19.11.2012 06:44
Bewerten
 (2)

US-Regulierer will Europa zur Aufgabe von Basel III drängen - Zeitung

   Der Vize-Chef der US-Bankenaufsicht FDIC, Thomas Hoenig, will die internationalen Bankenkapitalregeln Basel III in der letzten Minute kippen. "Wir sollten Basel III in seiner aktuellen Form aufgeben", sagte er in einem Interview mit dem Handelsblatt. Die Regeln seien zu komplex und dies würde die Banken einladen, die Vorgaben auszuhebeln, sagte er vom Vorfeld einer Rede am Montag in Brüssel. "Ich möchte Europa ermutigen, die Einführung von Basel III zu modifizieren", sagte er. Hoenig schlägt vor, die Kapitalanforderungen für Banken, die eine neuerliche Finanzkrise in Zukunft verhindern helfen sollen, zu vereinfachen. Er sagt voraus, dass den US-Großbanken in diesem Fall Milliardenschwere Kapitalerhöhungen drohten.

   Auch einen Alleingang der USA schließt er nicht aus. "Man muss das richtige tun. Das ist letztlich wichtiger als alle an Bord zu haben und mit einem Rahmenwerk zu leben, das nicht funktioniert", sagte er. Er wies die Vermutung zurück, die USA wollten ihren Banken einen Vorteil verschaffen. Seine Vorschläge liefen auch höhere Kapitalanforderungen hinaus als sie nach Basel III gelten würden

   Eigentlich sollte Basel III bereits zum Jahreswechsel eingeführt werden. Vor gut einer Woche entschieden sich die US-Regulierer aber die Einführung zu verschieben, weil sie die Umsetzungsbestimmungen nicht mehr rechtzeitig fertig bekommen würden. Seither melden sich immer mehr Kritiker zu Wort, die Basel III gar nicht einführen wollen. Der Chef der größten US-Bank, Jamie Dimon, nannte das Regelwerk gar "unamerikanisch".

   Die in Basel tagenden Abgesandten der Regulierer der großen Industrienationen hatten sich in jahrelanger Arbeit auf höhere Kapitalanforderungen geeinigt. Das sich bereits um das dritte Rahmenwerk dieser Art handelte, wird es als "Basel III" bezeichnet.

   DJG/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   November 19, 2012 00:14 ET (05:14 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 12 14 AM EST 11-19-12

Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.

Heute im Fokus

DAX schwächer gestartet -- Asiens Börsen in Rot -- Deckte Winterkorn Manipulationen? -- LANXESS will Chemtura für 2,4 Milliarden Euro übernehmen -- Merkel will Deutscher Bank nicht helfen

NRW-Finanzbehörden nehmen internationale Banken ins Visier. Feuer auf Öltanker vor Mexikos Küste. Mexiko will große Autobauer-Nation werden - Audi eröffnet Q5-Werk. Bosch und VW wollen Herausgabe von US-Ermittlungsakten verhindern. Erste Klage gegen Yahoo nach Diebstahl von 500 Mio Kundendaten. itch: Top-Bewertung für Deutschland bleibt.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Eigenzulassungen 2015
Diese Firmen sind innovativ
In diesen Städten stehen Sie am längsten im Stau
Das sind die besten Universitäten
Die wertvollsten Marken 2016
mehr Top Rankings

Umfrage

Greenpeace hat am Montagmorgen gegen das Freihandelsabkommen Ceta protestiert. Wie ist Ihre Haltung gegenüber dem Abkommen mit Kanada?