Tim Schäfer, Euro am Sonntag
Grund: eine saftige Gewinnwarnung. Vorstandschef Mark Sarvary hatte die 2012er-Prognose von 3,95 auf 2,70 Dollar je Aktie gesenkt. Der Markenhersteller aus dem Bundesstaat Kentucky ist ein führender Anbieter von Viskoseunterlagen. Sie kosten zwischen 1.200 und 4.000 Dollar. Verkauft werden sie in Möbel- und Kaufhäusern sowie medizinischen Spezialgeschäften. Daneben vermarktet Tempur Kopfkissen und justierbare Betten. Zwar muss sich der Konzern einem verschärften Konkurrenzkampf stellen.
Doch der Kursrutsch scheint übertrieben, die Firma ist weiterhin profitabel. Mit 21 Prozent bleibt die operative Marge kernig. In den zurückliegenden zwölf Quartalen stieg der Gewinn im Schnitt um zwölf Prozent. Folglich war der Ergebnisdämpfer ein Schock für die erfolgsverwöhnten Aktionäre. Hedgefonds, die auf Aktienpaketen saßen, sind für den Kursrutsch mitverantwortlich.
Jetzt bietet sich für Anleger mit Geduld eine Chance. Der Börsenwert ist mit zwei Milliarden Dollar moderat. Dem steht ein erwarteter Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar gegenüber. Schwachpunkt: keine Dividende.
Kursziel: 29,00 Euro
Stopp: 19,00 Euro
Empfehlung: Kaufen
Zum Autor
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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