04.01.2013 13:17
Bewerten
(5)

Aktienwunder Bank of America: Was hinter der Kursverdopplung steckt

US-Bankaktie: Aktienwunder Bank of America: Was hinter der Kursverdopplung steckt | Nachricht | finanzen.net
US-Bankaktie
Aus ­einer Riesenbaustelle in der Finanzkrise ist eine der attraktivsten Turnaround­geschichten der Wall Street ­geworden. Der Aufschwung am US-Immobilienmarkt hilft der zweitgrößten US-Bank.
€uro am Sonntag
von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Brian Moynihan hat sich nur einen bescheidenen Vorschuss gegönnt. Der Chef der Bank of America (BofA) verkaufte vor Weihnachten rund 19 000 seiner insgesamt 500 000 Aktien an der zweitgrößten US-Bank. Wert: rund 200 000 Dollar, genug Geld für Geschenke und ein paar schöne Tage mit der Familie. Ein bisschen Luxus darf es schon mal sein nach einem aufreibenden Jahr, das Moynihan als das erfolgreichste seiner Karriere bezeichnen dürfte. Das Papier des traditionsreichen ­Instituts stieg 2012 um über 100 Prozent — es war die beste Entwicklung unter allen 30 Papieren im amerikanischen Leitindex Dow Jones.

Der 53-jährige Banker hat einiges für die Turnaround-Story des Jahres getan. Rund 30 000 Jobs stehen seit Ende vergangenen Jahres zur Disposition, als Moynihan den größten Kehraus in der Unternehmensgeschichte ankündigte. Bei seinen Mitarbeitern hat sich der Mann aus dem Mittleren Westen damit kaum beliebt gemacht, eine Webzeitung ­widmete Moynihan unlängst den Aufmacher in einem Beitrag über die größten Jobkiller des Jahres.

Entlassungen und Kostensenkungen sind offenbar ein probates Mittel, um den einst stark wankenden Finanzriesen wieder fit zu machen. Die Altlasten des Instituts waren gewaltig, als Moynihan Anfang 2010 die Nachfolge von Kenneth ­Lewis antrat. Lewis, der mit einer Abfindung von über 80 Millionen Dollar in Rente geschickt wurde, hatte die BofA mit der Übernahme der angeschlagenen Investmentbank Merrill Lynch fast versenkt. Zuvor hatte das In­s­titut in North Carolina mit dem Immobilienfinanzierer Coun­trywide Financial auch noch einen der größten Emittenten fauler Hypotheken geschluckt. Washington musste der Bank mit 45 Milliarden Dollar unter die Arme greifen, um eine Insolvenz zu verhindern.

Die Aufarbeitung der Beinahepleite läuft immer noch. Allein Vergleiche, Schadenersatzzahlungen und Prozesskosten aus der Finanzkrise haben das Kredithaus über 28 Milliarden Dollar gekostet. Um das Geld aufzutreiben, verschlankte Moy­nihan das Institut und verkaufte Firmenteile und Beteiligungen für rund 60 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal musste die BofA noch mehr oder weniger ihren gesamten operativen Gewinn für die Altlastbeseitigung aufwenden. Noch ist nicht der gesamte Müll weggeräumt, doch der Berg wird zusehends kleiner.

Fit für den Bankenstresstest
Die Bank habe genügend Kapital gehortet, um auch den kommenden Stresstest der US-Notenbank Fed zu bestehen, betonte Moyhinan jüngst auf einer Investorenkonferenz in New York. Der Test ist anspruchsvoll: Die US-Banken müssen zeigen, dass sie neben einer Rezession in den USA auch einen globalen Abschwung überstehen könnten. Die Ergebnisse werden für kommenden März erwartet.

Börsianer spekulieren seit geraumer Zeit darauf, dass das Institut nach bestandener Prüfung möglicherweise Cash auszahlt, und setzen auf Aktienrückkäufe beziehungsweise höhere Dividendenzahlungen. Die Fantasie der Aktie speist sich auch aus der Erholung des US-Im­mobilienmarkts. Trotz der nur mäßigen Erholung der Gesamtwirtschaft scheint der einstige Herd der Finanzkrise auf einem nachhaltig guten Weg. Die Häuserpreise sind 2012 laut Case-Shiller-Index zum ersten Mal seit 2006 wieder gestiegen.

Die BofA gilt als einer der Hauptprofiteure eines anziehenden Häusermarkts. Der operative Gewinn überstieg zuletzt die Gewinnerwartungen der Analysten. Während für 2012 noch Umsatzschwund und Gewinnrückgang erwartet werden, sind die Aussichten für 2013 weitaus besser. Analysten rechnen hier im Schnitt mit einem Zuwachs beim Geschäftsvolumen von gut zwei, beim Gewinn von fast 70 Prozent. Auch Aktionär Moynihan dürfte darunter nicht leiden.

Investor-Info

Bank of America
Hohes Potenzial
Die Aktie ist auch nach dem starken Anstieg noch günstig bewertet, sie kostet nur halb so viel wie der aktuelle Buchwert. Analysten rechnen für 2013 mit einem Gewinnanstieg von fast 70 Prozent. Charttechnisch noch Potenzial bis etwa zwölf Euro.

ISIN: US0605051046
Kursziel: 12,00 Euro
Stopp: 6,70 Euro

Bildquellen: SeanPavonePhoto / Shutterstock.com, iStock/marcnorman

Nachrichten zu Bank of America Corp.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Bank of America Corp.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
03.01.2017Bank of America Equal WeightBarclays Capital
01.12.2016Bank of America HoldStandpoint Research
16.11.2016Bank of America NeutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
08.11.2016Bank of America HoldDeutsche Bank AG
20.01.2016Bank of America buyJefferies & Company Inc.
20.01.2016Bank of America buyJefferies & Company Inc.
20.01.2016Bank of America buySociété Générale Group S.A. (SG)
25.08.2015Bank of America OutperformRobert W. Baird & Co. Incorporated
20.07.2015Bank of America OutperformRBC Capital Markets
17.07.2015Bank of America BuyArgus Research Company
03.01.2017Bank of America Equal WeightBarclays Capital
01.12.2016Bank of America HoldStandpoint Research
16.11.2016Bank of America NeutralRobert W. Baird & Co. Incorporated
08.11.2016Bank of America HoldDeutsche Bank AG
27.02.2015Bank of America NeutralUBS AG
21.12.2012Bank of America verkaufenJMP Securities LLC
23.01.2012Bank of America verkaufenIndependent Research GmbH
27.10.2011Bank of America verkaufenRaiffeisen Centrobank AG
20.10.2011Bank of America verkaufenIndependent Research GmbH
14.09.2011Bank of America verkaufenIndependent Research GmbH

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Bank of America Corp. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Heute im Fokus

DAX stärker -- Dow fester erwartet -- Air Berlin sucht Sanierungsplan in der Insolvenz -- Lufthansa-Aktionäre setzen wegen Air Berlin auf Konsolidierung -- EVOTEC, Ryanair, Amazon im Fokus

Deutsche Euroshop profitiert weiter von niedrigen Zinsen und Zukäufen. SdK sieht Anleihegläubiger von Air Berlin im Nachteil. STADA-Aktie vor Ende des Übernahmeangebotes leicht unter Druck. Easyjet hat offenbar Interesse an Air-Berlin-Teilen. Møller-Maersk schreibt überraschend rote Zahlen. Griff zu teuren Biermarken hilft Carlsberg.

Top-Rankings

Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot (Juni 2017)
Die Top-Positionen von Warren Buffett
KW 32: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 32: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Enormer Stressfaktor
In diesen Ländern haben Arbeitnehmer den größten Stress
Der CEO von Allianz, BMW oder doch Daimler?
Diese Manager lieben die Deutschen
Das sind 2017 bislang die größten Verlierer in Buffetts Depot
Welche Aktie enttäuschte bisher am meisten?
Die Meister-Liste der 1. Fußball Bundesliga
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?
Bitcoin & Co.: Die wichtigsten Kryptowährungen
Welche Digitalwährung macht das Rennen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Die Deutsche Bank wird optimistischer für deutsche Aktien und sieht beim DAX bis Jahresende noch 3 Prozent Luft nach oben. Was glauben Sie, wie sich der DAX bis zum Ende des Jahres entwickeln wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Air Berlin plcAB1000
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Lufthansa AG823212
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
E.ON SEENAG99
EVOTEC AG566480
K+S AGKSAG88
Allianz840400
TeslaA1CX3T
Amazon906866
Nordex AGA0D655