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WASHINGTON (AFP)--Im Skandal um Zinsmanipulationen bereitet das US-Justizministerium einem Zeitungsbericht zufolge Strafverfahren gegen mehrere Banken und Händler vor. Mindestens gegen eine Bank solle bis zum Jahresende eine Klage eingereicht werden, berichtete die "New York Times" am Sonntag im Internet unter Berufung auf namentlich nicht genannte Regierungsvertreter. Strafverfahren würden nicht nur gegen Banken, sondern auch gegen Händler angestrengt, zum Beispiel von der im Zentrum der Affäre stehenden britischen Großbank Barclays.
In dem kürzlich bekannt gewordenen Skandal geht es um die Manipulation des britischen Zinssatzes Libor, zu dem in Großbritannien Banken anderen Instituten Geld leihen, und des europäischen Interbanken-Zinses Euribor. Beide Zinssätze sind aber nicht nur für Geschäfte zwischen Banken von großer Bedeutung. Indirekt haben Manipulationen auch Einfluss auf Kredite und Spareinlagen, weil deren Zinssätze teils vom Libor und Euribor abhängig oder direkt daran gekoppelt sind.
Die Ermittlungen des US-Ministeriums laufen getrennt von denen der US-Bankenaufsicht. Laut "New York Times" dürften mehrere Kreditinstitute an einer außergerichtlichen Einigung interessiert sein, um einer Verurteilung zu entgehen. Die Klagen könnten den Bankensektor "dutzende Millarden Dollar" kosten, berichtete die Zeitung. Ende Juni hatte Barclays zugesagt, 290 Millionen Pfund (rund 360 Millionen Euro) zu zahlen, um den Ermittlungen der Regulierungsbehörden aus Großbritannien und den USA zu mutmaßlichen Zinsmanipulationen zwischen 2005 und 2009 ein Ende zu setzen.
DJG/raz
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July 15, 2012 10:24 ET (14:24 GMT)- - 10 24 AM EDT 07-15-12