07.02.2013 20:50
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US-Behörde stellt Sicherheit von Boeings 'Dreamliner'-Batterien infrage

    WASHINGTON (dpa-AFX) - Boeing muss möglicherweise die Konstruktion seines pannenreichen Vorzeigefliegers 787 "Dreamliner" ändern. Nach dem Brand in einer am Boden stehenden Maschine vor einem Monat hat die US-Sicherheitsbehörde NTSB Zweifel daran, dass die verwendeten Batterien sicher sind. "Die Annahmen, unter denen die Batterie zertifiziert wurde, müssen überdacht werden", sagte NTSB-Chefin Deborah Hersman am Donnerstag.

 

    Die NTSB geht nach bisherigen Untersuchungen davon aus, dass ein Kurzschluss in einer von acht Einzelzellen der Batterie dazu führte, dass Anfang Januar am Flughafen Boston ein Feuer in einer Maschine von Japan Airlines ausbrach. "Mechanische Einflüsse haben wir ausgeschlossen", sagte Hersman. Der Kurzschluss müsse in der Batterie selbst entstanden sein. Warum, sei aber noch unklar. Denkbar sei ein Fehler beim Laden, ein falsches Design oder Herstellungsprobleme.

 

    Nach Informationen des "Wall Street Journal" arbeitet Boeing bereits an einem neuen Batterie-Design, um das Risiko eines Brandes zu minimieren. Nur wenige Tage nach dem Vorfall in Boston hatte eine weitere Batterie geschmort, woraufhin ein "Dreamliner" in Japan notlanden musste. Die US-Flugaufsicht FAA verhängte daraufhin Mitte Januar ein Flugverbot und Boeing stellte die Auslieferung des Langstreckenfliegers an Kunden bis auf Weiteres ein.

 

    "Die Entscheidung, dass die 787 wieder fliegen darf, trifft die FAA, nicht die NTSB", stellte Hersman klar. Die NTSB-Chefin hatte bereits gesagt, dass es noch mehrere Wochen dauern könnte, bis die Behörden ihre Ermittlungen abgeschlossen hätten. In 30 Tagen soll ein erster Bericht vorliegen. Damit bleibt weiter unklar, wann die 50 bereits ausgelieferten "Dreamliner" wieder starten dürfen./das/DP/she

 

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