DAX6.050-3,4%  Dow12.119-2,2%  Euro1,24320,6% 
ESt502.069-2,4%  Nas2.748-2,8%  Öl98,82-2,8% 
TDax730,9-2,7%  Nikkei8.440-1,2%  Gold1.6264,2% 
Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)News + AdhocBilanz/GuVTermineZertifikateDepot
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenDividende/HVProfilOptionsscheineWatchlist
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichInsidertradesKnock-outsmyHome
OrderbuchRealtime StuttgartRSS FeedAnalyseim ForumFondsSenden/Drucken
HistorischRealtime PushmyNews neuAusblickIR-DatenAnleihen
handeln

09.02.2012 12:09

Senden

UPDATE2: Daimler will auch 2012 wachsen - außer beim Gewinn

Daimler zu myNews hinzufügen Was ist das?


   -- Daimler schafft Rekordjahr

   -- Verkäufe und Umsatz sollen auch 2012 zulegen

   -- Investitionen werden Gewinn aber stagnieren lassen

(Details und Aktienkurs)

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES STUTTGART (Dow Jones)--Der Automobilkonzern Daimler richtet sich nach dem Rekordjahr 2011 trotz der schwierigen Wirtschaftslage auf weiteres Wachstum ein. Die Verkäufe von Autos und Lkw sollen deutlich zulegen und mit ihnen der Umsatz. Der Gewinn wird dagegen nicht Schritt halten können sondern stagnieren.

   Daimler werde 2012 massiv in neue Produkte, Technologien und Märkte investieren, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche. "Das wird sich mittelfristig positiv auswirken, aber in diesem Jahr eine gewisse Belastung mit sich bringen". Der operative Gewinn werde daher wohl auf dem Vorjahresniveau liegen.

   Finanzchef Bodo Uebber rechnete vor, dass Daimler in diesem und dem nächsten Jahr Sachinvestitionen von rund 10,5 Milliarden Euro plant. Weitere knapp 11 Milliarden Euro sollen außerdem in die Forschungsabteilung gepumpt werden.

   Mit einer Produktoffensive will Daimler die Pkw-Tochter Mercedes-Benz bis 2020 zurück an die Spitze im Luxusautosegment führen. Alleine 2012 sollen sechs neue Modelle auf den Markt kommen, bis 2015 sollen es zehn sein. Um näher am Kunden zu sein und sich auf natürliche Weise gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, baut Daimler momentan das Pkw-Werk in Tuscaloosa in den USA aus, plant dort eine gemeinsame Motorenfertigung mit Partner Nissan und erweitert die Kapazitäten in China. Alleine in diese beiden wichtigen Märkte steckt Daimler in den nächsten Jahren rund 5 Milliarden US-Dollar.

   Laut Vorstandschef Zetsche könnte irgendwann auch die Fertigung anderer Komponenten, zum Beispiel von Getrieben, außerhalb Europas eine interessante Option sein. Um die Transportkosten, Zölle und vor allem die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen abzufedern, setzen viele Autohersteller zunehmend auf Vor-Ort-Produktionen in den wichtigsten Absatzmärkten. Denn wenn Autos und Komponenten überwiegend in Europa hergestellt werden, fallen die Kosten vornehmlich in Euro an. Werden die Autos dann aber im außereuropäischen Ausland verkauft, schlagen Veränderungen von US-Dollar, Renminbi und Britischem Pfund auf die Bilanz durch.

   Im vierten Quartal schnitt Daimler erwartungsgemäß stark ab und krönte damit das Boomjahr 2011: Die Einnahmen legten um 10 Prozent auf gut 29 Milliarden Euro zu. Operativ verdienten die Stuttgarter mit fast 2,2 Milliarden Euro rund 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Konzernergebnis legte um mehr als die Hälfte auf knapp 1,8 Milliarden Euro zu. Sämtliche Werte markieren neue Bestmarken, alle Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei.

   Anlaufkosten für neue Mercedes-Benz-Modelle sowie für das Lkw-Flaggschiff Actros und hohe Materialkosten verhinderten ein sogar noch stärkeres Gewinnplus. Die eigenen Jahresziele übersprang Daimler aber locker. Die Erlöse stiegen auf 106,5 Milliarden Euro und der operative Gewinn auf fast 8,8 Milliarden Euro. Die Schwaben hatten sich vorgenommen, erstmals die 100-Milliarden-Marke beim Umsatz zu knacken und den operativen Vorjahresgewinn von knapp 7,3 Milliarden Euro deutlich zu toppen.

   Den größten Beitrag zum Rekordergebnis lieferte die Pkw-Sparte Mercedes-Benz, die vor allem vom Luxusautoboom in China und den USA profitierte. Mit den Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach verdiente Daimler 2011 vor Zinsen und Steuern fast 5,2 Milliarden Euro und erwirtschaftete eine Rendite von 9 Prozent. Damit wird Mercedes-Benz in Sachen Profitabilität hinter den Konkurrenten BMW und Audi zurückbleiben, die im nächsten Monat wohl von zweistelligen Margen berichten werden.

   "Wir haben noch Luft nach oben", sagte Zetsche. "Der direkte Vergleich mit unseren Wettbewerbern zeigt: Einige schöpfen bereits aus, was wir noch heben müssen". Man dürfe den Rückstand nicht überbewerten, schließlich habe Daimler eine Schwächephase im Produktlebenszyklus hinter sich. "Wir hatten uns für 2011 viel vorgenommen - und wir haben es mehr als erreicht", sagte der zufriedene Vorstandschef. Das vergangene Jahr sei für Daimler ein Erfolgsjahr gewesen.

   Das Jahr 2012 bezeichnete Zetsche als Übergangsjahr. "Jetzt arbeiten wir mit allen Kräften daran, diesen Erfolg fortzusetzen und wie geplant die Zielrenditen ab dem Jahr 2013 nachhaltig zu erreichen". Ab dem kommenden Jahr soll eine Pkw-Marge von 10 Prozent und eine Truck-Rendite von 8 Prozent erwirtschaftet werden. 2011 sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung gemacht worden, sagte Finanzchef Uebber.

   Über das deutliche Gewinnplus im vergangenen Jahr dürfen sich auch die Aktionäre freuen: Daimler wird sie für das abgelaufene Jahr mit einer Rekorddividende von 2,20 Euro je Anteilsschein bedenken. Im vergangenen Jahr waren es 1,85 Euro. "Wir wollen unsere Aktionäre erneut in angemessener Form am Unternehmenserfolg beteiligen und gehen auch für die kommenden Jahre von einer weiter nachhaltigen Dividendenentwicklung aus".

   Die Börse feiert Daimler: Die Aktie gewinnt am Donnerstag in der Spitze rund 5 Prozent hinzu und ist damit der stärkste Wert im deutschen Leitindex DAX. Analysten verweisen zur Begründung auf die unerwartet hohe Dividende und die Prognose, die weniger schwach als erwartet ausfiel.

- Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/jhe (END) Dow Jones Newswires

   February 09, 2012 05:38 ET (10:38 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 05 38 AM EST 02-09-12

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
DAX stürzt über 3 Prozent ab -- US-Arbeitsmarkt enttäuscht -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Aus für Schlecker -- Apple, EADS, VW im Fokus
GM will sich von Pensionsverpflichtungen befreien. Euro zieht im US-Handel kräftigt an. US-Amerikaner kaufen Neuwagen - Deutsche Autobauer profitieren. Abstimmung bei Facebook über Nutzungsbedingungen. Daimler - US-Absatz steigt im Mai um 24,4 Prozent. Google wirft Nokia und Microsoft Patent-Absprachen vor. » mehr
22.05.12
Facebook-Aktie fällt zweistellig (dpa-afx)
17.05.12
SHW – der heimliche Aufsteiger (finanzen.net)
07.05.12
Europa ist sturmreif (finanzen.net)
29.05.12
Wunschanalyse der Woche: BMW (finanzen.net)
17.05.12
BMW, Daimler und VW im Rundumschlag (Der Aktionär)
24.05.12
Neue Kursziele für VW, Porsche, Daimler und BMW von Goldman Sachs (Investorsinside)
05.05.12
DAX: Autowerte glänzen im ersten Quartal (finanzen.net)
30.05.12
Wetten auf Facebook-Kurs (Dow Jones)
DAX stürzt über 3 Prozent ab -- US-Arbeitsmarkt enttäuscht -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Aus für Schlecker -- Apple, EADS, VW im Fokus
GM will sich von Pensionsverpflichtungen befreien. Euro zieht im US-Handel kräftigt an. US-Amerikaner kaufen Neuwagen - Deutsche Autobauer profitieren. Abstimmung bei Facebook über Nutzungsbedingungen. Daimler - US-Absatz steigt im Mai um 24,4 Prozent. Google wirft Nokia und Microsoft Patent-Absprachen vor. » mehr
22.05.12
Facebook-Aktie fällt zweistellig (dpa-afx)
17.05.12
SHW – der heimliche Aufsteiger (finanzen.net)
07.05.12
Europa ist sturmreif (finanzen.net)
29.05.12
Wunschanalyse der Woche: BMW (finanzen.net)
17.05.12
BMW, Daimler und VW im Rundumschlag (Der Aktionär)
24.05.12
Neue Kursziele für VW, Porsche, Daimler und BMW von Goldman Sachs (Investorsinside)
05.05.12
DAX: Autowerte glänzen im ersten Quartal (finanzen.net)
30.05.12
Wetten auf Facebook-Kurs (Dow Jones)
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Daimler AG zu myNews hinzufügen Was ist das?
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
31.05.12Daimler buySarasin Research
04.05.12Daimler haltenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
02.05.12Daimler neutralJ.P. Morgan Cazenove
02.05.12Daimler neutralHSBC
30.04.12Daimler haltenIndependent Research GmbH
31.05.12Daimler buySarasin Research
30.04.12Daimler addWestLB AG
30.04.12Daimler kaufenBankhaus Lampe KG
30.04.12Daimler buySarasin Research
30.04.12Daimler outperformExane-BNP Paribas SA
04.05.12Daimler haltenHamburger Sparkasse AG (Haspa)
02.05.12Daimler neutralJ.P. Morgan Cazenove
02.05.12Daimler neutralHSBC
30.04.12Daimler haltenIndependent Research GmbH
25.04.12Daimler neutralJ.P. Morgan Cazenove
09.02.12Daimler verkaufenIndependent Research GmbH
06.02.12Daimler verkaufenIndependent Research GmbH
24.01.12Daimler verkaufenIndependent Research GmbH
17.02.11Daimler reduceNomura
17.02.11Daimler reduceNomura
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

ANZEIGE

Was halten Sie von nutzergenerierten Chartanalysen auf finanzen.net?
Ich würde liebend gerne mein Wissen über Chartanalyse dem Publikum von finanzen.net zur Verfügung stellen.
Ich kenne mich bei Chartanalyse nicht so gut aus, halte nutzergenerierte Chartanalysen aber für einen echten Mehrwert.
Ich halte nichts von den Methoden der Chartanalyse und habe deshalb auch kein Interesse an nutzergenerierten Analysen.
 Abstimmen