05.09.2012 15:00
Bewerten
(2)

Smith & Wesson – Volltreffer für Anleger

US-Aktien-Tipp: Smith & Wesson – Volltreffer für Anleger | Nachricht | finanzen.net
US-Aktien-Tipp
DRUCKEN
Zu den wenigen florierenden US-Industrien zählen die Waffenhersteller. Der Aktienkurs des Marktführers hat sich 2012 verdreifacht. Das Pulver ist noch nicht verschossen.
€uro am Sonntag
von Andreas Pilmes

Es dauerte einige Tage, bis Barack Obama tat, was alle Welt von ihm erwartete: Nach dem Batman-Massaker mit zwölf Todesopfern in einem Kino in Aurora, Colorado, sprach sich der US-Präsident für eine Verschärfung der Waffengesetze aus. Gleichzeitig aber betonte der Demokrat mit Blick auf die mächtige US-Waffenlobby und die Wahlen im November das Grundrecht der Amerikaner auf ihren Schießprügel: „Es ist klar, dass der Waffenbesitz eine lange Tradition in diesem Land hat und dass Schießen und Jagen zum Erbe der Nation gehören.“

Ein Präsident übt sich im Spagat. Ausgerechnet unter der Ägide des Friedensnobelpreisträgers zählen die Waffenhersteller zu den wenigen Sparten der US-Industrie, die sich eines regen Wachstums erfreuen. Dabei ist Obama von den Demokraten — im Vergleich zu den Republikanern eindeutig die waffenkritischere Partei — selbst ein Grund für steigende Verkaufszahlen.

Präsidentenbonus
Die Industrie nennt es den „Obama-Faktor“: die Furcht vor einer Verschärfung des Waffenrechts in einer zweiten Amtszeit des Präsidenten. Vorsichtshalber komplettieren viele ihr heimisches Arsenal noch, bevor möglicherweise strengere Kontrollen beim Kauf kommen. „Manche bezeichnen Mr. Obama scherzhaft als Verkäufer des Jahres“, erklärte unlängst der Vizepräsident der US-Sportschützenvereinigung.

Bei dieser Verkaufsrally ist für Anleger die Waffenschmiede Smith & Wesson besonders interessant. Der Aktienkurs des US-Marktführers für Handfeuerwaffen hat sich in diesem Jahr bereits verdreifacht. Die Knarren aus Springfield im Bundesstaat Massachusetts sind vom Kaliber Klassiker. Hierzulande kennen die meisten sie nur aus dem Kino: Clint Eastwood als „Dirty Harry“ schoss mit einer überdimensionierten Magnum, Bruce Willis in „Sin City“ und Nicolas Cage in „Bad Lieutenant“ ballerten mit dem Modell 29 über die Leinwand. Für die Älteren: Auch Jerry Cottons Jackett wurde von einer kurzläufigen Smith & Wesson ausgebeult. Und James Bonds deutsche Walther PPK wird von Springfield aus exklusiv in den USA vertrieben.

Während für den durchschnittlichen Mitteleuropäer die Beschäftigung mit derlei martialischem Gerät eher exotisch und Jägern oder Sportschützen vorbehalten ist, gilt in den USA die Knarre in der Kommode als vollkommen normal. Das Oberste Gericht, der Supreme Court, weitete erst vor zwei Jahren das Grundrecht auf Waffenbesitz aus. Es erklärte regionale Waffenverbote wie damals in Chicago für verfassungswidrig.

In 40 Prozent der rund 105 Millionen Haushalte ist mindestens eine Waffe vorhanden. 31 Milliarden Dollar setzte die Industrie insgesamt im vergangenen (Rekord-)Jahr mit Waffen und Munition um — 2008 waren es noch 19 Milliarden. Das Steueraufkommen im Sektor stieg binnen drei Jahren um 30 Prozent.

Marktführer Smith & Wesson hat für ein US-Unternehmen eine geradezu biblische Tradition. Die Gründer Horace Smith und Daniel B. Wesson entwickelten vor 160 Jahren den ersten Revolver, der vorgefertigte Kugeln verschießen konnte. Fünf Jahre später brach der Sezessionskrieg aus, die Nachfrage schoss in die Höhe. Erst 1964 übernahmen externe Investoren das bis dahin in Familienbesitz befindliche Unternehmen.

Heute stellt die Firma Revolver und Pistolen her, zudem Jagd-, Sport- und Schnellfeuergewehre und bietet Trainings für Profis und Amateure in der hauseigenen Akademie an. Smith & Wesson rüstet nicht nur Privatleute auf. Die Kundenliste zieren zahlreiche Armeen, Polizeitruppen und private Sicherheitsdienste.

Das Business läuft. Im Quartal bis Ende April schrieb Vorstandschef James Debney 129 Millionen Dollar Umsatz in die Bücher, fast ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum. Das lag ebenso über den Erwartungen wie der Auftragsbestand, der mit 439 Millionen Dollar mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts markierte.

Leicht verdientes Geld
Zu verdanken ist dieser Aufschwung laut Debney in erster Linie neuen Produkten, allen voran Waffen aus dem Kunststoff Polymer. Die leichten Pistolen verkaufen sich blendend, das günstige Ausgangsmaterial erhöht zudem die Margen.

Smith & Wesson profitiert zwar momentan vom „Obama-Faktor“, doch selbst wenn der Demokrat tatsächlich wiedergewählt werden sollte, wäre das wohl nicht mehr als ein Streifschuss für die Revolveraktie. Denn will er gewinnen, darf es sich Obama nicht mit der mächtigen Waffenlobby verderben, die traditionsgemäß seinen Widersacher Mitt Romney bevorzugt. Und so kündigte der Präsident erst kürzlich höchst moderat an, er wolle in Sachen Waffengesetz einen überparteilichen Konsens suchen.

Smith & Wesson
Waffe im Depot
Das Geschäft des führenden US-Herstellers von Handfeuerwaffen wächst schnell, zuletzt legten die Umsätze mit Raten um 30 Prozent zu. Für das laufende Geschäftsjahr mit Ende April 2013 rechnen Analysten mit Wachstumsraten von gut 20 Prozent auf dann rund 500 Millionen Dollar Umsatz. Die Profitabilität steigt wegen kostengünstigerer Produkte, der Gewinn soll um gut 50 Prozent auf rund 43 Mil­lionen Dollar zulegen. Attraktive Beimischung.
WKN: 797652
Kursziel: 8,00 Euro
Stopp: 4,50 Euro

Bildquellen: akva / Shutterstock.com

Nachrichten zu American Outdoor Brands Corp.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu American Outdoor Brands Corp.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.11.2017American Outdoor Brands HoldLake Street
25.09.2017American Outdoor Brands OutperformWedbush Morgan Securities Inc.
08.09.2017American Outdoor Brands HoldLake Street
02.06.2017American Outdoor Brands NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
03.03.2017American Outdoor Brands NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
25.09.2017American Outdoor Brands OutperformWedbush Morgan Securities Inc.
18.07.2016SmithWesson BuyWunderlich
04.03.2016SmithWesson BuyWunderlich
05.01.2016SmithWesson BuyBB&T Capital Markets
05.01.2016SmithWesson BuyWunderlich
17.11.2017American Outdoor Brands HoldLake Street
08.09.2017American Outdoor Brands HoldLake Street
02.06.2017American Outdoor Brands NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
03.03.2017American Outdoor Brands NeutralWedbush Morgan Securities Inc.
18.01.2017SmithWesson NeutralWedbush Morgan Securities Inc.

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für American Outdoor Brands Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Meistgelesene American Outdoor Brands News

Keine Nachrichten gefunden.
Weitere American Outdoor Brands News
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Payment-Trend: Der Vormarsch von digitalen Zahlungsabwicklern

Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, warum vor allem asiatische Unternehmen beim Mobile-Payment eine wichtige Rolle spielen und welche Aktien vom mobilen Bezahlen profitieren könnten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

American Outdoor Brands Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX schließt im Plus -- Wall Street mit neuen Rekorden -- Bitcoin mit neuem Rekordhoch -- US-Regierung blockt Mega-Deal AT&T-Time Warner -- Vapiano mit Wachstum -- VW, HelloFresh, Uniper im Fokus

EZB-Mitglied Coeure erwartet baldige Änderung des geldpolitischen Ausblicks. Deutsche Bank gilt weiter als systemrelevant für die Finanzstabilität - Größte Gefahr: JPMorgan. easyJet sieht dank Aus von Air Berlin und Monarch steigende Ticketpreise. Yellen verlässt Fed-Führung nach Powells Amtsübernahme.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
Die wertvollsten Unternehmen nach Marktkapitalisierung 2017
Welches Unternehmen macht das Rennen?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die besten Städte für Londoner Banker
Welche Stadt bietet die meisten Vorteile?
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie in Bitcoins investiert?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
EVOTEC AG566480
Deutsche Bank AG514000
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Daimler AG710000
AIXTRON SEA0WMPJ
GeelyA0CACX
BP plc (British Petrol)850517
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
Sabina Gold & Silver Corp.A0YC9U
Infineon AG623100
Tencent Holdings LtdA1138D
Bitcoin Group SEA1TNV9