Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die US-Behörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) hat am Freitagabend eine milliardenschwere Schadenersatzklage gegen insgesamt 17 Kreditinstitute eingereicht.
In der Klageschrift wirft die US-Behörde den Kreditinstituten vor, dass die unter der Aufsicht der FHFA stehenden staatlichen US-Immobilienfinanzierer Federal Home Loan Mortgage Corp. (Freddie Mac) und Federal National Mortgage Association (Fannie Mae) aufgrund der falschen und betrügerischen Darstellung des Wertes der von den Banken verkauften Hypothekenpapiere milliardenschwere Verluste eingefahren hätten. Nachdem zahlreiche Hypothekenschuldner ihre Raten nicht mehr begleichen konnten, stürzte der Wert der entsprechenden Hypothekenderivate nach dem Platzen der US-Immobilienblase in den Keller und verursachte bei den Investoren hohe Verluste. Angeklagt sind neben den US-Großbanken Goldman Sachs Group Inc. , JPMorgan Chase & Co. (JPMorgan ChaseCo), Bank of America Corp. auch ausländische Großbanken wie etwa die Deutsche Bank AG , die Royal Bank of Scotland Group plc (RBS) (Royal Bank of Scotland (RBS)) oder die Barclays plc oder die Société Générale S.A. . Einige der Kreditinstitute hätten nach Angaben der US-Behörde auch gegen Bundesgesetze verstoßen.
Im Falle der Deutschen Bank geht es um Transaktionen mit hypothekenbesicherten Wertpapieren im Gesamtvolumen von 14,2 Mrd. US-Dollar, die im Zeitraum vom 28. September 2005 bis zum 29. Juni 2007 von Fannie Mae und Freddie Mac erworben wurden und bei denen die Deutsche Bank als Verkäufer oder als Underwriter der jeweiligen Transaktion in Erscheinung getreten war.
Die Aktie der Deutschen Bank verliert derzeit 5,32 Prozent auf 24,64 Euro. (05.09.2011/ac/n/d)