die Eurozone-Schuldenkrise wieder verstärkt in das Blickfeld der Investoren zurück. Dies belastete auch den Euro, der auf das jüngste Zweijahrestief bei 1,2235 Dollar zurückfiel. Der Start in die Berichtssaison war zudem durchwachsen und eine ganze Reihe von schlechten Nachrichten verschreckte Anleger. Während die Ergebnisse von Alcoa nicht ganz so schlimm ausfielen wie befürchtet, überraschte der Chip-Hersteller AMD den Markt mit einer Umsatzwarnung. Alcoa fielen um 4,1 Prozent und AMD brachen um 11,2 Prozent ein.

   +++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Di, 17.45 Uhr EUR/USD 1,2258 +0,0% 1,2252 1,2250 EUR/JPY 97,2260 -0,1% 97,2827 97,3311 EUR/CHF 1,2009 -0,0% 1,2010 1,2008 USD/JPY 79,3160 -0,1% 79,3965 79,4540 GBP/USD 1,5518 +0,0% 1,5517 1,5498

Der Euro legt am Morgen im asiatischen Geschäft ganz leicht zu. Allerdings bleibe die europäische Gemeinschaftswährung für Rückschläge anfällig, so Stimmen aus dem Handel. Die auf unbestimmte Zeit verschobene Gerichtsentscheidung zum ESM in Deutschland könnte die Rettung der spanischen Banken beeinträchtigen. "Der Euro hat mit Abschlägen auf die Verzögerung der deutschen Gerichtsentscheidung reagiert. Eine Verzögerung bei der ESM-Einführung dürfte das negative Sentiment für die Gemeinschaftswährung weiter fördern", sagt ein Händler in Tokio.

   +++++ Rohstoffe +++++

   Öl

Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 84,59 83,91 0,81 0,68 Brent/ICE 98,44 97,97 0,48 0,47

Der Ölpreis kam von seinen Höchstständen des Vortages wieder zurück, nachdem ein drohender Stopp der Erdölförderung in Norwegen wegen eines Arbeitskampfs in letzter Sekunde abgewendet worden war. Das Barrel der US-Sorte WTI notierte zum Settlement bei 83,91 Dollar, ein Abschlag von 2,4 Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auch auf den starken Dollar und die weiter bestehenden Nachfragesorgen.

   METALLE

Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.574,46 1.566,00 +0,5% +8,46 Silber (Spot) 26,96 26,86 +0,4% +0,10 Platin (Spot) 1.426,75 1.423,50 +0,2% +3,25

+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++

   SCHULDENKRISE I

   Der hohe Schuldenberg macht Italien auch in den kommenden Jahren nach Einschätzung des IWF verwundbar. Nach IWF-Berechnungen werden die Schulden nach dem wahrscheinlichsten Szenario 2013 mit 126,4 Prozent der Wirtschaftsleistung ihren Scheitelpunkt erreichen.

   SCHULDENKRISE II

   Besitzer von Anteilen oder Hybridkapital an spanischen Banken könnten am Ende die Rettung der Institute teuer zu stehen kommen. Wie aus einem Entwurfspapier zur Bankenhilfe hervorgeht, werden sie die Ersten sein, deren Investment bei Verlusten komplett abgeschrieben wird.

   SCHULDENKRISE III

   Der Wirtschaftsexperte Peter Bofinger hat das Bundesverfassungsgericht davor gewarnt, die Entscheidung über die Eilanträge gegen den Euro-Rettungsschirm ESM zu lange hinauszuzögern. "Wir haben jetzt schon eine sehr labile Situation im Euro-Raum. Die Risikoaufschläge für Spanien erreichen wieder eine sehr kritische Höhe", sagte Bofinger der Rheinischen Post.

   SOLARFÖRDERUNG DEUTSCHLAND

   Bundesumweltminister Peter Altmaier hat in der Passauer Neuen Presse die Reform der Solarförderung verteidigt. Nach den neuen Regeln könnte schon ab 2014 oder 2015 Schluss mit der Förderung sein.

   BONITÄT USA

   Fitch hat das "AAA"-Rating und damit die Spitzenbonität für die USA bestätigt. Der Ausblick wurde allerdings auf "negativ" belassen, was Abstufungen in Zukunft möglich macht.

   MUNICH RE

   (MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires

   July 11, 2012 01:45 ET (05:45 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 45 AM EDT 07-11-12

-2 of 2- 11 Jul 2012 05:45:00 UTC  DJ UPDATE: MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-

   ist auf der Suche nach neuen Ertragsquellen und prüft nun einen Ausflug ins Bankgeschäft, etwa über die direkte Vergabe von Krediten an Unternehmen.

   CENTROTHERM

   In der Krise der Solarbranche ist nun auch der ins Schlingern gekommene Anlagenbauer centrotherm eingeknickt: Um seinen eingeschlagenen Sanierungskurs besser fortsetzen zu können, stellte das Unternehmen Antrag auf Einleitung eines sogenannten Schutzschirmverfahrens - also auf ein Insolvenzverfahren in Eigenregie.

   GERRESHEIMER

2. Quartal 2012 2011 Prognose Umsatz 314 285 307 EBITDA bereinigt 59 56 57 EBIT 33 30 31 Erg nSt u.Dritten k.A. 12 15 Erg/ Aktie 0,51 0,38 0,49 === DJG/raz/ros/flf (END) Dow Jones Newswires

   July 11, 2012 01:45 ET (05:45 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 45 AM EDT 07-11-12

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