DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neu IR-DatenAnleihen
handeln

29.01.2012 18:07

Senden

UPDATE: Schuldenschnitt für Griechenland erst kommende Woche

Starwood HotelsResorts Worldwide zu myNews hinzufügen Was ist das?


--Keine Einigung am Wochenende, voraussichtlich in den nächsten Tagen

   --Deutschland will griechischen Haushalt unter EU-Kontrolle stellen

   --Fokus nun auf Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs am Montag

   (NEU: Aussagen von Merkel, Rösler, Lagarde, Venizelos, Papademos, Faymann, Hintergrund)

Von Alkman Granitsas und Costas Paris Dow Jones NEWSWIRES ATHEN (Dow Jones)--Die Bemühungen um eine Rettung Griechenlands bleiben ein Geduldspiel. Die für dieses Wochenende erwartete Einigung über einen Schuldenschnitt für das hoch verschuldete Land wird es nun frühestens kommende Woche geben. Damit ist eine Vorbedingung für die Auszahlung überlebenswichtiger Kredite weiterhin nicht erfüllt.

   Außerdem sind die in der so genannten Troika zusammengeschlossenen institutionellen Gläubiger unzufrieden mit den Sparbemühungen Griechenlands. Deutschland will sogar einen EU-Haushaltskommissar in Athen installieren, was die griechische Regierung jedoch ablehnt.

   Die privaten Anleihegläubiger Griechenlands sind prinzipiell bereit, dem Land 100 Milliarden Euro Schulden zu erlassen. Nur bei einem solchen Forderungsverzicht kann Griechenland seine Schuldenlast aus Sicht von Internationalem Währungsfonds (IWF), EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) dauerhaft tragen. Und nur in diesem Fall ist diese "Troika" auch bereit, Griechenland weiteres Geld zu leihen - mehr als 130 Milliarden Euro schwer soll das nächste Hilfspaket sein. Strittig war bisher der Zinssatz, den Griechenland auf seine "Restschuld" zahlen soll.

   Hier gab es nun offenbar einen Fortschritt: Nach Angaben einer informierten Person haben sich die Gläubiger bereit erklärt, eine durchschnittliche Verzinsung von unter 4 Prozent für neue Anleihen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu akzeptieren. Der Verband der internationalen Banken (IIF) zeigte sich zuversichtlich, in den kommenden Tagen den erwarteten Deal abschließen zu können. Lediglich Details müssten noch ausgearbeitet werden, hieß es.

   Auch griechische Politiker versuchten Optimismus zu verbreiten: "Wir sind wirklich nur einen Schritt von einer endgültigen Vereinbarung entfernt", sagte Finanzminister Evangelos Venizelos. "In der kommenden Woche werden wir in der Lage sein, die Gespräche abzuschließen." Dabei gehe es auch um ein neues Rettungspaket, ergänzte er.

   Allerdings ist noch eine weitere Vorbedingung für neue Kredite nicht erfüllt: Der Troika reichen die Maßnahmen Griechenlands zur Erhöhung von Einnahmen und Senkung von Ausgaben nicht aus. Angesichts der nur schleppenden Fortschritte drängt Deutschland darauf, dass Athen einen Teil der Haushaltskontrolle an die EU abgibt.

   Ein europäischer Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, bestätigte am Wochenende einen entsprechenden Bericht der Financial Times. Grund für diese Forderung seien "die unzureichenden Fortschritte beim Schuldenabbau in Griechenland", sagte er der Nachrichtenagentur Dow Jones.

   Ein Sprecher der griechischen Regierung wies das Vorhaben der Bundesregierung zurück. Es sei Aufgabe von Athen, einen Plan für den Schuldenabbau auszuarbeiten und Haushaltsreformen einzuleiten. "Die Regierung betont, dass dies ausschließlich in der Verantwortung der griechischen Regierung liegt", sagte Sprecher Pantelis Kapsis. Finanzminister Venizelos sagte am Sonntag, dass Budgetentscheidungen in der Hand des Landes bleiben werde.

   Auch EU-Vertreter reagierten skeptisch. Das gehe zu weit, hieß es. Man verstärke bereits die Präsenz in dem Land, aber die Rolle der Europäischen Union solle auf Beobachtung begrenzt bleiben und die Regierung in Athen nicht ersetzen. "Die Kommission ist bereit und dabei, ihre Beobachtermission zu verstärken", sagte der zuständige EU-Sprecher Amadeu Altafaj Tardio. Die Umsetzung müsse aber voll in der Verantwortung der griechischen Regierung bleiben.

   In Deutschland wächst derweil der politische Ärger über weitere Hilfspakete für Griechenland, je deutlicher wird, wie gering die Fortschritte sind, die das Land bei den Reformen macht. EU-Währungskommissar Olli Rehn hat in dieser Woche eine Aufstockung der öffentlichen Hilfen für Griechenland ins Spiel gebracht - ein Vorschlag, der im wichtigsten Geberland auf entschiedenen Widerstand getroffen ist.

   Es werde kein Geld geben, wenn die Reformen stockten, sagte CSU-Parteichef Horst Seehofer dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler zeigte sich unzufrieden mit dem Stand der Reformen in dem Land. Die Geduld mit Griechenland neige sich deutlich dem Ende zu, sagte Rösler der Bild-Zeitung und fügte hinzu: "Die Zeit läuft." Im Streit um mehr EU-Kontrolle für Griechenland sagte Rösler: "Wir brauchen bei der Umsetzung des Reformkurses mehr Führung und Überwachung. Wenn dies den Griechen nicht selbst gelingt, müssen Führung und Überwachung stärker von außen kommen, zum Beispiel durch die EU."

   Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte angesichts der Krise in einigen Staaten Europas grundsätzlich, dass eine Aufgabe des Euro mit ihr nicht zu machen sei. "Wir haben derzeit 17 Euro-Staaten und ich rechne damit, dass es mehr werden", sagte Merkel der Bild am Sonntag.

   Yves Mersch, Gouverneur der Zentralbank Luxemburgs, sieht einen möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone nicht als hilfreich an. "Er ist in den Verträgen nicht vorgesehen, und er könnte den Zusammenhalt der Währungsunion infrage stellen", sagte Mersch der Süddeutschen Zeitung.

   Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann warnt davor, Griechenland bankrott gehen zu lassen. "Wir müssen eine ungeordnete Insolvenz um jeden Preis verhindern", sagte Faymann dem Magazin Der Spiegel. "Ansteckungseffekte sind unberechenbar. Das wäre so etwas wie ein Realversuch, und auf den sollten wir uns nicht einlassen."

   Notfalls müsste die EU für das nächste griechische Hilfspaket mehr Geld zur Verfügung stellen. "Ich würde niemandem versprechen, dass wir für Griechenland nicht mehr Mittel brauchen." Auch eine Beteiligung der Europäischen Zentralbank an einem Schuldenschnitt sei nicht ausgeschlossen.

   Im Fokus steht nun das Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel am Montag. Zwar steht das Thema Griechenland nicht offiziell auf der Tagesordnung, doch wird erwartet, dass der stockende Reformprozess sowie Möglichkeiten zur Lösung der Probleme die Debatte bestimmen werden.

- Von Alkman Granitsas und Costas Paris, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 72 51 10, unternehmen.de@dowjones.com (Laurence Norman in Brüssel hat an der Meldung mitgewirkt.)

DJG/DJN/kla/hab (END) Dow Jones Newswires

   January 29, 2012 11:36 ET (16:36 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 36 AM EST 01-29-12

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Starwood Hotels & Resorts Worldwide Inc zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
16.12.10Starwood HotelsResorts Worldwide neutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
02.05.07Starwood Hotels neutralGoldman Sachs
03.04.07Starwood Hotels addCalyon Securities
08.02.07Update Starwood Hotels & Resorts Worldwide Inc.: MJMP Securities
02.02.07Update Starwood Hotels & Resorts Worldwide Inc.: BAG Edwards
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Starwood Hotels & Resorts Worldwide Inc nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen