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29.07.2012 17:29

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UPDATE: Merkel und Monti wollen Eurozone schützen


   -- Deutschland und Italien wollen alles tun, um Eurozone zu schützen

   -- Geithner trifft Montag Schäuble und Draghi

   (NEU: weitere Details, Kontext)

   Von Markus Klausen

   Bundeskanzlerin Angela Merkel sucht zur Beruhigung der angespannten Situation den Schulterschluss mit den größten Ländern der Eurozone. Auch mit Italiens Ministerpräsident Mario Monti kam Merkel überein, "alles zu tun, um die Eurozone zu schützen". Bereits am Freitag hatten die Bundeskanzlerin und der französische Präsident Francois Hollande ein klares Bekenntnis zur Eurozone abgegeben. Konkret gingen sie nicht auf mögliche Vorhaben ein.

   Merkel, die sich derzeit eigentlich im Urlaub befindet, telefonierte am Samstag mit Monti. Dabei tauschten sich die beiden über die Lage in der Eurozone aus, wie der stellvertretende Regierungssprecher Georg Streiter am Sonntag mitteilte. Deutschland und Italien seien sich einig, dass die Schlussfolgerungen des Europäischen Rates von Ende Juni so rasch wie möglich umgesetzt werden müssten. Monti wird nach Einladung Merkels in der zweiten Augusthälfte nach Berlin kommen.

   Die Erklärungen von Europas Spitzenpolitikern kommen zu einem Zeitpunkt, an dem Spekulationen über neue Rettungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) den Markt bestimmen. EZB-Präsident Mario Draghi hatte angekündigt, "alles Erforderliche" zu tun, um den Euro zu retten. Beobachter deuteten die Äußerungen als Hinweis darauf, dass die EZB wieder Staatsanleihen von Krisenländern wie Spanien und Italien aufkaufen will, um deren Zinskosten zu senken.

   Nach Medienberichten planen EZB und die Euro-Staaten eine konzertierte Aktion zum Kauf spanischer und italienischer Staatsanleihen. Die Zeitung Le Monde berichtete in ihrer Samstagausgabe ohne Angabe von Quellen, EZB und Euro-Rettungsfonds EFSF wollten ab September Anleihen dieser Staaten am Primärmarkt kaufen. Voraussetzung für Staatsanleihekäufe des Rettungsfonds sei jedoch ein Hilfsantrag Spaniens.

   Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble wies Gerüchte über einen baldigen Antrag Spaniens zum Ankauf seiner Staatsanleihen durch den Euro-Rettungsschirm zurück. "Nein, an diesen Spekulationen ist nichts dran", sagte der Minister der Welt am Sonntag.

   Schäuble, der sich derzeit im Urlaub auf der Nordseeinsel Sylt befindet, wird am Montag mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Timothy Geithner zusammenkommen. Später am Montag will sich Geithner dann in Frankfurt mit EZB-Chef Draghi treffen.

   Spanien steht derzeit neben Griechenland im Zentrum der Sorgen von Marktbeobachtern. Das Land leidet trotz großer Reformanstrengungen unter dem wachsenden Misstrauen der Investoren. Die Renditen auf zehnjährige spanische Staatspapiere hatten in den vergangenen Wochen die kritische Marke von sieben Prozent überschritten und waren erst Ende vergangener Woche deutlich zurückgefallen. Vor allem die Äußerungen Draghis, alles Erforderliche zu tun, hatten die Märkte beruhigt.

   In Deutschland wurden die Worte des Italieners differenziert aufgenommen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) kritisierte den Notenbanker: "Die EZB muss unabhängig bleiben", forderte er in der Neuen Osnabrücker Zeitung. Die Wahrung der Geldwertstabilität sei die zentrale Aufgabe der Notenbank, nicht die Finanzierung von Staatsschulden, sagte der FDP-Vorsitzende.

   "Sehr, sehr skeptisch" äußerte sich zu einem möglichen Ankauf von Staatsanleihen auch CSU-Chef Horst Seehofer. "Es ist nicht Aufgabe der EZB, Staatshilfe zu leisten", sagte Seehofer im ZDF-Sommerinterview.

   SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte dagegen, dass der EZB wegen der Untätigkeit der Politik gar nichts anderes übrig bleibe, als weiter spanische und italienische Staatsanleihen zu kaufen. Die Europäische Zentralbank sei jetzt der letzte Notanker, sagte Gabriel im Deutschlandfunk.

   In der schwarz-gelben Koalition formiert sich derweil Widerstand gegen mögliche weitere Hilfen für den Krisenstaat Griechenland. Frisches Geld dürfe es für das Land nicht mehr geben, sagte Michael Fuchs, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag, der Wirtschaftswoche. "Griechenland ist nicht zu retten, das ist simple Mathematik." In die gleiche Richtung äußerte sich FDP-Finanzexperte Hermann Otto Solms. "Ich sehe keine Mehrheit im Bundestag für ein drittes Paket."

   (Susann Kreutzmann, Ian Talley und Alan Zibel haben an der Meldung mitgewirkt.)

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/kla

   (Mehr zu diesem Thema und weitere Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf wsj.de, dem deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)

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   July 29, 2012 10:59 ET (14:59 GMT)

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In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
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Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
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