DAX8.305-0,6%  Dow15.3030,1%  Euro1,29400,0% 
ESt502.764-0,5%  Nas3.4590,0%  Öl102,60,0% 
TDax958,0-0,3%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.387-0,3% 

11.12.2012 14:40

Senden

UPDATE: VW schwört Beschäftigte auf schwierigere Zeiten ein

Volkswagen St (VW) zu myNews hinzufügen Was ist das?


   --Winterkorn warnt vor schwierigem Jahr 2013

   --VW will weiter besser als der Markt abschneiden

   --Betriebsratschef Osterloh zuversichtlich

   (NEU: Weitere Details, Hintergrund)

   Von Nico Schmidt

   Europas größter Autobauer Volkswagen hat die Belegschaft auf schwierigere Zeiten eingeschworen: "So viel ist sicher: Das Jahr 2013 wird hart - für die Automobilbranche als Ganzes und auch für uns bei Volkswagen", sagte Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn auf der Betriebsversammlung im Stammwerk in Wolfsburg.

   Die Weltwirtschaft bleibe auf absehbare Zeit angespannt. VW werde sich in einem schwierigen Umfeld allerdings besser als der Gesamtmarkt schlagen, bekräftigte Winterkorn. Als Gründe nannte er die hohe Flexibilität des Konzerns, die internationale Ausrichtung und die guten Produkte.

   Den rund 15.000 anwesenden Mitarbeitern dankte der Manager für ihr großes Engagement in diesem Jahr: "2012 war ein gutes, ein sehr gutes Jahr für die Marke Volkswagen und für den gesamten Konzern". Besonders hob Winterkorn dabei die geleistete Arbeit bei der Einführung des sogenannten Modularen Querbaukastens, mit dem VW stärker auf Standardisierung setzt und Geld spart, sowie des neuen Golf VII hervor.

   Für den Verkaufsschlager lägen bereits mehr als 60.000 Bestellungen vor. "Ein tolles Ergebnis, das uns Rückenwind gibt", sagte Winterkorn. Die siebte Auflage des Golf, der seit der ersten Generation 1974 insgesamt weltweit schon fast 30 Millionen Mal verkauft wurde, ist erst seit wenigen Wochen verfügbar.

   Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh sieht die Entwicklung von Volkswagen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiter positiv: "Volkswagen steht gut da und wächst. (...) Wir können mit einiger Zuversicht ins kommende Jahr blicken."

   Alleine die Kernmarke Volkswagens verkaufte sich zwischen Januar und November weltweit gut 5,2 Millionen Mal - ein Zuwachs von mehr als 11 Prozent, wie Europas Branchenprimus ebenfalls am Dienstag mitteilte. Die Premium-Tochter Audi legte im bisherigen Jahresverlauf sogar noch ein Stück stärker zu und knackte bereits nach elf Monaten den Absatzrekord aus dem vergangenen Jahr.

   Auf Gesamtjahressicht erwartet der VW-Konzern eine neue Absatzbestmarke. Der operative Gewinn soll trotz massiver Investitionen in Modelle, neue Werke und alternative Antriebe konstant auf dem Rekordniveau des Vorjahres liegen.

   Die guten eigenen Zahlen dürften nicht darüber hinweg täuschen, dass die Lage in der Automobilindustrie schwierig bleibe, sagte Osterloh. Die Autoindustrie entwickelt sich zunehmend stärker zur Zwei-Klassen-Gesellschaft. Auf der einen Seite stehen erfolgreiche Konzerne wie Volkswagen, die aufgrund ihrer breiten globalen Aufstellung nach wie vor eine Bestmarke nach der anderen feiern.

   Auf der anderen Seite machen bei Herstellern, die vor allem auf dem schwächelnden europäischen Markt unterwegs sind, Hiobsbotschaften wie die gestrige von der Schließung des Opel-Werks in Bochum die Runde, durch die 3.000 Jobs gefährdet sind. Auch Ford und Peugeot haben unlängst angekündigt, Standorte dichtzumachen, Fiat will außerdem 1.500 Stellen in Polen streichen.

   VWs Betriebsratsvorsitzender Osterloh kritisierte die Werkschließungen bei der Konkurrenz: "Uns als Arbeitnehmervertreter und Gewerkschafter kann das nicht kalt lassen", sagte er.

   Angesichts der schwachen Entwicklung des europäischen Automobilmarktes schätzen viele Experten die branchenweiten Überkapazitäten auf bis zu ein Viertel - oder umgerechnet bis zu acht Werke. Da auch im kommenden Jahr wegen der Schuldenkrise das automobile Wachstum außerhalb des europäischen Kontinents - speziell in Asien und den USA - stattfinden wird, gehen Branchenkenner davon aus, dass sich die Schere noch weiter öffnen wird.

   "Die Polarisierung der Automobilwelt in High- und Low-Performer wird sich 2013 weiter verstärken", sagte beispielsweise erst unlängst Stefan Bratzel vom Center of Automotive Management. Mit entsprechenden Konsequenzen: "Die enorme globale Wettbewerbsintensität und der technologische Paradigmenwechsel erfordern weiterhin hohe Investitionen (...) Um nicht weiter Anschluss zu verlieren, sind manche Automobilhersteller aus Europa und Japan künftig zumindest zu tiefgehenden strategischen Kooperationen gezwungen". Mittelfristig benötigten beispielsweise PSA Peugeot-Citroen, Mazda, Mitsubishi oder Suzuki starke globale Partner, um dem Wettbewerbsdruck standzuhalten.

   Kontakt zum Autor: nico.schmidt@dowjones.com

   DJG/ncs/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   December 11, 2012 08:09 ET (13:09 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 08 09 AM EST 12-11-12

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Volkswagen St. (VW)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leicht im Plus -- ifo-Geschäftsklima hellt unerwartet auf -- Eurogruppenchef erwägt neuen Schuldenschnitt für Athen -- EADS, VW, Continental im Fokus
Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit. Gerresheimer hält sich bei Übernahmen zurück. Douglas-Aktionäre bekommen höhere Barabfindung. US-Neuaufträge für langlebige Güter steigen. SAP baut Vorstand gründlich um. Börsenaufsicht untersucht Ausverkauf bei Bankia. Patentschutz für Viagra läuft aus. » mehr
07.05.13
Wie sich Daimler, BMW und VW in der Berichtssaison schlagen (finanzen.net)
01.05.13
Anleihen: Welche deutschen Konzerne attraktive Bonds bieten (finanzen.net)
20.05.13
XETRA-SCHLUSS/Neuer DAX-Rekord - Commerzbank und Autos vorn (Dow Jones)
17.05.13
Europäischer Autoabsatz legt erstmals seit September 2011 zu (dpa-afx)
17.05.13
China rettet VW-Konzern erneut die Verkaufsstatistik (dpa-afx)
21.05.13
Autoindustrie schreibt Bittbrief an Kanzlerin (dpa-afx)
29.04.13
VW-Chef Winterkorn: 'Kapazitäten in Europa werden erhalten' (dpa-afx)
09.05.13
Groupon ziehen an - Überraschend gute Quartalszahlen (dpa-afx)
DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow schließt leicht im Plus -- ifo-Geschäftsklima hellt unerwartet auf -- Eurogruppenchef erwägt neuen Schuldenschnitt für Athen -- EADS, VW, Continental im Fokus
Yahoo bietet für US-Videodienst Hulu mit. Gerresheimer hält sich bei Übernahmen zurück. Douglas-Aktionäre bekommen höhere Barabfindung. US-Neuaufträge für langlebige Güter steigen. SAP baut Vorstand gründlich um. Börsenaufsicht untersucht Ausverkauf bei Bankia. Patentschutz für Viagra läuft aus. » mehr
07.05.13
Wie sich Daimler, BMW und VW in der Berichtssaison schlagen (finanzen.net)
01.05.13
Anleihen: Welche deutschen Konzerne attraktive Bonds bieten (finanzen.net)
20.05.13
XETRA-SCHLUSS/Neuer DAX-Rekord - Commerzbank und Autos vorn (Dow Jones)
17.05.13
Europäischer Autoabsatz legt erstmals seit September 2011 zu (dpa-afx)
17.05.13
China rettet VW-Konzern erneut die Verkaufsstatistik (dpa-afx)
21.05.13
Autoindustrie schreibt Bittbrief an Kanzlerin (dpa-afx)
29.04.13
VW-Chef Winterkorn: 'Kapazitäten in Europa werden erhalten' (dpa-afx)
09.05.13
Groupon ziehen an - Überraschend gute Quartalszahlen (dpa-afx)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
26.04.13Volkswagen St (VW) kaufenDeutsche Bank AG
22.04.13Volkswagen St (VW) haltenBernstein
17.04.13Volkswagen St (VW) kaufenMerrill Lynch & Co., Inc.
16.04.13Volkswagen St (VW) haltenBernstein
11.04.13Volkswagen St (VW) kaufenCommerzbank AG
26.04.13Volkswagen St (VW) kaufenDeutsche Bank AG
17.04.13Volkswagen St (VW) kaufenMerrill Lynch & Co., Inc.
11.04.13Volkswagen St (VW) kaufenCommerzbank AG
27.02.13Volkswagen St (VW) kaufenHSBC
04.02.13Volkswagen St (VW) kaufenHSBC
22.04.13Volkswagen St (VW) haltenBernstein
16.04.13Volkswagen St (VW) haltenBernstein
07.03.13Volkswagen St (VW) haltenBernstein
05.02.13Volkswagen St (VW) haltenBernstein Research
11.10.12Volkswagen St (VW) neutralCitigroup Corp.
23.03.10Volkswagen DowngradeSanford C. Bernstein and Co., Inc.
09.12.09Volkswagen verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
24.11.09Volkswagen reduzierenIndependent Research GmbH
13.11.09Volkswagen verkaufenBankhaus Lampe KG
13.11.09Volkswagen reduzierenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen St. (VW) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen