von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Im Turnus 2011/12 (endete im April) setzte das Softwarehaus 6,2 Milliarden Dollar um. Nach Steuern blieb ein Ergebnis von 605 Millionen Dollar. Fast die Hälfte der Einnahmen tüten die Kalifornier im Ausland ein. NetApp ist der zweitgrößte Datenspeicheranbieter. Die Nachfrage nach solchen Diensten zieht an. Gleichwohl ist der Markt umkämpft. Trotz des Preiskampfs scheuen die Kunden jedoch einen Anbieterwechsel, weil die Wechselkosten hoch sind.
Die Bilanz gleicht einer Festung: 5,6 Milliarden Dollar liegen in der Kasse, es wird immer mehr. Rund eine Milliarde Dollar Cash wirft das Geschäft nach Abzug der Investitionen jährlich ab. Und das, obwohl Vorstandschef Thomas Georgens kräftig investiert. Zwölf Prozent des Umsatzes steckt er kontinuierlich in neue Entwicklungen.
Es kursieren Übernahmegerüchte. Cisco hat angeblich ein Auge auf NetApp geworfen. Es handelt sich freilich nur um Spekulationen. Georgens stuft offenbar die Aktie als unterbewertet ein. Seit einigen Quartalen kauft er jedenfalls für 100 bis 200 Millionen Dollar Anteilscheine über die Börse zurück.
WKN: A0NHKR
Stopp: 21,00 Euro
Kursziel: 30,00 Euro
Zum Autor
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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