- Analystenerwartungen verfehlt
- Regulatorisches Umfeld und Preisdruck belasten
- Prognose 2012 steht noch aus
(NEU: Weitere Aussagen des Unternehmens, Händlerstimme, Hintergrund)
Von Heide Oberhauser-Aslan
DOW JONES NEWSWIRES
BAD NEUSTADT/SAALE (Dow Jones)--Das Wachstum des privaten Krankenhauskonzerns Rhön-Klinikum bei Umsatz und Ergebnis hat die Erwartungen der Analysten nicht erfüllen können. Belastet sieht sich das Unternehmen aus Bad Neustadt weiter von schwierigen Rahmenbedingungen bei den Kostenerstattungen und Preisdruck, die eine bessere Entwicklung verhindert haben.
Dennoch verbesserten sich die Ergebniszahlen stärker als der Umsatz. Das operative Ergebnis EBITDA legte um knapp 10 Prozent auf 337 Millionen Euro, nach Steuern verdiente der Konzern mit 161 Millionen Euro sogar 11 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz nahm indes nur um 3 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro zu, schreibt die Rhön-Klinikum AG. Das war jeweils etwas weniger als von Analysten erhofft.
Händler rechnen dennoch nicht mit einer großen Kursreaktion. Der Kurs habe in den vergangenen Tagen bereits kräftig nachgegeben. "Mit diesem Abschlag könnten die enttäuschenden Zahlen bereits eingearbeitet sein", sagte ein Marktteilnehmer.
Die Zahl der behandelten Patienten hat Rhön-Klinikum 2011 um 11,5 Prozent auf mehr als 2,28 Millionen gesteigert. "Das deutlich zweistellige Wachstum an Patienten dokumentiert eindrucksvoll unsere verlässliche und wohnortnahe Versorgungskompetenz sowie die hohe Qualität unseres medizinischen Angebots", sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pföhler.
Eine konkrete Prognose für 2012 hat Rhön-Klinikum mit Blick auf die an diesem Donnerstag anstehenden Entscheidung der Stadt Wiesbaden über den Verkauf von 49 Prozent an den Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) noch nicht abgegeben.
2012 erwarte der Konzern wiederum eine steigende Nachfrage in seinen Krankenhäusern und "einen entsprechenden Ergebnisbeitrag", hieß es lediglich. Es wird erwartet, dass Rhön-Klinikum den Zuschlag für HSK bekommt und sich gegen Wettbewerber wie die Fresenius-Tochter Helios und Sana Kliniken durchsetzen kann. Der Wiesbadener Magistrat hat den Einstieg von Rhön-Klinikum bereits im Januar beschlossen.
-Von Heide Oberhauser-Aslan,
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February 09, 2012 02:38 ET (07:38 GMT)
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