--Rational spürt nichts von Krise
--Umsatz steigt stärker als erwartet
--EBIT sinkt um 4 Millionen Euro auf 102 Millionen Euro
--Marge sinkt auf 26 von 30 Prozent
(NEU: Aussagen von CEO Blaschke)
Von Stefanie Haxel
DOW JONES NEWSWIRES
LANDSBERG (Dow Jones)--Am Großküchenzulieferer RATIONAL ist das schwierigere Wirtschaftsumfeld in Europa bislang spurlos vorbeigegangenen. Der MDAX-Konzern profitierte von der Markteinführung neuer Produkte und konnte seinen Umsatz 2011 vorläufigen Zahlen zufolge stärker steigern als erwartet. Operativ verdiente die Rational AG allerdings weniger. Zum einen drückten Kosten aus der Markteinführung die Marge, zum anderen kamen dem Konzern im Vorjahr erhebliche Währungsgewinne zu Gute.
"Bisher merken wir nichts von einer Krise, wir wachsen in allen Teilen der Erde, auch in Europa", sagte der Vorstandsvorsitzender Günter Blaschke im Gespräch mit Dow Jones Newswires. "Selbst wann das Wirtschaftswachstum schwächer ausfällt, was nach der Überhitzung der letzten zwei Jahre vielleicht normal ist, sind wir nicht wesentlich betroffen." Das Geschäft sei weniger zyklisch und biete den Kunden Rationalisierungsvorteile, dies sei in wirtschaftlich schwächeren Zeiten verstärkt gefragt.
Zudem fertige der Konzern auftragsorientiert. "Dadurch können wir flexibel reagieren", sagte Blaschke weiter.
Der Umsatz legte im vergangenen Jahr den Angaben zufolge um 12 Prozent auf 392 Millionen Euro zu. Rational hatte ein Erlöswachstum von 10 Prozent in Aussicht gestellt. Im Schlußquartal erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 119 Millionen Euro, knapp 13 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.
Im Zusammenhang mit der Markteinführung der Kochautomaten SelfCookingCenter und VarioCookingCenter und der Umstellung des Portfolios fielen Einmalkosten von rund 8 Millionen Euro an. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern EBIT dürfte deshalb mit 102 Millionen Euro rund 4 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert liegen. Die Marge ist vermutlich um 4 Prozentpunkte auf 26 Prozent zurückgegangen.
Ohne die Einmalkosten hätte die Marge bei 28 Prozent gelegen. "Im Jahr 2010 hatten wir einen hohen erheblichen Anteil an Währungsgewinnen, dass war ein All-Time-High", erläuterte Blaschke. Laut dem Geschäftsbericht 2010 zeigte sich der Euro in jenem Jahr im Verhältnis zu nahezu allen wichtigen Währungen abgeschwächt. Da die Wertschöpfung zum größten Teil in Euro stattfindet, aber rund ein Drittel der Umsätze in anderen Währungen vereinnahmt werden, habe Rational von dieser Entwicklung profitiert.
Die Markteinführung der neuen Produkte, auch in den Wachstumsmärkten Asiens wie beispielsweise Indien und in Lateinamerika sei nun abgeschlossen. Die Reaktion auf die neuen Produkte positiv, so Blaschke.
Die endgültigen Zahlen legt Rational am 27. März vor.
- Von Stefanie Haxel, Dow Jones Newswires;
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January 16, 2012 05:19 ET (10:19 GMT)
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