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19.04.2010 13:24

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UPDATE VULKAN: Frankreichs Umweltminister teilt IATA-Kritik an Luftraumsperrung

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   (NEU: Aussagen Umweltminister, neue IATA-Schätzung zum Umsatzverlust)

Von David Pearson Dow Jones NEWSWIRES PARIS (Dow Jones)--Auch in Teilen der französischen Politik stößt die Schließung eines Großteil des europäischen Luftraums auf Unverständnis. "Man schließt den europäischen Luftraum nicht einfach, ohne angemessene Tests durchzuführen", kritisierte Umweltminister Jean-Louis Barloo am Montag und machte sich damit die Kritik des internationalen Dachverbands der Fluggesellschaften IATA zu Eigen.

   Die US-Luftfahrtbehörde FAA habe in der Vergangenheit bei Vulkanausbrüchen in den USA mehrere Testflugzeuge in die Luft geschickt, die Risiken danach bewertet, und den Luftverkehr entsprechend umgeleitet, sagte Barloo. Hingegen hätten die europäischen Flugsicherungsbehörden ihre Entscheidungen getroffen, ohne mit den Fluglinien Rücksprache zu halten und ohne eine Risikobewertung vorzunehmen.

   Frankreich wolle versuchen, Luftkorridore über Europa für den Flugverkehr zu öffnen. Ein Teil des südfranzösischen Luftraums sei geöffnet, sagte Barloo am Montag. Dies solle den Fluglinien erlauben, einen Teil der gestrandeten Passagiere zurück nach Frankreich zu fliegen. Die Flughäfen in Nordfrankreich einschließlich der Pariser Airports bleiben dagegen bis Dienstagmorgen um 8 Uhr geschlossen.

   Mit seiner Kritik stieß Barloo ins gleiche Horn wie zuvor bereits der internationalen Dachverband der Fluggesellschaften IATA. Die Schließung eines Großteil des europäischen Luftraums basiere auf einer einzigartigen Methodologie, hatte IATA-Generaldirektor Bisignani kritisiert. Die Regierungen hätten ihre Pflichten nicht erfüllt, "klare Entscheidungen auf Basis von Fakten" zu treffen.

   Sicherheit sei das oberste Ziel der Fluglinien. "Die Bewertung von Risiken sollte es uns ermöglichen, zumindest bestimme Korridore wenn nicht gar den gesamten Luftraum wieder freizugeben", sagte Bisignani. Er verwies auf die erfolgreichen Testflüge verschiedener Airlines, bei denen keine Unregelmäßigkeiten aufgetreten seien.

   Beim Ausbruch des Mount St. Helens in den USA 1980 habe es keine weiträumigen Flugverbote gegeben. Seinerzeit gab es laut Bisignani "keine weitreichenden Störungen, da die Entscheidungen zur Schließung und Öffnung des Luftraums auf Basis einer Risikobewertung getroffen wurde, ohne die Sicherheit zu gefährden".

   Im Gespräch mit Dow Jones Newswires am Rande einer Pressekonferenz in Paris schätzte Bisignani den Umsatzverlust der Airlines auf rund 250 Mio USD pro Tag. Da einige südeuropäische Länder ihren Luftraum ebenfalls gesperrt hätten, seien die Kosten gestiegen. Bislang hat die IATA den Umsatzverlust für die Fluglinien aufgrund der Luftraumsperrungen auf rund 200 Mio USD pro Tag beziffert.

   Die Fluglinien untersuchen laut dem IATA-Generaldirektor verschiedene Möglichkeiten, um den Flugbetrieb wieder aufzunehmen. Dazu gehörten die Beschränkung auf Flüge bei Tag, Fluggenehmigungen für bestimmte Korridore, detaillierte boroskopische Untersuchungen der Triebwerke und besondere Flugverfahren.

   Selbst bei einer Öffnung des Luftraums werde es drei bis sechs Tage dauern, bis der Flugverkehr wieder zur Normalität zurückkehre, sagte Bisignani.

Webseite: www.iata.org

-Von David Pearson, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/has/jhe Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires

   April 19, 2010 06:53 ET (10:53 GMT)

   Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 53 AM EDT 04-19-10

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