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01.09.2008 06:09

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UPDATE: Steinbrück sieht Finanzplatz durch Übernahme gestärkt


(NEU: CDU/CSU-Fraktionsvize Meister, Hintergrund)

ú Von Andreas Kißler ú Dow Jones NEWSWIRES PEKING (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat die Übernahme der Dresdner Bank AG durch die Commerzbank AG begrüßt und als positiv für den Finanzplatz Deutschland gewürdigt. "Das ist gut für den Finanzplatz Deutschland und stärkt den Finanzplatz", sagte Steinbrück am Montag in Peking laut seinem Sprecher. Der Bundesfinanzminister hält sich mit einer Wirtschaftsdelegation noch bis Donnerstag zu Gesprächen in China auf.

   Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen wertete die Einigung zur Fusion der beiden Großbanken gegenüber Journalisten ebenfalls positiv. "Das ist ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Asmussen. "Endlich bewegt sich etwas."

   Die Übernahme der Allianz-Tochter Dresdner durch die Commerzbank für 9,8 Mrd EUR war am späten Sonntagabend nach monatelangen Verhandlungen besiegelt worden. Mit der Fusion entsteht eine zweite deutsche Großbank, allerdings ist die Deutsche Bank mit einer Bilanzsumme von 2 Bio EUR immer noch fast doppelt so groß wie das fusionierte Institut mit 1,1 Bio EUR.

   Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Michael Meister sagte in Peking, diese Übernahme sei besonders auch für Auslandsengagements die deutsche Wirtschaft wichtig. "Ich begrüße, dass für die deutsche Wirtschaft neben der Deutsche Bank, die eine Größe hat, dass sie auch größere Unternehmen ins Ausland begleiten kann, ein zweites Institut in Deutschland entstehen kann", sagte er zu Journalisten in Peking. "Ich hoffe, dass jetzt für das gemeinsame Institut eine Strategie und ein Geschäftsmodell gefunden werden kann, das langfristig trägt und möchte allen Akteuren für den Mut Glückwunsch sagen," erklärte Meister.

   Der CDU/CSU-Fraktionsvize würdigte das Zusammengehen der beiden Banken als einen "Schritt im Konsolidierungsprozess in Deutschland". Aufgrund der Finanzkrise werde das regulatorische Umfeld dazu führen, dass künftig in den Instituten mehr Eigenkapital benötigt werde. "Deshalb wird die Frage der Konsolidierung weiter auf der Tagesordnung bleiben", erwartete Meister. Dies gelte auch für die Landesbanken. "Man kann aus der Finanzkrise und den Erfahrungen des vergangenen Jahres durchaus lernen, dass im Bereich der Landesbanken ein Konsolidierungsprozess auch notwendig ist", betonte er.

Webseiten: http://www.commerzbank.de http://www.allianz.com http://www.dresdnerbank.de http://www.bundesfinanzministerium.de -Von Andreas Kißler, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 - 2888 4118, andreas.kissler@dowjones.com

   DJG/ank

(END) Dow Jones Newswires

   September 01, 2008 00:06 ET (04:06 GMT)

   Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 06 AM EDT 09-01-08

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