von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Seit Jahren durchlebt der weltweit zweitgrößte Bulettenbrater harte Zeiten. Die Führungsspitze versäumte es, die Menüs aufzufrischen, der Umsatz stagnierte, das Unternehmen wurde von der Börse genommen. Im Juni hat die Private-Equity-Firma 3G Capital den Burgerbrater zurück auf das Börsenparkett gebracht. Der Konzern ist mit 2,7 Milliarden Dollar hochgradig verschuldet. Doch einflussreiche Investoren arbeiten an der Sanierung. Dazu gehören Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen und Hedgefondsmanager William Ackman. Zusammen mit 3G halten sie 71 Prozent. Das Trio möchte aggressiv ins Ausland expandieren. Elf Millionen Menschen bedient Burger King täglich in 12 600 Filialen in 86 Ländern. Mit mehr Salaten, Wraps, Smoothies und besseren Fritten sollen neue Kunden angelockt werden. Noch ist die Nettomarge in Höhe von 5,5 Prozent mager. Die Ratingagentur Fitch lobte bereits die Fortschritte. Kostenkürzungen, der Ausbau des Franchise-Netzes und neue Werbekampagnen könnten den Kurs beflügeln. Nicht zuletzt versprüht das eine Milliarde Dollar schwere Immobilienportfolio Fantasie.
Zum Autor
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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