von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Die Kaufhauskette, mit 1102 Filialen eine der führenden in den USA, hat es lang versäumt, ihr angestaubtes Konzept zu modernisieren. Der Umsatz stagnierte, das Ergebnis schrumpfte, Vorstandschef Myron Ullman musste gehen. Starker Mann bei J. C. Penney ist inzwischen Hedgefondsmanager Bill Ackman, der 18 Prozent der Anteile erworben hat. Ackman holte vor einem Jahr Apple-Manager Ron Johnson. Dieser arbeitet nun an der Sanierung. Er schaffte Rabattaktionen ab und hob die Preise an. Die Kunden, viele Schnäppchenjäger, blieben zunächst weg.
Das machte sich im jüngsten Quartal bemerkbar: Der Umsatz auf bestehender Fläche brach um 26 Prozent ein. Die Aktie notiert nahe des Fünfjahrestiefs. Der Börsenwert ist in etwa auf Buchwert geschmolzen. Ackman glaubt an eine Wende. Er erinnert an den milliardenschweren Immobilienbesitz. Johnson setzt auf Shops im Shop: Marken wie Levis, Calvin Klein oder Tommy Hilfiger erhalten Boutiquen auf der Verkaufsfläche. Elf Prozent der Fläche sind bereits an solche Miniläden vergeben, der Umsatz je Quadratmeter soll sich dort verdoppelt haben.
WKN: 851991
Stopp: 11,00 Euro
Kursziel: 17,00 Euro
Zum Autor
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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