von Jörg Bernhard
In den vergangenen drei Monaten schraubten die Analysten bei Alcoa ihre Erwartungen bezüglich des Gewinns pro Aktie sukzessive zurück. Von durchschnittlich 0,12 Dollar pro Aktie stutze man den Erwartungswert für das dritte Quartal auf aktuell 0,01 Dollar zurück. Eine ähnliche Tendenz war auch mit Blick auf das vierte Quartal zu beobachten, wo die Prognose innerhalb von drei Monaten von 0,17 auf 0,08 Dollar zurückgenommen wurde. Die Ratings der Analysten bewegen sich mehrheitlich im neutralen Bereich. Mit „Hold“ (Halten) stufen insgesamt elf Analysten den Rohstoffwert ein. Relativ optimistisch gestimmt sind zwei Aktienexperten und raten zum Übergewichten, während sechs Analysten ein klares „Buy“ (Kaufen) aussprechen. Immerhin drei Experten sehen die Perspektiven der Aktie negativ, wagen sich auf die Seite der Bären und vergeben der Aktie mit „Sell“ (Verkaufen) das schlechteste Rating.
Alle Augen auf Klaus Kleinfeld
Klaus Kleinfeld, Ex-Siemens-Chef und derzeitiger Alcoa-CEO, hat am Dienstag die Chance, die internationale Börsianerschar zu entzücken und könnte damit für einen positiven Auftakt der Berichtsaison sorgen. Angesichts sich eintrübender Konjunkturperspektiven in weiten Teilen der Welt ein sicherlich nicht leichtes Unterfangen. Beim letzten Update blieb im Juli eine negative Überraschung aus. Damals stand die Aktie vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen bei 8,76 Dollar. Seither kam der Rohstofftitel kaum vom Fleck. Die prognostizierten Kursziele der Analysten übertreffen den aktuellen Aktienkurs recht deutlich. Sie bewegen sich in einer relativ breiten Range zwischen 8,00 und 13,00 Dollar und ergeben einen Mittelwert von 10,57 Dollar. Auf Basis des Schlusskurses vom Freitag entspräche dies einem Kurspotenzial in Höhe von mehr als 16 Prozent.
Bildquellen: Alcoa