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Von Natali Schwab
Dow Jones NEWSWIRES
FRANKFURT (Dow Jones)--Die
Aktie der adidas AG ist am Dienstag kurzfristig unter Druck geraten, nachdem die französische Staatsanwaltschaft einem Pressebericht zufolge in den nächsten Tagen Vorermittlungen wegen möglichen Steuerbetrugs gegen adidas sowie den Reifenhersteller Michelin SCA und eine Tochter des Ölkonzerns Total SA einleiten wird.
"Weder der adidas AG noch unserer französischen Tochtergesellschaft liegt eine Anfrage der französischen Staatsanwaltschaft wegen Ermittlungen in Sachen Steuerhinterziehung vor", erklärte der Sportartikelhersteller mit Sitz in Herzogenaurach in einem Statement. "Wir weisen jegliche Spekulationen in diesem Zusammenhang entschieden von uns."
Die adidas-Aktie hatte nach Bekanntwerden des Artikels zunächst 2,7% auf ein Tagestief von 24,20 EUR verloren. Im Laufe des Tages erholte sich das Papier jedoch wieder. Am späten Mittag notierte die Aktie mit 24,79 EUR wieder um 1,4% im Plus. Die französische Zeitung "Le Parisien" hatte am Morgen berichtet, insgesamt handele es sich in den drei Fällen "um einen wichtigen Teil" des Betrages von 1 Mrd EUR, um die es in Frankreich in der Liechtenstein-Affäre gehe.
Die Summe hatte das Pariser Finanzministerium im Februar 2008 als mögliches Steuerausfallvolumens des französischen Staates in der Liechtenstein-Affäre genannt. Frankreichs Haushaltsminister Eric Woerth bestätigte am Dienstag, dass drei Fälle von Unternehmen an die Justiz weitergegeben worden seien. Er wolle aber die Angaben der Zeitung zu den Namen betroffenen Firmen "weder dementieren noch bestätigen", sagte Woerth im Sender LCI.
Bei Total sagte ein Sprecher, der Konzern habe kein Liechtensteiner Finanzvehikel, das wie von der Zeitung behauptet mit einem Steuerbetrug in Verbindung gebracht werden könnte. Michelin wies den Bericht der Zeitung zurück.
Haushaltsminister Woerth sagte, Ziel der Ermittlungen müsse es sein, die Wahrheit aufzudecken, "über das, was in der Vergangenheit passiert ist, woher das Geld in diesen drei Affären kam". Und schließlich gehe es darum, ob Steuern nachgefordert und Strafen verhängt werden könnten.
Laut Woerth hat sich der französische Staat mit einer Reihe von Unternehmen in der Affäre schon gütlich geeinigt. 16 von 64 Familienunternehmen, die des Steuerbetrugs über Liechtenstein verdächtigt worden seien, hätten ihre Steuerschuld einschließlich Zinsen beglichen.
Webseiten: http://www.adidas-group.de
http://www.total.com
http://www.michelin.com
http://www.leparisien.fr
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March 31, 2009 07:49 ET (11:49 GMT)
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