01.07.2013 09:40
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US-Biotech-Unternehmen Onyx auf der Suche nach Weißem Ritter

   Von Joseph Walker und Dana Cimilluca

   Der US-Biotech-Konzern Onyx ist auf der Suche nach einem Weißen Ritter. Zuvor hatte das auf die Entwicklung von Krebsmedikamenten spezialisierte US-Unternehmen ein Übernahmeangebot des Rivalen Amgen als unwillkommen ausgeschlagen. Rund 8,7 Milliarden US-Dollar wollte Amgen für Onyx Pharmaceuticals auf den Tisch legen. Mit der Abfuhr für Amgen hat Onyx, die auch schon als Entwicklungspartner von Bayer in Erscheinung getreten ist, nun möglicherweise den Startschuss für eine Übernahmeschlacht gegeben.

   Onyx begründete die Absage an Amgen damit, dass das Gebot Onyx deutlich zu niedrig bewerten und zudem nicht im besten Interesse der Aktionäre sein würde. Gemessen am Schlusskurs der Onyx-Aktie vom Freitag bietet Amgen mit 120 Dollar je Aktie einen gut 38-prozentigen Aufschlag. Amgen wollte sich zu der Zurückweisung nicht äußern.

   Amgen scheint jedoch nicht der einzige Wettbewerber zu sein, der an Onyx Interesse hat. Nach den Worten einer Unternehmenssprecherin ist auch zuvor schon der ein oder andere Kaufinteressent an Onyx herangetragen. Vor diesem Hintergrund will sich Onyx nun proaktiv auf die Suche nach einem geeigneten Partner machen.

   Onyx könnte auch in das Beuteschema einer Reihe anderer Pharmakonzerne passen, die Krebsmedikamente in ihrem Produktportfolio haben, darunter die beiden großen Schweizer Pharmakonzerne Roche und Novartis, die US-Konzerne Pfizer und Celgene, sowie Bayer. Mit den Leverkusenern verbindet Onyx bereits eine Kooperation beim Krebsmittel Nexavar, dem Bayer einen Spitzenumsatz von insgesamt rund einer Milliarde Euro zutraut.

   Weder Bayer, noch Pfizer oder Novartis wollten sich zu diesem Thema äußern. Von Roche und Celgene war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

   Von besonderem Interesse für einen möglichen Onyx-Käufer wäre nicht zuletzt das Blutkrebsmittel Kyprolis. Das Mittel hat Blockbuster-Potenzial, und Onyx muss sich die Einnahmen in den meisten Vertriebsgebieten nicht mit einem Partner teilen, wie eine mit der Materie vertraute Person sagte. Auch Amgen könnte Kyprolis gut im Portfolio gebrauchen. Wie viele andere Pharmaunternehmen kämpft auch Amgen mit Patentabläufen wichtiger Umsatzbringer.

   Eigentlich hatte Onyx unabhängig bleiben wollen, wie Konzernchef N. Anthony Coles zuletzt im März betont hatte. Doch nach der Steilvorlage von Amgen dürfte das kaum noch möglich sein.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/DJN/brb/sha

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   July 01, 2013 03:38 ET (07:38 GMT)

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