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01.02.2012 17:55

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US-Automarkt startet robust ins neue Jahr

Volkswagen St (VW) zu myNews hinzufügen Was ist das?


   FRANKFURT (Dow Jones)--Das neue Jahr beginnt für die Autohersteller in den USA wie das alte endete: Mit Wachstum. Im Januar legte der Fahrzeugmarkt in Amerika den achten Monat in Folge zu. Die Erinnerungen an die jahrelange Krise der Branche verblassen langsam, die Hersteller schöpfen die Hoffnung, auch im laufenden Jahr wieder mehr zu verkaufen.

   Laut dem Branchendienst Edmunds.com stiegen die Autoverkäufe im Januar in den Vereinigten Staaten um 5,8 Prozent. Dabei zahlte sich insbesondere der Ehrgeiz der beiden Hersteller Volkswagen und Chrysler aus, die schon Ende des Vorjahres ordentlich Gas gegeben hatten. Beide steigerten ihre Verkaufszahlen nun um fast die Hälfte.

   Der inzwischen zum Fiat-Konzern gehörende US-Hersteller Chrysler kam mit 101.149 Fahrzeugen auf ein Plus von 44 Prozent. Der drittgrößte US-Hersteller, der im vergangenen Jahr erstmals seit 2009 wieder schwarze Zahlen schrieb, erlebte damit den besten Januar seit vier Jahren. Chrysler profitiert derzeit von der überarbeiteten Modellpalette und der Zusammenarbeit mit dem Mehrheitsgesellschafter Fiat. Chef Sergio Marchionne sieht Chrysler jedenfalls über Plan auf dem Weg zurück aus der Krise, die ihren Tiefpunkt in der Insolvenz des Konzerns im Jahr 2009 gefunden hatte. Bei der Steigerung der Verkäufe hilft laut Marchionne auch das Wiederanspringen der Konjunktur in Amerika.

   Überdurchschnittlich zulegen konnte auch der zweitgrößte US-Anbieter. Ford fand für 136.710 Autos einen Kunden und legte damit um 7,4 Prozent zu. Wachstumstreiber war der Kleinwagen Focus, der sich 60 Prozent besser verkaufte als ein Jahr zuvor. Lediglich Marktführer General Motors (GM) schwächelte im Januar. Insbesondere die leichten Nutzfahrzeuge wie Pickups fanden weniger Käufer, so dass der Konzern insgesamt 6,1 Prozent weniger Autos absetzte. GM begründete den Rückgang damit, den Kunden weniger Rabatte gegeben zu haben.

   Dennoch zeigten sich die Amerikaner optimistisch. GM werde im laufenden Jahr zahlreiche neue Modelle auf den Markt bringen. Dies und das Wachstum der gesamten Branche werde dem Unternehmen helfen. Den amerikanischen Automarkt sieht GM 2012 auf 13,5 bis 14 Millionen Fahrzeuge wachsen. Das wären deutlich mehr Autos als die 12,8 Millionen des vergangenen Jahres.

   Auch Volkswagen versprühte mit Blick auf das laufende Jahr Optimismus. Dabei hatten die Wolfsburger schon einen guten Start ins Jahr. Der Konzern kam im Januar auf 27.209 verkaufte Autos in den USA. Damit legte das Unternehmen nicht nur um knapp 48 Prozent zu, es war auch der beste Januar für Volkswagen seit 1974. Großen Anteil am Erfolg hatte die extra für den amerikanischen Markt entwickelte Version des Passat. Für dieses Modell fanden sich gut 6.300 Käufer. Aber auch das SUV Tiguan gewann deutlich in der Gunst der Kunden hinzu.

   Wie sich die übrigen deutschen Autohersteller auf dem US-Markt geschlagen haben, war am frühen Mittwochabend noch nicht klar. Die Unternehmen werden im Laufe des Abends über ihre Verkaufszahlen auf dem wichtigen US-Markt berichten.

-Von Jürgen Hesse, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/jhe/bam (END) Dow Jones Newswires

   February 01, 2012 11:38 ET (16:38 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 11 38 AM EST 02-01-12

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