04.01.2013 07:42
Bewerten
 (0)

UPDATE: USA bleiben ein Lichtblick für die Autohersteller

   -- Verkäufe von GM und Ford äußerst schwach, nur leichtes Plus

   -- Deutsche Autobauer glänzen erneut, VW und BMW legen deutlich zu

   -- Audi optimistischer, Absatzziel 2018 soll eher erreicht werden

   (NEU: BMW-Zahlen, neue Audi-Prognose, Details)

   Von Jürgen Hesse

   Während die europäische Autoindustrie darniederliegt, können die Fahrzeughersteller jenseits des Atlantiks zufrieden auf das vergangene Jahr zurückblicken. Auch im Dezember strömten die Amerikaner in die Autohäuser und kauften sich einen Neuwagen. Die meisten Hersteller schafften auch im Dezember wieder ein deutliches Absatzplus und berichteten teils auch über neue Verkaufsrekorde. Allerdings gehörten ausgerechnet die zwei größten Anbieter, GM und Ford, zu den Autobauern mit dem kleinsten Wachstum. Glänzen konnten dagegen erneut die deutschen Hersteller, allen voran VW und BMW.

   Von den drei heimischen Platzhirschen schaffte mit Chrysler nur der kleinste Anbieter wie im gesamten letzten Jahr ein bedeutendes Wachstum. Der inzwischen zu Fiat gehörende Autobauer verkaufte im Dezember mehr als 150.000 Autos, ein Plus von fast einem Viertel. Nach der Rückkehr aus der Insolvenz gehört Chrysler zu den am schnellsten wachsenden Autobauern auf dem US-Markt.

   Nach Angaben des Marktforschers Autodata wurden auf dem gesamten US-Markt im Dezember auf das Jahr hochgerechnet 15,37 Millionen Fahrzeuge verkauft. Das ist ein Plus von rund 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit hat die Branche innerhalb von drei Jahren einen weiten Weg zurückgelegt: Im Rezessionsjahr 2009 war der US-Autoabsatz noch auf ein 27-Jahres-Tief eingebrochen. Lediglich 10,4 Millionen Fahrzeuge wurden seinerzeit verkauft. 2010 zog der Absatz wieder an und erhöhte sich 2011 nochmals um 10 Prozent auf 12,8 Millionen Fahrzeuge. Nun dürften es nach Schätzungen einzelner Hersteller also über 15 Millionen gewesen sein. Wie hoch der Absatz 2012 genau war, dazu liegen aktuell noch keine Daten vor.

   Vom insgesamt anziehenden Markt profitierten im Dezember auch die heimischen Chrysler-Wettbewerber Ford und GM. Sie kamen auf knapp zwei bzw knapp fünf Prozent Absatzwachstum. Mit 245.733 Fahrzeugen blieb GM Marktführer auf dem Heimatmarkt.

   Größter ausländischer Anbieter blieb Toyota mit 194.143 verkauften Fahrzeugen im Dezember, ein Plus von 9 Prozent. Erzrivale Volkswagen, der Toyota und General Motors bis spätestens 2018 an der automobilen Weltspitze ablösen will, kam in den USA gut voran - auch wenn der Abstand zu den Japanern in dieser Region noch gewaltig ist. Dank des speziell auf die Bedürfnisse der Amerikaner abgestimmten Modells Passat und dem sich weiterhin gut verkaufenden Jetta legten die Wolfsburger im Dezember um 35 Prozent auf 44.000 verkaufte Fahrzeuge zu. Seit 2009 hat Volkswagen den Absatz in den USA damit verdoppelt und knüpft wieder an die guten alten Zeiten der 70er Jahre an.

   Für die VW-Tochter Audi war es sogar das beste Jahr in der Geschichte in den USA, und der Dezember wiederum war für Audi der beste Monat des Jahres. Mit einem Plus von 17 Prozent kamen die Ingolstädter auf fast 15.000 verkaufte Autos. Mit diesem Wachstum im Rücken ist Audi noch optimistischer für die kommenden Jahre. Das gesteckte Absatzziel von 200.000 Autos bis zum Jahr 2018 soll nun deutlich früher erreicht werden, sagte Scott Keogh, President von Audi-USA.

   Stark lief es zum Jahresende auch beim ebenfalls zum VW-Konzern gehörenden Sportwagenhersteller Porsche. Mit fast 3.000 Fahrzeugen wurde der Absatz sogar um 61 Prozent gesteigert. Glänzen konnte auch BMW, die Münchener steigerten die Verkäufe um mehr als ein Drittel auf 43.855 Fahrzeuge. Besonders die 5er-Serie sorgte im Weihnachtsgeschäft für das hohe Plus. Mercedes-Benz konnte da mit einem Plus von 12 Prozent auf gut 31.300 Fahrzeuge nicht mithalten.

   Mit Blick auf das neue Jahr zeigten sich die Autohersteller optimistisch. Sowohl Ford als auch GM erwarten 2013 ein branchenweites Absatzvolumen, das über der Marke von 15 Millionen liegen und vielleicht sogar 16 Millionen Autos erreichen könnte. Hintergrund der hohen Nachfrage ist unter anderem eine alternde Wagenflotte, die viele Amerikaner zum Kauf eines neuen Autos bewegt. Zudem haben wieder mehr Verbraucher Zugang zu Krediten und Leasingverträgen.

   Die Autobranche hat die robuste Nachfrage von US-Käufern dringend nötig. Denn der europäische Automobilmarkt steckt noch immer mitten in der Krise und schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Nach einem erwarteten Rückgang bei den Neuzulassungen 2012 dürfte es in Europa auch 2013 weiter abwärts gehen. In Frankreich wurden im vergangenen Jahr so wenig Autos neu zugelassen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Auch hierzulande belastet die Schuldenkrise der Eurozone den Automarkt. Außer auf China ruhen damit die Hoffnungen der Branche vor allem auf den USA.

   Mitarbeit: Mike Ramsey

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/jhe/nas/kla/bek

   (Mehr zu diesem Thema und weitere Berichte und Analysen zu aktuellen Wirtschafts- und Finanzthemen finden Sie auf www.WSJ.de, dem deutschsprachigen Online-Angebot des Wall Street Journal.)

   (END) Dow Jones Newswires

   January 04, 2013 01:12 ET (06:12 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 12 AM EST 01-04-13

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
12.01.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
10.01.2017Daimler UnderperformBNP PARIBAS
09.01.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
09.01.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
09.01.2017Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
22.12.2016Daimler kaufenDZ BANK
14.12.2016Daimler buyDeutsche Bank AG
08.12.2016Daimler buyUBS AG
07.12.2016Daimler buyCommerzbank AG
10.01.2017Daimler HaltenIndependent Research GmbH
09.01.2017Daimler Equal weightBarclays Capital
19.12.2016Daimler Equal weightBarclays Capital
14.12.2016Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
12.12.2016Daimler Equal-WeightMorgan Stanley
12.01.2017Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
10.01.2017Daimler UnderperformBNP PARIBAS
09.12.2016Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
28.11.2016Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
17.11.2016Daimler UnderperformBNP PARIBAS
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Technologieaktien: Drei Möglichkeiten, um vom Trend "Digitale Fabrik" zu profitieren!
Die vierte industrielle Revolution ist im vollen Gange und verändert, vom Großteil der Gesellschaft völlig unbemerkt, bereits die Produktionsabläufe in den großen, industriellen Hallen. Wir zeigen Ihnen in der aktuellen Ausgabe des Anlegermagazins drei Möglichkeiten, wie Sie in den kommenden Monaten und Jahren von dem Zukunftstrend "Digitale Fabrik" profitieren können.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX schließt schwächer -- Wall Street im Feiertag -- Neue Dokumente belasten Winterkorn im VW-Abgasskandal -- Trump droht deutschen Autobauern mit hohen Strafzöllen -- Samsung, HUGO BOSS im Fokus

IWF hebt Wachstumsprognose für China an - Schwellenländer im Trump-Fokus. Schäuble sieht Griechenland-Programm ohne Beteiligung des IWF am Ende. So viel kostet es Neukunden jetzt, ihren Tesla aufzuladen. Oxfam: Buffett, Gates, Bezos und Co. besitzen so viel wie gesamte ärmere Hälfte der Menschheit.
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Jetzt durchklicken
Diese 10 Aktien kann sich nicht jeder Investor leisten
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Umfrage

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat die Nato als obsolet bezeichnet. Halten Sie das Militärbündnis ebenfalls für überflüssig?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG 710000
Deutsche Bank AG 514000
Volkswagen AG Vz. (VW AG) 766403
E.ON SE ENAG99
BMW AG 519000
Commerzbank CBK100
BASF BASF11
Apple Inc. 865985
Allianz 840400
HUGO BOSS AG A1PHFF
Deutsche Telekom AG 555750
Nordex AG A0D655
Bayer BAY001
Siemens AG 723610
Deutsche Lufthansa AG 823212