07.11.2012 21:38
Bewerten
 (0)

US-WAHL/ROUNDUP 3: US-Präsident muss weiter mit gespaltenem Kongress regieren

    (neu: aktualisierte Zahlen)          WASHINGTON (dpa-AFX) - Auch nach der Wahl bleibt im Kapitol alles, wie es ist: Die Republikaner kontrollieren das Repräsentantenhaus, die Demokraten haben die Mehrheit im Senat. Die vorläufigen Wahlergebnisse der US-Sender vom Mittwoch zeigen dem wiedergewählten Präsidenten Barack Obama: Er muss auch in seiner zweiten Amtszeit damit rechnen, dass seine Gesetzesvorhaben blockiert werden.

 

    Der Präsident des Abgeordnetenhauses, John Boehner, konnte seinen Sitz behaupten. Der 62-Jährige hatte nach dem haushohen Sieg der Konservativen bei der Kongresswahl 2010 die Demokratin Nancy Pelosi in diesem Amt abgelöst.

 

    Mehrheitsführer im Senat bleibt der Demokrat Harry Reid. "Nun, wo die Wahl vorbei ist, ist es Zeit, (...) zusammenzuarbeiten und Lösungen zu finden", erklärte Reid nach Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses. "Das amerikanische Volk hat der Strategie der Behinderung, des Stillstands und der Verzögerung eine deutliche Absage erteilt."

 

    Die Republikaner hatten bei den Kongresswahlen 2010 von den Demokraten die Mehrheit mit 242 zu 193 Sitzen übernommen und konnten Obamas Politik dadurch mehrfach ausbremsen.

 

    Im 435-köpfigen Abgeordnetenhaus hatten die Demokraten nach den am Mittwochnachmittag (Ortszeit) vom TV-Sender CNN gemeldeten Ergebnissen 193 Sitze, die Republikaner 233. Die restlichen 9 Mandate waren zunächst noch offen.

 

    Im Senat kamen die Demokraten nach vorläufigem Stand auf 53 Sitze, die Republikaner auf 45. Außerdem wurden laut CNN zwei Unabhängige in die kleinere Kongresskammer gewählt.

 

    Die Demokraten eroberten einen geschichtsträchtigen Senatssitz für den Bundesstaat Massachusetts zurück, den der liberale Ted Kennedy bis zu seinem Tod im Jahr 2009 innehatte. Ihm war der Republikaner Scott Brown gefolgt. Die Harvard-Professorin Elizabeth Warren knöpfte ihm das Mandat nun wieder ab.

 

    Aus dem Feld schlugen die US-Demokraten auch zwei radikale Abtreibungsgegner der Republikaner. Der demokratische Kongressabgeordnete Joe Donnelly holte den Senatssitz für den Bundesstaat Indiana. Er setzte sich gegen Richard Mourdock durch. Der Anhänger des rechtskonservativen Tea-Party-Flügels hatte im Wahlkampf mit seinen Behauptungen über "gottgewollte Empfängnis nach Vergewaltigungen" für Furore gesorgt.

 

    Auch sein Gesinnungsgenosse Todd Akin aus dem Bundesstaat Missouri erhielt eine Abfuhr. Die demokratische Senatorin Clair McCaskill verteidigte ihren Sitz gegen den Konservativen, der im Wahlkampf gesagt hatte, dass Frauen nach einer Vergewaltigung körpereigene Abwehrmechanismen hätten, um ungewollte Schwangerschaften und so auch Abtreibungen zu vermeiden.

 

    Erstmals zog eine Senatorin in den Kongress, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennt: die Demokratin Tammy Baldwin aus Wisconsin./ch/DP/he

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Anzeige

Heute im Fokus

DAX über 2 Prozent im Plus -- Dow auf Rekordjagd -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- BVB ist schuldenfrei -- Alibaba im Fokus

Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch. EVG droht mit Streiks: Bahn erfüllt Forderungen nicht. EZB-Chef Draghi unterstreicht Handlungsbereitschaft. Strafzinsen für Großkunden auch bei der WGZ Bank.
Das sind Deutschlands Global Player

träger

So viel erhalten die Deutschen

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Facebook & Co: Welche Börsengänge waren ein Desaster?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Welche Darsteller verdienen am meisten?

Diese Models verdienten 2014 am meisten

In welchen Ländern kostet der Big Mac wie viel?

mehr Top Rankings

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?