US-Verbrauchervertrauen schwach: DAX schließt im Minus -- Quelle bekommt Massekredit -- Deutscher Arbeitsmarkt: Lage eingetrübt --Porsche: Konkrete Katar-Offerte - kein neuer KfW-Kreditantrag
Heute anstehende Termine:
- EU: Vorabschätzung Inflation Eurozone Juni
- USA: Einkaufsmanagerindex Chicago Juni
- USA: Verbrauchervertrauen Juni
- centrotherm photovoltaics: Hauptversammlung
- IKB: Jahresabschluss
US-Verbrauchervertrauen schickt Dax ins Minus
Die deutschen Börsen fanden nach zunächst festem Start im weiteren Verlauf keine klare Richtung. Während Standardwerte weiter um die Nulllinie pendelten, waren Techwerteanleger in Kauflaune. Die schwache Entwicklung des US-Verbrauchervertrauens belastete die deutschen Märkte am Nachmittag - die Anleger zeigen sich verunsichert und schickten die Börsen ins Minus. Nachrichten vom deutschen Arbeitsmarkt waren ebenfalls durchwachsen ausgefallen: Angaben der Bundesagentur für Arbeit zufolge waren im Juni 31.000 Menschen mehr arbeitslos, als im Vormonat. Im Fokus der Anleger stand auf Unternehmensseite weiterhin Porsche - der Konzern hat eine offizielle Einstiegsofferte vom Emirat Katar erhalten. Einen neuen Kreditantrag bei der staatlichen KfW-Bank will der Autobauer nicht stellen. Zudem ist die Zukunft von Quelle vorerst gesichert - der Konzern bekommt den dringend benötigten Massekredit. Der Online-Broker flatex wagte den Gang auf das Börsenparkett und wurde das erste erfolgreiche deutsche IPO des Jahres. Die Aktie startete 50 Cent über dem Ausgabepreis in den Handel.
Der DAX stieg mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent in den Handel ein, pendelte lange aber um die Nulllinie. Am Nachmittag übernahmen die Bären das Ruder - der Leitindex gab deutlich um 1,6 Prozent auf 4.809 Punkte nach.
Der TecDAX legte unterdessen über weite Strecken des Handelstages zu, musste seine Tageshochs aber ebenfalls abgeben. Schlussendlich rettete das Börsenbarometer ein kleines Plus von 0,3 Prozent auf 627 Zähler.
17:27 Uhr: Risikoscheu treibt Anleger in den Dollar
Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro hat im Vergleich zum Dollar am Dienstagnachmittag an Boden verloren. Begründet wurden die Tendenzen mit einem schwach ausgefallenen US-Verbrauchervertrauen. Das nährte erneut Sorgen, dass die Konjunkturerholung noch nicht vor der Tür steht. Die Anleger kauften sich daher wieder vermehrt in den Greenback ein, der als vermeintlich sicherer Hafen gilt.
16:32 Uhr: EU genehmigt Massekredit für Quelle
Die Europäische Kommission hat den am Vorabend von Bund und den Ländern Sachsen und Bayern beschlossenen Massekredit für den insolventen Versandhandelskonzern durchgewunken. Damit bekommt das Unternehmen ein Darlehen über 50 Millionen Euro, das bis zum 31.12. gültig ist. Der Konzern kann seinen Geschäftsbetrieb damit vorerst aufrecht erhalten.
16:08 Uhr: US-Verbrauchervertrauen sinkt wider Erwarten
Der Index des US-Verbrauchervertrauens ist im Juni gegenüber dem Vormonatswert von revidiert 54,8 Punkten auf 49,3 Punkte gefallen. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg auf 55,3 Punkte gerechnet. Als Hauptursachen wurden der die unsichere Situation am US-Arbeitsmarkt sowie in der US-Wirtschaft ausgemacht.
16:04 Uhr: Chicago-Einkaufsmanager-Index steigt
Der Index der Chicagoer Einkaufsmanager ist im Juni gegenüber dem Vormonat von 34,9 auf 39,9 Punkte geklettert. Volkswirte hatten zuvor lediglich 39,0 Punkte prognostiziert.
15:40 Uhr: AIG verkauft Geschäftseinheit
Der US-Versicherungskonzern AIG hat ein Abkommen über den Verkauf der gesamten Vermögenswerte der AIG Credit Card Company (Taiwan) Ltd. an die Far Eastern International Bank geschlossen. Die Transaktion soll im dritten Quartal abgeschlossen werden. Finanzielle Einzelheiten wurden nicht bekannt gegeben.
15:36 Uhr: 800 Mitarbeiter verlassen Deere freiwillig
Rund 800 Mitarbeiter werden den US-amerikanischen Landmaschinenhersteller John Deere im Rahmen eines im April angekündigten Programms freiwillig verlassen. Hierdurch ist der Konzern in der Lage, im ersten Jahr Einsparungen in Höhe von 75 Millionen Dollar zu realisieren. Zunächst rechnet man jedoch im vierten Quartal mit Sonderbelastungen von rund 100 Millionen Dollar vor Steuern.
15:35 Uhr: Fester Start an der Wall Street
Die US-Börsen sind mit leichten Gewinnen in den Handel eingestiegen. Ob im Laufe des Tages mit großer Bewegung zu rechnen ist, bleibt abzuwarten, da der Tag im Zeichen des so genannten "Window Dressing" stehen dürfte. In diesen Tagen versuchen Anleger, ihre Portfolios umzuschichten. Konjunkturdaten dürften dennoch Impulse liefern. Vorbörslich wurde bereits bekannt gegeben, dass sich die Häuserpreise in den USA im April gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent verbilligt haben. Im weiteren Verlauf steht noch das US-Verbrauchervertrauen auf der Agenda.
Der Dow Jones steigt mit einem leichten Plus von 0,2 Prozent in den Handel ein. Die Technologiebörse Nasdaq Composite wird ebenfalls mit moderatem Plus erwartet.
15:30 Uhr: Dow Jones startet fester
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Plus von 0,2 Prozent in den Handel ein.



