von Jörg Bernhard
In den vergangenen drei Monaten ging es mit dem Konsens der Analystenprognosen für die im zweiten Quartal prognostizierten Unternehmensgewinne tendenziell bergab. Bei Dell rutschten die Prognosen von 0,51 auf 0,45 Dollar pro Aktie deutlich stärker als bei HP ab, wo ein Rücksetzer von 1,02 auf 0,98 Dollar zu beobachten war. Bei den abgegebenen Analystenurteilen dominieren in beiden Fällen neutrale Einschätzungen. So vergeben bei Dell 13 Experten ein „Buy“, 2 ein „Overweight“ und 18 ein „Hold“. Jeweils ein Analyst stuft die Aktie mit „Underweight“ bzw. „Sell“ ein. Bei Hewlett-Packard ist die Zurückhaltung der Analysten noch ausgeprägter. Als kaufenswert („Buy“) stufen lediglich 7 Analysten den Technologiewert ein, während 4 Urteile auf „Overweight“ und immerhin 17 auf „Hold“ lauten. Zudem ist der Anteil der Pessimisten mit jeweils 3 „Underweights“ und „Sells“ um einiges ausgeprägter.
Unsicherheit ist relativ groß
Diese Meinungsvielfalt spiegelt sich auch durch eine extrem ausgeprägte Bandbreite an Kurszielen wider. Bei Dell reichen die abgegeben Prognosen von 11,00 bis 22,00 Dollar und ergeben einen Durchschnittswert von 15,32 Dollar. Bei HP weichen die beiden Extremwerte mit 16,00 und 40,00 Dollar noch deutlicher voneinander ab. Im Durchschnitt errechnet sich ein Wert von 26,37 Dollar.
Beide Unternehmen leiden unter der Nachfrageschwäche im traditionellen PC-Geschäft und versuchen derzeit, diesem Negativtrend entgegen zu steuern. Dell versucht dies mit der Konzentration auf margenstärkere Geschäftsbereiche im Bereich mobiler Endgeräte, während HP die Umsätze mit Dienstleistungen forcieren möchte. Man darf gespannt sein, ob die Unternehmen in den vergangenen drei Monaten dabei erfolgreich waren.