15.02.2013 14:23
Bewerten
 (0)

Kein Ende des Wachstums bei VW - Europa und Indien aber im Minus

US-Geschäft läuft gut
China und die USA bleiben für den VW-Konzern unverzichtbare Wachstumstreiber. Zum Jahresstart im Januar lieferten die Marken des größten europäischen Autobauers fast 750 000 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge aus.
Ohne Betrachtung des Lastwagen-Geschäfts der Töchter MAN und Scania waren das 14,9 Prozent mehr als Anfang 2012, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Auf dem Heimatkontinent, aber auch in Indien fuhren die Wolfsburger dagegen ein Minus ein.

   "In Europa haben die konjunkturellen Unsicherheiten weiter Einfluss auf die Entwicklung genommen", erklärte Vertriebsvorstand Christian Klingler. 2013 werde für VW "ein herausforderndes Jahr".

 Vor allem in Ostasien konnten die Niedersachsen ihren robusten Aufwärtstrend aber fortsetzen. Hier kletterten die Auslieferungen im Vorjahresvergleich um beinahe 40 Prozent. Auf dem größten Einzelmarkt China verkaufte der Konzern im Januar sogar 43,3 Prozent mehr Autos. Ein Teil dieser Zuwächse sei allerdings auf das spätere chinesische Neujahrsfest zurückzuführen, schränkte Klingler ein. Es fällt diesmal in den Februar, für den VW einen entsprechenden Rückgang erwartet.

    Auch in Nordamerika blieb der Konzern mit einem Auslieferungsplus von 17 Prozent in der Erfolgsspur. Die "anhaltend dynamische Situation" hat Bestand - in den USA setzten die VW-Marken 16,2 Prozent mehr Fahrzeuge ab. In Südamerika konnte Brasilien (+6,2) das leichte Minus für den gesamten Kontinent (-0,9) nahezu ausgleichen.

   Weniger Grund zur Freude hat Europas Branchenprimus vor der eigenen Haustür. Der Absatz rutschte wegen der schwachen Nachfrage ab: in West- (-4,4) ebenso wie in Zentral- und Osteuropa (-2,9) und im separat ausgewiesenen deutschen Markt (-0,2). Unterm Strich ergab sich ein Europa-Minus von 3 Prozent, zudem sollen 200 Beschäftigte aus dem portugiesischen VW-Werk Setúbal 2013 am Stammsitz Wolfsburg arbeiten. Überraschend: Im boomenden Indien, wo Volkswagen (Volkswagen) stärker Fuß fassen will, gingen 17,1 Prozent weniger Autos an die Kunden.

     Die Kernmarke VW hatte schon am Dienstag Zahlen vorgelegt, sie konnte mit einem weltweiten Verkaufszuwachs von 17,4 Prozent noch deutlicher zulegen als der Gesamtkonzern. In Deutschland fiel das Januar-Minus dagegen stärker aus (-3,9), bei den Neuzulassungen belief es sich sogar auf 13,3 Prozent. Anders als der Gesamtkonzern verbuchte die Hauptmarke in Osteuropa eine neuerliche Steigerung.

   Bei der Oberklassetochter Audi kletterten die Auslieferungen weltweit um 16,3 Prozent auf 111 750 Fahrzeuge - China und den USA sei Dank. Porsche steigerte seinen Absatz um gut ein Viertel. Dem spanischen Sorgenkind Seat gelang mit einem globalen Plus von 19,1 Prozent ein guter Jahresauftakt, auch im krisengebeutelten Südeuropa konnte die Tochter mehr Modelle verkaufen. Der tschechische Ableger Skoda (-7,8) und die VW-Nutzfahrzeuge (-4,0) schlitten schlechter ab.

    VW will bis spätestens 2018 weltgrößter Autobauer werden. In fünf Jahren sollen alle Konzernmarken 10 Millionen Wagen verkaufen, 2012 wurde mit 9,07 Millionen ein neuer Rekord erzielt. Die Erzrivalen Toyota Motor und General Motors liegen indes noch klar in Front, in der Oberklasse liefert sich Audi vor allem mit BMW ein hartes Duell.

  Die Pläne für ein neues Einsteigermodell in den Schwellenländern werden unterdessen immer konkreter. Von dem ab 2016 vorgesehenen "Budget Car" sollen in China voraussichtlich 300 000 Exemplare pro Jahr gebaut werden, schrieb die "Braunschweiger Zeitung". VW-Chef Martin Winterkorn und Betriebsratschef Bernd Osterloh hatten bereits angedeutet, dass dazu eine 13. Konzernmarke entstehen soll. "Das Projekt kommt weiter voran", berichtete ein Sprecher am Freitag.

    WOLFSBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: iStock/RapidEye, iStock/vesilvio

Nachrichten zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Volkswagen AG Vz. (VW AG)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
24.06.2016Volkswagen vz HoldCommerzbank AG
24.06.2016Volkswagen vz ReduceOddo Seydler Bank AG
23.06.2016Volkswagen vz VerkaufenIndependent Research GmbH
23.06.2016Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
21.06.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
21.06.2016Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
20.06.2016Volkswagen vz OutperformBNP PARIBAS
20.06.2016Volkswagen vz overweightJP Morgan Chase & Co.
17.06.2016Volkswagen vz buyUBS AG
08.06.2016Volkswagen vz buyKepler Cheuvreux
24.06.2016Volkswagen vz HoldCommerzbank AG
21.06.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
21.06.2016Volkswagen vz HoldCommerzbank AG
21.06.2016Volkswagen vz HoldBaader Wertpapierhandelsbank
17.06.2016Volkswagen vz HaltenBankhaus Lampe KG
24.06.2016Volkswagen vz ReduceOddo Seydler Bank AG
23.06.2016Volkswagen vz VerkaufenIndependent Research GmbH
23.06.2016Volkswagen vz SellGoldman Sachs Group Inc.
20.06.2016Volkswagen vz VerkaufenDZ-Bank AG
17.06.2016Volkswagen vz VerkaufenIndependent Research GmbH
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Volkswagen AG Vz. (VW AG) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.

Heute im Fokus

Nach Brexit-Entscheid: DAX geht mit kräftigem Abschlag ins Wochenende -- US-Börsen massiv im Minus -- Briten stimmen für EU-Ausstieg -- Staatsanwaltschaft durchsucht Zentrale von thyssenkrupp

Erneut Warnstreiks bei Amazon in Leipzig. Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbeitern Gehaltsverzicht. Deutsche Post verliert Finanzvorstand Rosen. Aktiencrash hat offenbar fünf Billionen Dollar vernichtet. Brexit Step-by-step: So geht's für die Briten jetzt weiter.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der World Wealth Report 2016
Hier ist Leben preiswert!

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Welche Marke ist die teuerste?
Volatilität in Schwellenländern
Das haben die Dax-Vorstände 2015 verdient
Welches Land gewann am häufigsten die europäische Fußballkrone?
Welches Land schnitt bei den Weltmeisterschaften am besten ab?
mehr Top Rankings

Umfrage

Am Donnerstag, den 23. Juni blicken die Anleger mit Spannung auf das EU-Referendum der Briten. Welchen Ausgang erwarten Sie?