WASHINGTON (AFP)--Im Streit um die Vergabe eines Milliardenauftrags für US-Tankflugzeuge hat das Verteidigungsministerium in Washington Protektionismus-Vorwürfe zurückgewiesen. Staatssekretär Ashton Carter, der im Pentagon unter anderem für Anschaffungen zuständig ist, sagte am Freitag (Ortszeit) in Washington, das Ministerium schätze und begrüße "den Beitrag" der europäischen Industrie, weil er für eine größere Auswahl auf dem Markt sorge. Es gebe "keinen Protektionismus", sagte Carter vor Journalisten.
Die Airbus-Mutter EADS und ihr US-Partner Northrop Grumman hatten Anfang der Woche ihren Ausstieg aus dem Bieterrennen um einen Großauftrag erklärt, bei dem es um den Bau von 179 Tankflugzeugen für 35 Mrd USD ging. Als Grund gaben sie an, dass die Ausschreibung des Pentagons klar auf den US-Wettbewerber Boeing zugeschnitten worden sei. Der Rückzug von EADS aus dem Bieterrennen hatte zu offenen Spannungen zwischen Europa und den USA geführt, die EU-Kommission zeigte sich "extrem besorgt".
Am Freitag hatten auch Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy und der britische Premierminister Gordon Brown die US-Regierung kritisiert. Er gebe zu, dass er die Entscheidung nicht begrüße, sagte Sarkozy nach einem Treffen mit Brown in London. Es handele sich um Methoden, die "nicht gut" für die Partner der Vereinigten Staaten seien. Brown sagte, er sei "enttäuscht".
DJG/kla
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March 14, 2010 06:07 ET (10:07 GMT)- - 06 07 AM EDT 03-14-10