von Tim Schäfer, Euro am Sonntag
UnitedHealth Group, die Krankenversicherung aus Minnesota betreut 75 Millionen Kunden weltweit. Die Hälfte der Fortune-100-Unternehmen sind mit ihrer Belegschaft mit von der Partie. Gegründet haben eine Handvoll Ärzte die Assekuranz 1974. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis ist mit 0,5 ebenfalls günstig. Der Sektor leidet, seit Präsident Barack Obama seine Gesundheitsreform auf den Weg gebracht hat. Die Reform, die in den kommenden zwei Jahren schrittweise umgesetzt werden soll, sorgt unter den Anbietern für steigende Kosten. Zudem führte die hohe Arbeitslosigkeit zu einem Kundenschwund. Genau diese Schwachpunkte machen die Aktie attraktiv, denn die Lage kann sich im Endeffekt nur bessern. 2011 setzte der Marktführer 101 Milliarden um und verdiente 5,1 Milliarden Dollar nach Steuern. Gewinnen die Republikaner die Präsidentschaftswahl im November, dürfte das der Titel mit einem Kursfeuerwerk feiern. Bleibt Obama dagegen im Amt, ist kaum mit einer weiteren Korrektur zu rechnen.
Zum Autor:
Tim Schäfer ist Journalist und schreibt seit 1998 über Börse, Aktien und Unternehmen. Seit 2006 lebt der studierte Diplom-Betriebswirt und DVFA-Aktienanalyst in New York und berichtet von dort über die Geschehnisse an der Wall Street, unter anderem für Euro am Sonntag. Bekannt ist Schäfer für seine Berichterstattungen über kleine Nebenwerte.
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