US-Arbeitsmarktdaten: Deutsche Börsen und Wall Street fest -- Allianz: Milliardenplus -- AIG wieder profitabel -- HRE: Milliardenverlust -- Fannie Mae: Milliardenspritze nötig
Heute anstehende Termine:
- Deutschland: Außenhandel Juni
- Deutschland: Rohstahlproduktion Juli
- Deutschland: Produktion prod. Gewerbe Juni
- USA: Arbeitslosenquote Juli
- USA: Beschäftigte ex Agrar Juli
- Bridgestone: Quartalszahlen
- Allianz: Quartalszahlen
- Evotec: Quartalszahlen
- Hypo Real Estate: Quartalszahlen
- IDS Scheer: Quartalszahlen
- Kloeckner-Werke: Quartalszahlen
- Royal Bank of Scotland: Quartalszahlen
- Solar-Fabrik: Quartalszahlen
Deutsche Börsen: US-Arbeitsmarktdaten sorgen für freundlichen Wochenausklang
Die deutschen Börsen notierten über weite Strecken des Freitagshandels in der Verlustzone. Die Anleger wollten sich vor Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten nicht eindeutig positionieren. Als der Arbeitsmarktbericht am Nachmittag besser ausfiel als erwartet, drehten die Börsen hierzulande deutlich ins Plus und bauten ihre Gewinne kräftig aus. Auf Unternehmensseite stand der Versicherungsriese Allianz im Fokus. Der Konzern hat mit einem Milliardengewinn im zweiten Quartal der Krise getrotzt und die Erwartungen übertroffen. Dass die Aktie dennoch zeitweise nachgab, begründeten Experten mit der fehlenden Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr und der enttäuschenden operativen Entwicklung. Die Hypo Real Estate legte indes erneut eine tiefrote Bilanz vor.
Der DAX verlor zum Handelsstart am Freitag leicht und baute seine Verluste im Verlauf etwas aus. Mit Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichtes fassten die Anleger wieder Mut - der Leitindex drehte deutlich ins Plus und verabschiedete sich mit einem kräftigen Aufschlag von 1,7 Prozent auf 5.459 Punkte ins Wochenende.
Auch die Technologieanleger ließen sich von der Börsenstimmung anstecken und verhalfen dem TecDAX zu einem Plus von 1,2 Prozent. Damit ging das Börsenbarometer bei 679 Zählern ins Wochenende.
22:30 Uhr: US-Börsen dank Arbeitsmarktbericht im Plus
Die US-Börsen haben sich dank unerwartet gut ausgefallener Daten vom US-Arbeitsmarkt mit Gewinnen aus der Handelswoche verabschiedet. Wie am Freitag bekannt wurde, sank die Arbeitslosenquote in der größten Volkswirtschaft der Welt auf 9,4 Prozent, Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 9,6 Prozent gerechnet. Zudem verringerte sich die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft weniger deutlich, als befürchtet. Der Anleiheversicherer Ambac Financial hat ein tiefrotes Quartal vermeldet - die Aktie verlor rund ein Viertel ihres Wertes. Gut kamen unterdessen Zahlen des Versicherungsriesen American International Group (AIG) an, der erstmals seit geraumer Zeit wieder Gewinne verbucht hat.
Der Dow Jones konnte ein Plus von 1,23 Prozent auf 9.370,23 Punkte verzeichnen. Auch die Techwerteanleger ließen sich von der Stimmung anstecken, die Nasdaq Composite legte um 1,37 Prozent auf 2.000,25 Punkte zu.
21:28 Uhr: US-Verbraucherkredite fallen im Juni um 4,9 Prozent
Das Volumen der US-Verbraucherkredite ist im Juni 2009 um 10,29 Mrd. Dollar gesunken. Dies teilte die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) am Freitag mit. Insgesamt ging das Gesamtvolumen der ausstehenden Verbraucherkredite um 4,9 Prozent auf 2,50 Bio. Dollar zurück. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Rückgang um 4,1 Mrd. Dollar erwartet.
21:24 Uhr: Merck: Aktionäre winken Schering-Übernahme durch
Die Anteilseigner des US-Pharmakonzerns Merck & Co haben die Übernahme des Konkurrenten Schering-Plough durchgewunken und damit grünes Licht für eine milliardenschwere Fusion im Pharmasektor gegeben. Der Käufer legt für den Rivalen rund 41 Milliarden Dollar auf den Tisch. Anteilseigner beider Unternehmen haben mit 99 Prozent für die Pläne gestimmt, hieß es am Freitagabend.
17:15 Uhr: Wirtschaftsdaten: Euro unter Druck
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro die sich über weite Strecken des Freitagshandels wenig bewegt gezeigt hatte, gibt am Nachmittag zum Dollar deutlicher nach. Dabei wirkten sich besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten überraschend belastend für die europäische Währung aus. In den letzten Wochen hatte der Euro immer von der Hoffnung auf eine Konjunkturerholung profitiert, während der Greenback als Krisenwährung gefragt war.
15:35 Uhr: Wall Street: Arbeitsmarktbericht sorgt für festen Start
Nach den Abschlägen des Vortages starten die US-Börsen mit grünen Vorzeichen in den letzten Handelstag der Woche. Überraschend besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten sorgen dabei für gute Laune an der Wall Street: Die Arbeitslosenquote sank im Juli von 9,5 Prozent auf 9,4 Prozent, während Volkswirte von einem Anstieg ausgegangen waren. Auf Unternehmensseite steht der angeschlagene Versicherungsriese American International Group (AIG) im Fokus, der die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft hat. Tiefrote Zahlen vermeldete unterdessen der Anleiheversicherer Ambac Financial, was für deutlichen Verkaufsdruck bei der Aktie des Konzerns sorgt.
Der Dow Jones steigt fest in den Handel ein. Auch die Techwerteanleger lassen sich von der Stimmung anstecken, die Nasdaq Composite wird ebenfalls freundlich erwartet.
15:30 Uhr: Dow Jones mit festem Start
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Plus von 0,7 Prozent in den Handel ein.



