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08.01.2012 17:31

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UPDATE: Volkswagen will in den USA auch 2012 deutlich wachsen

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Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES NEW YORK (Dow Jones)--Europas größter Autobauer Volkswagen sieht sich in den USA weiter in der Erfolgsspur und will auch in diesem Jahr auf dem wichtigen Markt wachsen. Das Ziel für 2012 laute, konzernweit mehr als 500.000 Autos in den Vereinigten Staaten zu verkaufen, sagte der für das US-Geschäft zuständige VW-Manager Jonathan Browning am Sonntag in New York kurz vor Beginn der Automesse in Detroit. Die Marke von einer halben Million hatten die Niedersachsen in den USA zuletzt 1973 geknackt.

   Im vergangenen Jahr entschieden sich 444.192 US-Käufer für ein Auto einer Volkswagen-Marke, wobei die Vertriebsgesellschaft erstmals seit 2003 profitabel war. Im laufenden Jahr erwartet der Konzern somit ein Absatzplus von über 12,5 Prozent. Damit dürfte VW in den USA stärker zulegen als der Markt, dem die meisten Experten ein mittleres bis hohes prozentual einstelliges Wachstum zutrauen.

   VW-US-Chef Browning rechnet damit, dass der US-Markt 2012 die Erholung des vergangenen Jahres fortsetzen und auf 13,5 bis 14 Millionen Autos zulegen wird. Die alten Hochs von mehr als 17 Millionen Neuzulassungen dürften damit noch in weiter Ferne bleiben. Branchenkenner sind sich aber einig, dass die USA in diesem Jahr eine der Wachstumslokomotiven für die Automobilbranche sein wird, zumal sich wichtige Märkte wie Europa zuletzt spürbar eingetrübt haben.

   Der ehemalige Spitzenmanager der US-Hersteller General Motors und Ford soll das ambitionierte Ziel der Niedersachsen verwirklichen, die Verkäufe in den Vereinigten Staaten bis 2018 auf mehr als 1 Mio Autos zu steigern. Erfolgsgaranten für die Wolfsburger sollen in den kommenden Jahren vor allem die neuen Modelle Jetta, Passat und Beetle sein. Der Volkswagen-Konzern liege leicht vor dem Zeitplan, sagte Browning. Es sei aber noch einiges an Arbeit zu erledigen.

   Allein für Audi hat sich VW in den USA im Jahr 2018 einen Jahresabsatz von 200.000 Einheiten vorgenommen. 2011 waren es gut 117.500. Der Ingolstädter Premiumhersteller hat es in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten schwer. Denn in den 1980er Jahren kam es zu einer Reihe von mysteriösen Unfällen mit dem extra für den US-Markt aufgelegten Audi 5000, bei denen viele Menschen verletzt wurden und einige sogar ums Leben kamen. Angeblich beschleunigte sich das Auto vom Fahrer ungewollt von selbst. Obwohl sich der Verdacht nie bestätigte, war der Imageschaden für Audi enorm und ließ die Verkaufszahlen einbrechen.

   Der US-Markt ist für Volkswagen ein wichtiger Eckpfeiler beim ehrgeizigen Vorhaben, an die automobile Weltspitze vorzustoßen. Daher wurden die Investitionen für das US-Geschäft zuletzt deutlich hochgefahren. So eröffnete Volkswagen unlängst das für 1 Milliarde US-Dollar in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee gebaute neue Werk, in dem mehr als 2.000 Stellen geschaffen werden und jährlich 150.000 Autos gebaut werden können.

   Mit Einkauf und Produktion in der Dollar-Zone will der Konzern bisherigen Angaben zufolge ab 2013 wieder schwarze Zahlen im US-Geschäft schreiben. 1988 hatten sich die Niedersachsen mangels ausreichender Auslastung von einer Vor-Ort-Produktion in den USA verabschiedet. Seither schlagen Wechselkursschwankungen auf das Ergebnis durch.

   Spätestens 2018 will VW mit 10 Millionen Verkäufen zum weltweit größten Automobilhersteller aufgestiegen sein. General Motors und Toyota sollen bis dahin vom Thron gestoßen werden. Für 2011 haben sich die Niedersachsen erstmals die Marke von 8 Millionen Verkäufen vorgenommen. Was im abgelaufenen Jahr erreicht wurde, wird Konzernchef Martin Winterkorn wohl in den nächsten Tagen auf der ersten Automobilmesse des Jahres in Detroit bekanntgeben.

   Europas größter Autobauer wird auf dem Branchentreffen die Hybridversion des Jetta präsentieren. Der Jetta ist das mit Abstand wichtigste Auto von VW in den USA. Inklusive der sportlicheren Version wurden in den Vereinigten Staaten 2011 knapp 177.500 Jettas verkauft, fast eineinhalbmal so viel wie im Jahr davor. Damit steht der Jetta für mehr als die Hälfte der Gesamtverkäufe von VWs Kernmarke in den Vereinigten Staaten.

-Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 114; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/jhe (END) Dow Jones Newswires

   January 08, 2012 10:43 ET (15:43 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 10 43 AM EST 01-08-12

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