29.07.2015 14:46
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UPDATE/Siemens und Bombardier prüfen Fusion im Bahngeschäft - Kreise

   -- Gespräche noch in frühem Stadium

   -- Bombardier spricht wohl auch mit anderen möglichen Partnern

   (NEU: weitere Details, Kontext)

   Von Eyk Henning und Christopher Alessi

   FRANKFURT (Dow Jones)--Siemens und der kanadische Rivale Bombardier verhandeln über eine Zusammenlegung ihrer Bahngeschäfte. Informierten Personen zufolge befinden sich die Gespräche aber noch in einem frühen Stadium. Es sei unsicher, ob sich die beiden Konzerne tatsächlich einigen werden. Bombardier spreche zudem auch mit anderen möglichen Partnern, sagten zwei Informanten.

   Aktuell bereiteten die Kanadier auch den Verkauf eines Minderheitsanteils ihres Transportgeschäfts, das in Berlin ansässig ist, über einen Börsengang in Frankfurt vor. Mit der Transaktion, mit der bereits im Herbst gerechnet werde, wolle Bombardier die Bilanz stärken.

   Einem Analysten zufolge könnte die Bahnsparte von Bombardier mit rund 5 Milliarden Dollar bewertet werden.

   Siemens wird am morgigen Donnerstag die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorlegen. Analysten gehen davon aus, dass die Neuaufträge gesunken sind. Ob sich die Münchener zu den Verhandlungen mit den Kanadiern äußern werden, ist unklar.

   Bombardier-Chef Alain Bellemare hatte im Mai gesagt, dass er ein Gemeinschaftsunternehmen oder einen Teilverkauf des Bahngeschäfts erwäge. Auch eine Ausgliederung eines Minderheitsanteils sei eine Option. Spekulationen über einen Verkauf des kompletten Geschäfts hatte er zurückgewiesen.

   Ein anderer Informant sagte, dass die Siemens AG ihr Bahngeschäft mit dem von Bombardier fusionieren könnte, nachdem die Kanadier Teile des Bereiches über die Börse verkauft haben.

   Auf Basis der Umsätze ist das Siemens-Zuggeschäft etwa ein Drittel kleiner als die vergleichbare Sparte der Kanadier. Bombardier Transportation setzte im vergangenen Jahr 9,6 Milliarden US-Dollar um. Siemens erlöste in der Sparte Mobility, zu der die Zugsparte gehört, 7,2 Milliarden Euro, oder umgerechnet knapp 8 Milliarden Dollar.

   Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen kommen zu einer Zeit, in der die Bahn-Branche rund um den Globus mitten in der Konsolidierung steckt. Vergangenen Monat besiegelten die beiden staatlichen Zughersteller CSR Corp und CNR Corp aus China ihre Fusion. Zusammen stellen die Konzerne alle andere Rivalen in den Schatten. Vor ihrer Fusion kamen CSR und CNR laut S&P Capital IQ zusammen auf eine Marktkapitalisierung von rund 127 Milliarden Dollar.

   Anfang des Jahres hatten die beiden Unternehmen Informanten zufolge auch ein Gebot für die Bahnsparte von Bombardier erwogen, um ihre Reichweite weiter zu vergrößern. Ende Juni hatte CRRC dann aber mitgeteilt, dass es keinen Plan für den Kauf der Sparte der Kanadier gibt.

   Asien ist der größte Markt für Bahnunternehmen gefolgt von Europa und Nordamerika. CSR und CNR unterhalten Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Zügen mit westlichen Unternehmen wie Siemens, Bombardier, General Electric und Alstom, um ihren Heimatmarkt besser bedienen zu können, so die Unternehmensberatung SCI Verkehr.

   GE, die das Energiegeschäft von Alstom übernehmen will, kauft nicht das Bahngeschäft der Franzosen. Siemens, die ebenfalls für das Alstom-Energiegeschäft geboten hatte, hatte damals das eigene Bahngeschäft für einen möglichen Deal in die Waagschale geworfen. Alstom hatte den Vorschlag aus München damals jedoch zurückgewiesen. Analysten gehen allerdings davon aus, dass ein Siemens-Alstom-Deal im Zuggeschäft nach wie vor eine Option ist.

   (Mitarbeit: Friedrich Geiger und Archibald Preuschat)

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/kla/brb

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   July 29, 2015 08:08 ET (12:08 GMT)

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