von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Zur Kundschaft von McCormick & Co. zählen sowohl Endkonsumenten als auch Lebensmittelhersteller. Unter den Abnehmern sind klangvolle Namen wie Pepsi, Generals Mills oder Yum! Brands. Der Weltmarktführer betreibt seine Fabriken weltweit, das federt die Risiken in einzelnen Märkten ab. Chancen sieht Vorstandschef Alan Wilson in den Schwellenländern, deren Umsatzanteil möchte er von derzeit zehn auf 20 Prozent bis zum Jahr 2015 verdoppeln. Ihm helfen auch Übernahmen wie zuletzt in China.
Das Geschäft wächst stetig, es ist krisenfest. Seit 26 Jahren klettert die Dividende bereits in Folge. Die Dividendenrendite liegt bei rund zwei Prozent. Keine Frage, die Aktie ist bereits gut gelaufen. Mit rund acht Milliarden Dollar ist der Börsenwert aber noch immer moderat, er entspricht dem zweifachen Umsatz. Die Wurzeln des Geschäfts reichen bis ins Jahr 1889 zurück. Damals begann der 25-jährige Willoughby McCormick im Keller Würzessenzen, Fruchtsäfte, Sirup und Root Beer — zu Deutsch Wurzelbier — herzustellen, um es dann von Tür zu Tür zu verkaufen.
Zum Autor:
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
Bildquellen: Maynard Case / Shutterstock.com